Kategorie: Lebensgeschichte

Wie mein Werk entstand

schrieb am 23.05.2018 - Buchvorstellung, Lebensgeschichte, Persönliches, Werbung - 1 Kommentar

Wie mein Werk entstand – aller Anfang ist schwer

Alles begann im zarten Alter von 33 Lenzen (lasse ich die Zeichen seit meinem 15. Lebensjahr außen vor), als ich unentschieden zwischen zwei Frauen „abstürzte“. Im Bewusstsein meiner Erlebnisse, die mich prägten, wollte ich einer von beiden durch die Abtreibung helfen und – half mir damit selbst. In der Zusammenfassung eines Prügelerlebnisses (in dem die Seele gespalten wurde), der deshalb im Nachgang möglich gewordenen Seelenwanderung sowie den Ängsten aus dem Verlust eines nahen Angehörigen erwuchs der erste Teil meines Schriften um die Auflösung einer (von mir weder initiierten noch vorgenommenen) Abtreibung. Ein befreundeter Philosoph wurde in dieser Zeit mein Ansprechpartner und forderte von mir ein klares, philosophisches Denken. Was dem Philosophen am Ende logisch und nachvollziehbar erschien, war und blieb jedoch einem Psychologen ein Rätsel. Denn der befreundete „Seelendoktor“ hinterfragte meine Schriften etwa mit den Worten: „Was hat er sich denn da ausgedacht? Was für ein Quatsch ist das denn?“ Für mich wurden seine Zweifel indes zum Antrieb, meine Überlegungen in Literatur, Religionen und Märchen zu überprüfen.

Wie mein Werk entstand – das „zweite Standbein“

Eine zweite „Auflösungsschiene“ war die Sage(n) vom versunkenen Schloss. Eine mutmaßliche Nonne wurde aus einem Kloster entführt und über Jahre vergewaltigt. Mutmaßlich gebahr sie ihrem Peiniger sogar noch Kinder. Nach ihrem Prozess des Erkennens starb sie dann wohl neben ihm und lächelte im Tode (weil erlöst). Dagegen dürfte er sich dem himmlischen Gericht (so mutmaßlich erkennbar für die Beobachter damals), in abwehrender Haltung zu entziehen, versucht haben. Das Geschehene hat die Menschen in der mündlichen Überlieferung inspiriert, von einem göttlichen Bestrafung des Ritters zu sprechen, was umgekehrt den Prozess der Frau um Erkenntnisse zur Folge gehabt haben muss. Für mich wurde auch diese Arbeit zu einer Auseinandersetzung mit eigener Geschichte, nämlich zu einer um Überforderung. Auf diese Weise jedoch wurde ich vollständig von Belastungen befreit und konnte sodann als Märtyrer um die Abtreibung und Meister um sexuelle Erlebnisse (nur Letzteres wie bei Buddha), breitest aufgestellt, an Literatur, Märchen und Religionen herangehen.

Wie mein Werk entstand – die Berührung mit Literatur

In der Schule mit Literatur in Berührung gekommen, analysierte ich die Schriften Hesses, nachfolgend die Goethes. Ich wurde fündig zum Seelenentscheid zwischen Mystik und Schamanentum in Hesses „Steppenwolf“ und sodann in Goethes „Faust„. Goethe legte im Übrigen seine Schlüsselerlebnisse im „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ dar, während die Auflösung dem „Faust“ vorbehalten blieb. Auch sein Faust nötigte zur Abtreibung und musste diese anschließend selbst auflösen. Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ offenbarte dasselbe Geheimnis und beide zeigten mir weitere Quellen auf. Goethe wies auf Hafis und Rumi, Nietzsche auf den Religionsstifter Zarathustra. Nicht zu erwähnen werden braucht, dass Hesse Goethe verehrte (wie das auch Nietzsche formulierte) und Hesses Lieblingsphilosoph Nietzsche hieß. Mystiker und Meister „erkennen“ eben einander. Den dreien damals wohl unbekannt, eröffnete sich mir zudem das „Tatoteking“ des Laotse, welches inzwischen in einer sinnvollen Übersetzung des Mystikers Erwin Rousselle vorliegt. Dante drängte sich des Weiteren auf, Hermes Trismegistos musste gelesen werden und über Meister Eckharts Überlegungen zu den Meisterschaftsstufen bei Augustinus gelangte ich schließlich zu dessen „Bekenntnissen“. Schon das unqualifizierte Kauderwelsch des niederen Meisters Eckhart hatte mir offenbart, dass Augustinus ein Rätselmeister gewesen sein musste, eine Annahme, die sich schließlich bestätigte. wesentliche Ergebnisse präsentierte ich im Übrigen in einer Arbeit für den Falter. In einer Installation mit schließlich einem Literaturtempel (Rest noch vorhanden) stellte ich Bilder und Überlegungen zur Literatur und die Auswirkungen auf die Hinterlassenschaften der Religionsstifter ein.

