Thema Religionen

Urknall und Chaos

Ist Gott tatsächlich eine Frau? Für den alten chinesischen Mystiker Laotse ist Gott die Führerin des Alls, für Goethe ist sie die Jungfrau, Mutter, Königin, Göttin und für Hesse seine schöne Mutter, eine Tänzerin von unguter, da heidnischer Herkunft. Grund: Wenn Gott im Leidensprozess geschaut wird, dann immer nur als Frau. Auch stellt sie selbst sich in Offenbarungen immer als die Mutter der Welt dar. Und weil Gott eine Frau ist, gehören im übertragenen Sinne Dinge wie etwa Schwangerschaft (auch eben schwanger gehen mit bedrückenden Erlebnissen), Geburt (wie Selbstreinigung durch Abwerfen von Ballast), Schmerz (in vielfältiger Weise) und natürlich Chaos (statt männlicher Ordnung) zum Leben. Und das hat, liebe Leser, überhaupt nichts mit Diskriminierung zu tun, denn Gott ist auch ein Mann, Gott ist eine Trinität aus Frau, Mann und Liebe. Woher wir Mystiker das wissen wollen, möchten Sie wissen? Aus dem Leidensprozess, denn der Mensch muss sich entscheiden zwischen zwei Seelenteilen und zwei Wegen. Schon Hermes Trismegistos, identisch mit dem altägyptischen Gott Thot, wird dazu der Ausspruch zugeschrieben: Was hier unten ist, ist auch da oben. Dies bezieht sich einerseits auf die Notwendigkeit seelischer Entwicklung, aber gleich so auf das Abbild Gottes, welches als Lichtgestalt oder Seele in uns steckt. Deshalb, liebe Freunde, muss der Mensch Schmerz und Chaos ertragen und sich im Leiden finden, zu seinem seelischen Erwachsenwerden. Zum Text

Steinzeitliche Vorstellungswelt

Von der ersten Fetischen und den daraus erkennbaren Vorstellungen, über erste Tempel der Menschheitsgeschichte hin geht der Blick auf die Entstehung der Glaubenslehren. Der Leser soll begreifen, so jedenfalls ist es Tenor des Buches „Grundstrukturen der Religionen“, dass diese von Gott zugelassen wurden, damit sich die Menschheit raschen entwickeln möge. Nun ist es Zeit, in Anbetracht des Zustandes des Planeten ohnehin, diese „aufgeheizte Atmosphäre“ zurückzufahren, damit möglichst viele Menschen zum Schöpfer ihrer eigenen Glaubenslehre werden können. Es geht nun also um das Einsammeln hierher in mehreren seelischen Existenzen geborener Seelen im Wege der Rückkehr zu den spirituellen Wurzeln. Zum Text

Der Brief an die Pharisäer

Der Brief an eine fiktive Gemeinde von Pharisäern, darunter zu verstehen so ziemlich alles, was man sich heutzutage unter dem Begriff des Pharisäers vorstellen kann, soll eine komprimierte Zusammenfassung der Ergebnisse meiner Bemühungen bieten. Hier geht es um die Erkenntnisse aus verschiedensten Leidensprozessen um Schlüsselerlebnisse, eine kurze Darstellung des göttlichen Belohnungs- und Bestrafungssystems, zusammengefügt aus eben jenen Ergebnissen sowie eine Auflösung der Religionen, weil deren Stifter mit ihren Lehren als normale Menschen entzaubert werden. Daneben werden Gottesmodelle in den Religionen erläutert und es werden Anknüpfungen an Literatur und Kunst geboten. Zudem wird eine Möglichkeit aufgezeigt, die Gegensätze der Religionen zu überwinden sowie die Notwendigkeit dazu dargelegt mithilfe einer Beschreibung des Zustands des Planeten Erde (weshalb es eben auch Pharisäer sein mussten, an die der Brief gerichtet wurde). Zum Text

Neue Lesart der Religionen

Vier Religionen (Christentum, Judentum, Buddhismus und Islam) beinhalten bereits alle Erkenntnisse, die das Leben ausmachen: Der Mensch hat in einem einzigartigen körperlichen Leben sein Kreuz auf sich zu nehmen (Christentum), beizeiten inne zu halten und sich um Erlösung seiner Seele aus dem Geburtenkreislauf zu bemühen (Buddhismus). Des Weiteren existiert ein göttliches Belohnungs- und Bestrafungssystem (Judentum, Islam), innerhalb dessen entweder die Erlösung (der Seele) zu erfahren ist oder aber diese auf ein späteres Leben verschoben wird. Dass diese gemeinsame Betrachtung religiöser Lehren nie völlig in Vergessenheit geriet, ist Dichtern wie Denkern zu verdanken, besonders aber den Herren Laotse, Hafis, Rumi, Dante, Goethe, Nietzsche und Hesse. Zum Text