Wie mein Werk entstand

Die Himmelsleiter, eine Arbeit für den Falter

Wie mein  Werk entstand – Märchen, Sagen und Religionen

Selbstredend spiegelt das Vorhergesagte nur den ungefähren Ablauf wieder, weil es neben den Schriften der großen Mystiker Weiteres zu entdecken gab. So empfahl mir eine Bekannte, weil sie es sich wünschte: „Mach doch mal was mit Märchen, wenn Dich Sagen interessieren“.  Habe ich auch gemacht und wurde erneut fündig. Ich entdeckte, dass die einfachen Menschen aus dem Volk, ohne Bildung, diesen Weg für sich aufgetan hatten, Einsichten und Weisheiten weiterzugeben. Clarissa Pinkola Estes, Psychologin und Autorin von „Die Wolfsfrau“, hatte Unrecht, als sie meinte, die Brüder Grimm hätten Mystik aus den Märchen entfernt. Sie verstand nur nicht, dass Märchen Berichte über den Erwerb von göttlicher Selbsterkenntnis zum Inhalt haben. Auf solcherlei Arten von Einsichten hatte Estes keinen Zugriff. Und Robert Bly offenbarte überdies in „Der Eisenhans“, wiederum einem Märchen aus der Sammlung der Grimms, dass er ebenso wenig von göttlicher Selbsterkenntnis und göttlicher Erkenntnis verstanden hatte. Beide amerikanische Autoren hatten jedoch über Jahre dafür gesorgt, dass ich um Märchen zunächst einen Bogen geschlagen hatte, bis mich meine Bekannte freundlich, aber bestimmt, dazu aufforderte.

Die Religionen kamen mir natürlich zwischendurch immer wieder unter. Hier zeigte der Abgleich mit Literaten und Märchenerzählern, dass die Stifter nicht alle ihre Erlebnisse verstanden hatten oder ordentlich aufarbeiteten, dass sie zudem den Wert ihrer Erkenntnisse nicht einzuschätzen wussten und deshalb persönliche Offenbarungen verallgemeinerten. Am Ende hielten sie sich noch in fataler Selbstüberschätzung für besonders erwählt. Aus heutiger Sicht empfehle ich daher dringend, sich des Salms der Religionsstifter nur dann anzunehmen, wenn man menschlich, sittlich und moralisch dazu gefestigt ist.

Wie mein Werk entstand – Dinge finden zueinander

Meine Einsichten und Erkenntnisse nahmen über 25 Jahre stringenter Arbeit stetig zu, Gründe immer erneuter Überarbeitungen. So gab es zu Beginn nur eigene Überlegungen, dazu Blicke auf wenige Religionsstifter und kaum Literaten sowie die Sagenauflösung. Inzwischen sind es vier Bücher einer „Wahren Tetralogie“: „Mystisches Deutschland“ beschäftigt sich mit Märchen und Sagen, „“Lebenssinn und Weisheit“ mit überwiegend europäischen Literaten und ausgesuchten Religionsstiftern,  „Grundstrukturen der Religionen“ mit allen Glaubenslehren und „Die Reise in die Seele“ dient nicht nur der Hilfe, sondern ist zugleich ein Nachweis über die eigenen Wege. Lesen Sie also, was auch Sie (psychisch) gesund machen kann, meine Umschau über Märchen, Sagen, Religionen, Literatur und eigene Wege. Alle Bücher gibt es übrigens bei AMAZON.

Soweit man sich im Weiteren über „meine“ Stadtgeschichte wundern mag: Sie ist Ausfluss der Beschäftigung mit den Sage(n). Ich wollte wissen, ob und wie diese zur Stadtgeschichte „passen“. Zudem wollte ich mich mit den Wikipedia-Lemmas und „Langenfeld im Wandel der Zeiten“ in die Geschichte einschreiben. Und neben vielfältiger Beratung und der Gründung der „Künstlergruppe Falter“ gedachte ich, mit Stadtkrimis meine Bekanntheit zu steigern, zugleich das Beziehungsgeflecht der großen Mystiker und deren Wissen vor- und rückwärts aufzuzeigen. Denn mit ihrer Hilfe betreibt sie (die große Mutter) ihre Politik. Lesen Sie hierzu meinen Stadtkrimi „Kruger und die Politik„. Zur Abrundung noch dieser letztgenannten Themen Laotse: „Hört ein hoher Meister von der Führerin des Alls, so wird er angeregt und handelt entsprechend.“ – Wohl erkannt, mein alter chinesischer Freund.

Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil

schrieb am 22.11.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur - Noch keine Kommentare

Die These – Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil – wird mutmaßlich zunächst einmal auf Kopfschütten stoßen. Schließlich kommt Augustinus in Dantes Werk „Göttliche Komödie“ als Leitfigur namentlich nicht vor. Dennoch gibt es nicht nur im dritten Teil namentliche Erwähnungen des Augustinus, sondern zuvor schon klare Hinweise auf den „Kirchenlehrer“, der an die Schwelle zwischen Altertum und Mittelalter lebte und zuletzt als Bischof in Hippo Regio (heute Annaba in Algerien) wirkte. Dante kannte natürlich die Mystik in dessen Werk, wie er im 12 Gesang zum Paradies dem Eingeweihten zu verstehen gab. Doch lassen wir dieses Rätsel außen vor und beschäftigen uns mit den auch Literaturwissenschaftlern verständlichen Textstellen.

Augustinus wurde für zwei Bücher berühmt. Zunächst zu nennen, sind die „Bekenntnisse“, in denen er nicht nur Position für das Christentum bezog, sondern sich dazu als Gott liebender Mystiker zu erkennen gab. Das zweite Werk heißt „Der Gottesstaat“ und zeichnet nach reichlich Kritik an bestehenden Systemen das Bild des von Augustinus erdachten idealen Gemeinwesens. Häufig überlesen wird jedoch, ich komme hier noch einmal auf die Bekenntnisse zurück, seine dort beschriebene Anderswelt-Reise , die bereits die erste Übereinstimmung mit Dante darstellt. Denn der Italiener hofft im ersten Gesang (Hölle), von der Lebensweise des Tieres errettet zu werden. Dafür erfährt er von einem berühmten Weisen, müsse er eine andere Reise vollführen (nicht irgendeine Reise antreten!). Im folgenden Gesang postuliert Dante schließlich: „Ich bin Äneas nicht, ich bin nicht Paulus,“ und nimmt damit meines Erachtens Bezug auf die beiden Werke des Augustinus.

Besehen wir uns das genauer: Äneas war der mythische Gründer Roms. Als dessen Lehrer wiederum verstand man Vergil. Dagegen wird man als spirituellen Lehrer des frühen Christentums Augustinus annehmen müssen. Wenn aber nun Vergil, weil Roms Lehrer für Geschichte und Landwirtschaft, als Leitfigur für eine Andersweltreise auszuscheiden hat, käme dafür nur der spirituelle Lehrer Augustinus in Betracht, der Dante durch die Hölle (zur Selbsterkenntnis) und durchs Fegefeuer (zu göttlicher Selbsterkenntnis) führte.  Den letzten Teil des Wegs zu göttlicher Erkenntnis verrät selbst Augustinus nicht, sodass dieser Teil der Reise von Dante tatsächlich ohne fremde Hilfe gemeistert werden musste.

Und weitere Gedanken aus dem Buch selbst heraus: Kurz bevor Dante von Vergil verlassen wird, wendet sich der Meister (20. Gesang, Fegefeuer) noch einmal an Dante und spricht: „Sei unbesorgt, weil ich dich führe“, und die Umherstehenden antworten: „Gloria in excelsis deo.“ Auch das weist deutlich auf einen Bischof, wie Augustinus, hin und nicht auf Vergil. Zumal der sich vorgeblich noch im übernächsten Gesang auslässt: „Jahrhunderte erneuern sich, Astrea kehrt, es kehrt die Urzeit wieder,“ (nämlich die Zeit ohne Religionen) „und niedersteigt ein neu Geschlecht vom Himmel“ (nämlich das der Rätselmeister). „Durch die ward Dichter ich, durch dich zum Christen.“ Noch einmal: Passt das zu Vergil?

Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil

War Vergil Dantes Leitfigur zur Anderswelt?

Zur Anderweltsreise erfahren wir von Dante, dass es zunächst ein Spiralweg abwärts gewesen sei, anschließend ein Spiralweg aufwärts. Hier verweise ich auf meine Veröffentlichungen in „Die Reise in die Seele„, in denen ich diesen Eindruck in der gleichen Weise beschrieb. Die Seelenspaltung, der Traum mit Styx (Floßfahrttraum, das Himmelstor, Überlegungen zum Pantheismus, die himmlische Führerin, die Wesenheit in drei Personen, all das wird dem Leser meiner Werke (sowie dem Kenner von Goethes Faust, Teil 2) dann schließlich auch bei Dante bekannt erscheinen.

Man könnte die Ausarbeitung weiter fassen und noch mehr Details beleuchten. Es mag an dieser Stelle genügen. Mein Postulat jedenfalls – Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil – dürfte in Anbetracht obiger Aussagen nachvollziehbar werden.

Bliebe an dieser Stelle lediglich, noch den Nachweis anzutreten, dass Augustinus als Leitfigur einer Andersweltreise getaugt hätte. Selbst dazu hatte ich früher bereits ausgeführt, nämlich in „17+4, Kruger und die Politik“ und zugleich die Beziehungen der Rätselmeister untereinander dargestellt. Ich nehme dazu einmal einige Überlegungen aus dem Werk (einem Gespräch darin) heraus:

„Dass es bei Augustinus ebenfalls um die Abtreibung ging, nachdem er selbst eine Frau schwängerte, ergibt sich im 4. Buch, 2. Kapitel. Die erste Prüfung ist für ihn sodann das Herausziehen der männlichen Seele, die er mit dem Tod eines namenlosen Freundes umschreibt. Der Tod der weiblichen Seele in Feuer und Qualm ereignet sich im 5. Buch im 9. Kapitel. Die Wiedergeburt der in Liebe verbundenen Seelenteile erfolgt dann im 7. Buch im 1. Kapitel. Die göttliche Aufnahme der Seele in den Schoss der Großen Mutter beschreibt Augustinus im 6. Buch im 5. Kapitel. In die gleiche Richtung gehen noch Erörterungen zu Pantheismus und Unio Mystica, die wir im 7. Buch, 1. Kapitel beschrieben finden. Im 9. Buch, 6. Kapitel, räumt Augustinus ein, dass er dem Drängen der Mutter nachgab. Im 9. Buch im 12. Kapitel, dass seine ‚Bekenntnisse‘ auslegungsfähig seien. Schließlich gesteht er unumwunden im 10. Buch im 29. Kapitel, dass er für Gott alles täte.“

Das sind einige kurze Notizen, das Gespräch enthält noch einige Details mehr, die hier ausgelassen sind. Aber noch einmal: Augustinus taugte zum Andersweltführer. Mithin möchte es fürderhin gelten: Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil.

Für denjenigen, der mag, noch zur Vertiefung: Augustinus in der Beschreibung des Dante

Inhalt des Faust Teil 1

schrieb am 20.02.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur - Noch keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 1 gehört einer strukturierten Betrachtung unterzogen. So sollte man wissen, dass sich beide Teile des Buchs mit der Auflösung der Abtreibung beschäftigen. Schüler mögen im Übrigen mit den hier dargelegten Einsichten sorgsam umgehen. Denn die meisten Lehrer sind wenig erfreut, mit einer höheren Wahrheit als der ihren konfrontiert zu werden. Zu den drei Handlungsebenen und damit zum Inhalt des Faust Teil 1:

Inhalt des Faust Teil 1

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Auf der ersten Ebene möchte Faust ein Weiser werden. Er bedient sich dazu des Mephisto, um die notwendigen Erlebnisse zu erwerben. Er verführt zunächst ein junges Mädchen, die von ihm schwanger wird. Von ihr dazu zur Rede gestellt, wendet sich Faust auf eine schwammige Gottesvorstellung heraus. Die ob des Kindes gesellschaftlich gebotene Ehe lehnt er somit ab. Faust tummelt sich im Anschluss mit Mephisto zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg, um weiteren Unsinn auzuhecken. Die Lust vergeht ihm, als er die Verführte als Gefangene und Geköpfte unter den Hexen erkennt.

Die nächste Betrachtung gilt der Verführten (Gretchen) selbst. Sie stellt sich ihrer Verantwortung und nimmt dazu (Kerkerszene) alle Schuld auf sich. Stellt sich die Frage, was sie zu verantworten hat? Selbstredend wurde ihre Mutter nicht von ihr vergiftet, sie war nur Dank des Trankes wie tot. Ebenso trieb es nicht Gretchens Bruder einen Degen ins Herz, als Faust seine Schwester sitzen ließ. Es gab stattdessen einen übertragen zu deutenden Stich ins Herz, weil Gretchen ihn gesellschaftlich kompromittierte. Übrig bleibt die Einnahme eines Trankes aus einem Fläschchen, das sie von der Nachbarin erhielt. Selbst wenn vorgeblich ein „von der Gesellschaft ertränktes Kind“ gewesen sein soll, wird wegen des Fläschchens klar, dass Gretchen selbst eine Entscheidung gegen das werdende Leben in ihrem Körper traf. Dafür und für die Enttäuschung von Mutter und Bruder geht sie schließlich „zum Blocksberg“, wo sie von oben ein ihr gewogenes Gottesurteil erfährt, „Ist gerettet“ (Faust Teil 1, Kerkerszene zum Schluss).

Letzte Betrachtung zum Inhalt des Faust Teil 1: Faust „baut nicht nur Mist“ mit Gretchen, die er verführt und sitzenlässt. Er offenbart des Weiteren eines seiner Schlüsselerlebnisse, nämlich eine „Seelenwanderung“, von der er sich leiten lässt und deshalb geradewegs ins Schamanentum befördert wird. Wir erleben hier damit bereits einen ersten Auflösungsversuch, mit dem Faust allerdings scheitert. Im zweiten Teil, weil ihn nämlich das Schamanentum anwidert, wendet er sich deshalb der Mystik zu. Allerdings nimmt er aus der Sackgasse „Schamanentum“ noch eine Einsicht mit: Ihm wird klar, dass Jesus am Kreuz ebenfalls nur schamanisierte und es keine körperliche Wiederauferstehung des Gekreuzigten gab. Das bedeutet für ihn die positive Seite des Scheiterns: Er erlangt ein tieferes Verständnis für das Christentum und erkennt den Irrtum, auf dem es aufgebaut ist. Somit lässt sich zum Inhalt des Faust Teil 1 festhalten, dass eine Frau, die sich wegen des Schwangerschaftsabbruchs an Gott wendet, für die Hinwendung in den Himmel kommt. Zugleich wird das Christentum als Schamanentrug enttarnt.

Nachtrag: Hier wie in jeder Hinsicht gilt: Wenn man sich etwas nicht aus eigener Erfahrung selbst erschließen kann, sollte man jemanden fragen, der sich damit auskennt. Der Unterzeichner etwa wäre so ein Jemand, da er selbst als Mann die Abtreibung auflöste und deshalb wie Goethe oder Nietzsche ein Rätselmeister wurde. Seine Bücher gibt es bei Amazon. Damit zum spannenden Teil 2 des Faust.

Kommentar über Nietzsches Zarathustra

schrieb am 11.12.2016 - Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Literatur, Philosophisches - Noch keine Kommentare

Mein verstorbener Freund Dieter Scholich träumte von einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra. Sein Tod 2002 kam seinen diesbezüglichen Überlegungen dazwischen. Aus heutiger Sicht hätte ich ihm abgeraten, es alleine zu versuchen. Es hätte eher ein Projekt von uns beiden werden können. Denn Nietzsche selbst führte aus, dass er auf mehreren Wegen, nämlich inneren (wie äußeren), zur Erkenntnis gelangte.

Sehr offen spricht er die zwei inneren Wege im Kapitel „Vom Gesicht und Rätsel“, Nummer 2, an, wenn er konstatiert,: „Zwei Wege kommen hier zusammen; die ging noch niemand zu Ende.“ (Es fehlt der Nach-Halbsatz: „weil man sich entscheiden muss“.) Jemand, der um solche Feinheiten weiß, wird den Satz verstehen, der andere nicht. Ich frage Sie: Wissen Sie, um welchen Entscheid es geht? Ich denke nicht, doch schenke ich Ihnen die Antwort: Es geht um den Seelenentscheid zwischen Mystik und Schamanentum, der etwa ebenso Hesse dazu inspririerte, im Steppenwolf zu warnen, nicht die schöne Frau in sich zu töten. Man verbliebe im Magischen Theater. Verstanden? Nun, wir werden das sogleich vertiefen:

Nietzsche selbst führt zum eingangs zitierten unvollkommenen Postulat weiter aus: „Diese lange Gasse zurück; die währt eine Ewigkeit. Und jene lange Gasse hinaus – das ist eine andere Ewigkeit. Sie widersprechen sich, diese Wege; sie stoßen sich gerade vor den Kopf; – und  hier, an diesem Torwege, ist es, wo sie zusammenkommen. Der Name des Torwegs steht oben geschrieben: <Augenblick>“. –

‚Schamanentum’ ist der eine langen Wege, von dem die Menschheit profitierte, als es noch keine Wissenschaften gab, weil Schamanen Geistwissen auf die Erde holten. ‚Mystik’ nennt sich der andere lange Weg von der Erde weg, aus dem Zyklus von Tod und Wiedergeburt der Seele heraus, hin in die Ewigkeit Gottes. Und tatsächlich hat man sich in einem Augenblick zu entscheiden, welcher Seelenteil denn da im Traum „unter die Räder kam“. Es ist das Rätsel, dass am Ende mit einem Traumgesicht „entlohnt“ wird. Und ob man es dann richtig machte, den tumben Jüngling zu opfern, wusste dann auch Hesse, wie oben gesehen.

Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob ein Wissenschaftler tatsächlich in der Lage wäre, ohne Kenntnisse der Bilder eines inneren Leidensprozesses zu erraten, was Nietzsche da beschrieb? Nicht umsonst hielt der Autor selbst sein Buch (Untertitel) „Für alle und keinen“ für das tiefste Buch, das die Menschheit besitzt. – Zu seinem Erkenntnisgang führte er im Übrigen aus: „Selig aber ist der also Schwangere“, weil die Abtreibung die Geheimnisse des Lebens für uns Menschen bereit hält. Zum Schwangerschaftsabbruch selbst aus dem Kapitel „Von alten und jungen Weiblein“: „Alles am Weibe ist ein Rätsel, und Alles am Weibe hat Eine Lösung: sie heisst Schwangerschaft. Der Mann ist für das Weib ein Mittel: der Zweck ist immer das Kind.“ Solche Einsichten können Frauen am eigenen Leib erfahren, Männer müssen sich dazu erst einmal ein Gefühl erarbeiten, wie schwanger zu sein. Aber dann können sie noch viel mehr als Frauen erreichen, denn ihr „Mitleiden“ nennt sich ‚Martyrium’. Noch einmal daher frage ich Sie: Hätte das ein Wissenschaftler nachvollziehen können? Lesen wir solche Einsichten bereits heutzutage in einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra? Hätte es mein Freund Dieter Scholich vielleich am Ende sogar mehr erarahnt als gewusst?

Exkurs zu Dieter Scholich

Ein Kommentar über Nietzsches Zarathustra war sein Traum

Dieter Scholich, Anfang der 1980er in Brandenberg / Tirol

Dieter Scholich war Philosoph und studierte in Düsseldorf. Er legte seine Prüfung einen ganzen Tag lang vor sechs Professoren seiner Fakultät ab, musste zur Prüfung die gesamte Philosophiegeschichte, Theorien, Überlegungen, Diskussionen usw. im Kopf abrufen können und – bestand mit „Sehr gut“ plus. Nach seiner Ansicht (daran hat sich seit seinem Tod noch nichts geändert) dreht sich die Philosophie heute im Kreise. Sie biedert sich mal den Psychologen, mal den Neurologen an, um bei einem Schulterblick womöglich etwas über das Menschsein zu erhaschen. Dieter lehnte dieses Anbiedern kategorisch ab, bevorzugte eine Empfehlung in Richtung Mystik und musste deshalb seine Doktorarbeit einstellen. Ihn, den damals brilliantesten Philosophen Deutschlands, kostete seine Unbeugsamkeit die Karriere und (meine Vermutung) am Ende sogar verfrüht das Leben. Ich bin mir allerdings sicher, er hätte einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra (selbst ohne eigenen Erkenntnisweg) mehr Leben eingehaucht, als Dutzende Philosophen und Literaturwissenschaftler, die aktuell Nietzsche vergewaltigen. Dass er Nietzsche besser verstanden hatte, als seine Wissenschaftler-Kollegen heute, bewies er mit der Theorie, dass eine zur Abtreibung genötigte Frau für „ihr Opfer“ zum Ausgleich göttliche Erkenntnis erhalten müsste. Für mich war das der Zuspruch, in das Martyrium um den Schwangerschaftsabbruch einzusteigen.

Allerdings irrte Dieter auch. Eine solchermaßen belastete Frau erhält für die Auflösung der Abtreibung nur eingeschränkt „göttliche Erkenntnis“. Ihr wesentlicher Gewinn konzentriert sich auf „göttliche Selbsterkenntnis“ (Mord ja/nein und göttliche Aufnahme) und ist zudem im Blick auf das Göttliche beschränkt. Dagegen steht „göttliche Erkenntnis“ im eigentlichen Sinn allein Rätselmeister/Innen offen. Mit anderen Worten: Der Martyrer um die Abtreibung erfährt mehr Weisheit als eine Frau, die für das Ende ihrer seelischen Beschwernis Gott um Erkenntnisse angeht. Das freie Leiden um Einsichten wird folglich mit deutlich vertiefterer Erkenntnis entlohnt. Insgesamt steht hinter der Auflösung aller Schlüsselerlebnisse ein göttliches Belohnungs- und Bestrafungssystem, um das Dieter ahnte und ich weiß.

Doch zurück zum Thema: Dieter hätte mit seinem perofunden Kenntnissen der Philosophie und deren Geschichte sicher einen sehr guten philosophischen Kommentar über Nietzsches Zarathustra verfasst. Dagegen könnte ich mit meinen profunden Kenntnissen über Leidensprozesse einen schamanisch/mystischen Kommentar über Nietzsches Zarathustra schreiben. Zusammen wären Dieter und ich damit jedenfalls ein unschlagbares Team geworden. Es hat nicht sollen sein und ob ich mich einmal an eine solche Aufgabe herantraue, weiß ich derzeit nicht. Was ich allerdings gerne mitgebe, sind Gedanken zu einzelnen Kapiteln des Zarathustra, wie etwa zum Thema „Von Kind und Ehe“. Mir bleibt zu hoffen, da man üblicherweise seelisch noch unfertige Studenten durch den Zarathustra jagd, um sich anschließend professorenseits mit fremden Federn zu schmücken, uns bleiben weitere Dümmlichkeiten zu diesem Buch aus der Ecke der Wissenschaften erspart.

Kopf in Sand stecken

schrieb am 05.11.2016 - Allgemein, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Werbung - Noch keine Kommentare

Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er zunächst nichts begreift. Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er nicht weiß, was ein Schlüsselerlebnis (Kindheitswunder, Knotenpunkt des Lebens) ist. Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er zu Gott noch nie Kontakt hatte und sich das auch nicht vorstellen kann. Dass Menschen dies glauben, resultiert aus Bildung, Erziehung und religiöser Anleitung. Das kommt davon, wenn man stets gesagt bekommt: „Das begreift Du sowieso nicht. Konzentriere Dich auf Deine Fähigkeiten und füge Dich in die Gesellschaft ein.“ Allerdings bleibt dann bis an das Lebensende ein Minderwertigkeitsgefühl. Man steckt den Kopf in den Sand (und flüchtet sich womöglich sich in seine persönliche Parallelwelt).

Auch ich musste mich übrigens erst einmal meiner „geistigen Altlasten“ entledigen, bevor ich kreativ denken konnte. Nichts Großes schien mir vorbestimmt, weil ich aus einfachsten Verhältnissen stammte und nicht über Beziehungen verfügte. Welch schnell vergessenes Wunder war es daher, als ich mich mit 15 dem Himmel andiente, dafür mit 16 das Rätsel um die „Sage vom versunkenen Schloss“ löste und erfuhr, dass ich die Auflösung später einmal schreiben würde. Welch rasch verdrängtes Wunder war es, als ich mit 22 einen ersten Leidensprozess um die Bewusstwerdung der „Kindheitswunder“ führte und dafür im Traum ein Buch gezeigt bekam, welches ich ungläubig als mein Werk präsentiert erhielt. Welch befremdlicher Gedanke, als ich Silvester auf 1994 plötzlich im Kopfe hatte, jetzt geht’s los usw. Kein einziges Mal hielt ich es für möglich, dass tatsächlich ich gemeint war. Ich, ein einst sehr durchschnittlicher Schüler mit „verkorkstem Examen“. Später ein kleiner Schadensachbearbeiter, der reichlich Mühe hatte, seinen Job irgendwie hinzubekommen. Ja, das war mein Gefühl zu mir selbst, ein „Looser“, einzig geboren, den Kopf in Sand zu stecken. So jedenfalls dachte ich über mich.

Selbst als ich bereits schrieb und ich auf die himmlische Frage, für wen das Alles, spontan entschied: „Für die ganze Welt“, selbst da zweifelte ich noch daran, ob ich tatsächlich derjenige sein sollte, die Welt alleine zu durchdenken und Menschen eines Tages anzuleiten. Man hatte mir mein Selbstwertgefühl ordentlich zerstört, mir zuvor mein Rückgrat gebrochen und mich dann als Müll ausgekotzt. So war ich völlig überrascht, wohl schon im Prozess, als eines Nachts im Traum das Gesicht eines verstorbenen Freundes vor mir auftauchte. Er sah mich völlig belämmert an und bedurfte offenbar meines Zuspruchs – vor dem göttlichen Gericht. Ich hörte mich spontan „Nein“ sagen und wachte darüber erschrocken auf. Ich hatte auf dem Bauch geschlafen, jedoch sein Gesicht derart real vor meinem geistigen Auge gehabt, als stände er direkt vor mir. „Was hast Du getan?“, war die bange Frage, die das im Schlaf abgenötigte „Nein“ in mir auslöste. – „Kölsch Klaus“ nannten wir ihn übrigens, einen taffen Sportsmann, von Beruf Betriebswirt mit herausragenden Mathematik und Inormatik-Kenntnissen, der allerdings stets vehement Gott und Seele negiert hatte. Er wurde sogar böse, wenn jemand in seiner Gegenwart von Glauben oder Gott erzählte. „Ich bin Mathematiker, das All ist Mathematik und Physik und sonst ist da nichts.“ So oder so ähnlich klangen seine Worte. Mit dem geschilderten Erlebnis jedenfalls wurde mir erstmals bewusst, dass mein Urteil zählt, wenn auch nicht hier. Doch mir wurde klar, dass ich es in jedem Falle nicht mehr nötig habe, trotz meiner Herkunft und meiner Niederlagen, den Kopf in Sand zu stecken.

Kopf in Sand stecken - keine gute Idee

Metaphysik-Literatur-Installation, eine Anleitung zu Gott und Seele

Was ich Ihnen damit sagen möchte: Haben Sie den Mut, bei Gott und Ihrer Seele selbstständig zu denken. Haben Sie den Mut, sich aufzumachen. Haben Sie den Mut, sich selbst zu begegnen und Ihre Seele zu entwickeln, so wie ich es in der „Großen Falter-Installation“ beschrieben habe. Haben Sie auch dem Mut, der Gebärerin Ihrer Seele zu begegnen. Eines Tages – nach Ihrem Ableben – wird Ihnen das ohnehin blühen.

Sie müssen also nicht vor sich selbst den Kopf in Sand stecken. Wenn Ihnen noch Einsichten zuteil werden können, wenn sie sich noch in diesem Leben etwas verdienen möchten, wenn Sie sich eine bessere Basis verschaffen wollen, dann tun Sie es. Wir brauchen hier jeden, der sich nicht in eine Parallelwelt flüchtet, sondern seine Kreativität für unser aller Gemeinwohl einzusetzen bereit ist (selbst wenn uns Parallelwelten in Büchern, Film und Fernsehen immer wieder für Stunden Freude bereiten). Also bitte: Übertreiben Sie es nicht. Bleiben Sie bodenständig, offenen Herzens und wachen Verstandes.

Unsterblichkeit der Seele

schrieb am 16.10.2016 - Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte - Noch keine Kommentare

Spannendes Thema und für viele schlicht nicht vorstellbar ist die Unsterblichkeit der Seele. So unterhielt ich mich jüngst mit dem dunklen Helmut, Mitbegründer des Falter, selbst Autor, Maler, Grafiker, Webdisigner und Buchgestalter, zudem Freund, über die Metaphysik-Literatur-Installation sowie meine Dokumentation dazu auf unserer Webseite IG-KLM. Mit (wie häufig) einem kaum deutbaren spöttischen Zug lobte er einerseits meine Arbeit, um alsdann zu postulieren: „Da werden sich noch einige Leute wundern, wenn das Licht ausgeht und es dunkel bleibt“.

Unsterblichkeit der Seele

Metaphysik-Literatur-Installation, Metaphsyisches zu Gott und Seele

Ja, Herr Dunkel. So fiel mir zu seinem Satz zunächst einmal nicht mehr ein als meine Selbstzweifel während des Prozesses, ob es sich bei den Überlegungen zur Unsterblickeit der Seele, zu Tod und Wiedergeburt nicht um einen genetischen Defekt aller Indogermanen handeln könnte. Auffallend nämlich ist, dass besonders viele Religionsstifter, Literaten und Erzähler gehaltvoller Märchen aus eben jener Bevölkerungsgruppe stammen. Man würde mit dieser Überlegung jedoch zumindest Laotse und Hermes Trismegistos Unrecht tun, denn beide waren Rätselmeister und keine Indogermanen. (Übrigens sind die 17 Bücher des Hermes Trismegistos wohl eher christlich verfälscht als reine Fälschungen von Christen, denn sie enthalten derart viele Hinweise auf ein zugrunde liegendes mystisches Werk, dass man sogar erkennt, welche Meisterschaftsstufe der Ursprungsverfasser erreicht haben muss.)

Erst zu Hause fiel mir dann der Widerspruch in Helmuts Postulat auf: Wie kann jemand merken, dass es dunkel bleibt, wenn es dunkel bleibt? Er muss doch zumindest etwas merken, nämlich dass es Licht werden sollte, wo es dunkel bleibt. Und wenn er noch etwas merkt, kann es mit der Existenz einer Lichtgestalt in uns nicht zu Ende gegangen sein. Schade, dass mir der Gedanke nicht eher kam, ich hätte ihn zur Unsterblichkeit der Seele gerne vorgetragen. Es blieb im Übrigen in der Zwischenzeit nicht bei dieser einen guten Idee, allmählich (mein Prozess liegt nun auch schon Jahre zurück) folgten Erinnerungen an Erlebnisse, die ich einmal vortragen möchte.

So lebte mein Vater in Belgien, persönlichen Kontakt zu ihm hatte ich seit meinem dritten Lebensjahr nicht mehr. Eines Abends und wie sich herausstellte, zwei Tage nach seinem Tod, rief mich die belgische Polizei an. Man setzte mich von seinem Tod in Kenntnis und forderte mich im gleichen Atemzug auf, mich nächsten Tags um sein Begräbnis zu kümmern, selbstredend belgische Vorschriften, sonst müsse er verbrannt werden. Da ich mich nicht von jetzt auf gleich freimachen konnte, gab ich die Einwilligung zur Einäscherung (übrigens ein sehr „nettes“ Telefonat). Kurz darauf, damals war ich noch Raucher und das auf dem Balkon, sah ich spät abends auf dem Spielplatz eine heulende, vollschwarze Gestalt, die ich zunächst für eine islamische Frau hielt. Allmählich dämmerte es mir jedoch, dass es sich um eine Seele handeln müsse, weil kein Gesicht zu erkennen war. Schließlich begriff ich, dass es die Seele meines Vaters sein musste. Er durfte offenbar nicht ohne meinen Zuspruch gehen, weil er meine Familie (und auch mich) zurückgelassen hatte. Da er (meinem Bruder und) mir in einem Brief seine metaphysische Entwicklung kundgetan hatte (findet sich in „Die Reise in die Seele“), konnte ich ihm den gewünschten Zuspruch geben. Diesbezüglich hatte er nämlich alles richtig gemacht, worauf sich die schwarze Gestalt ungehend entfernte. Bei seiner Totenfeier nun gab es zwei Lager, einmal diejenigen, die seinen Leichnam nur noch einmal am Tage vor seiner Einäscherung sahen und jene, die der Einäscherung beiwohnten. Letztere bezeugten, dass er im Tode gelächelt habe. Dies jedenfalls wäre ohne eine Unsterblichkeit der Seele nicht denkbar.

Und noch eine zweite Geschichte kam mir in den Sinn, nicht direkt zur Unsterblichkeit der Seele, sondern nur indirekt. Als ich 2006 arbeitssuchend war und jede Menge Bewerbungen an Versicherungen in Köln versandt hatte, erhielt ich eines Morgens die Audition: „Ich will nicht, dass Du in Köln arbeitest. Da lernst Du die falsche Frau kennen.“ Für einen Mystiker ist das im Grunde nichts Aufregendes. Die Chefin will nicht, dass ihre guten Absichten mit den Menschen dieser Erde von einer dummen Gans unterminiert werden. Es war für mich nur insofern enttäuschend, als dass mir damit gleich bewusst wurde, alle Anstrengungen in Richtung Köln nur für das Arbeitsamt unternommen zu haben, denn selbstredend erhielt ich aus der Domstadt nur Absagen. Am Rande notiert, liebe Düsseldorfer, habt Euch nicht zu früh gefreut: Die Audition bedeutet nämlich nicht, dass alle Kölnerinnen nicht zu gebrauchen wären, Es wäre nur eben eine falsche Frau geworden, was es göttlicherseits zu verhindern galt. Und liebe Kölner: Da ich nun erneut in Düsseldorf arbeite, bedeutet der Spruch ebenso wenig, dass keine Düsseldorferin je mein Herz würde anrühren können, weil sie allesamt nichts taugen. Damit zurück zum Thema: Chefin hin, Chefin her, die Mutter unserer Seelen ließe nicht sammeln, wenn es sie nicht gäbe. Das hat zur Folge, dass es eben nicht dunkel bleibt und hinsichtlich der Unsterblichkeit der Seele, dass unser Leben eine göttliche Prüfung im Zyklus von Tod und Wiedergeburt der Seele ist.

Mir ist natürlich bewusst, dass es sich oben nur um zwei nette Geschichten handelt, die für den skeptischen Leser nichts beweisen. Für mich jedoch, der sie erlebt hat, sind es Beweise (neben einer Vielzahl anderer), die mich von der Existenz Gottes überzeugen und mir die Unsterblichkeit der Seele nachweisen. Was im Übrigen meine Person anbelangt, weil „mir solche komischen Sachen passieren“, so bin ich einer der wenigen namentlich fassbaren Rätselmeister in der Menschheitsgeschichte und stelle es Ihnen anheim, wenn sie es denn möchten, mehr dazu herauszufinden. Fangen Sie ruhig mit meinem Namen an…

Homosexualität und Mystik

schrieb am 27.08.2016 - Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Philosophisches - 1 Kommentar

Was könnten Homosexualität und Mystik miteinander gemein haben? Dazu die spannende Frage: Lässt sich Homosexualität vielleicht mit mystischen Einsichten erklären? Zwei Ebenen werden uns bei dem Versuch einer Antwort näher beschäftigen. Das wird zum einen die Schlüsselerlebnisebene sein und zum anderen die Auflösungsschiene. Dazu vorweg bemerkt, beschäftigt sich Mystik unter anderen  mit Schlüsselerlebnissen, also den wichtigen Erlebnissen im Leben eines Menschen. Solche Begebenheiten werden aufgespürt, danach aufgearbeitet und  schließlich in Weisheit verwandelt.

Beginnen wir mit den (oft unerkannten und verdrängten) Wendepunkten im Leben. Bei meiner Suche in mir nach Schlüsselpunkten in meiner Kindheit erinnerte ich mich an ein „homoerotisches Erlebnis“. Damals „schwänzelte“ ich kurz mit einem anderen kleinen Jungen. Uns beiden langte diese kurze erotische Erfahrung, die uns Spaß bereitete. Doch weder er noch ich ließen uns später davon leiten. Es drängte sich mir auch nie der Wunsch nach Wiederholung auf, sodass das Schwänzeln eine Episode ohne Wirkung blieb. Daraus schließe ich, dass Homosexualität nicht von einem einzelnen „Knotenpunkt im Leben“, wie man Schlüsselerlebnisse auch nennt, abhängig ist. Vielmehr könnte es in dem berichteten Fall sogar lediglich eine „Art Abfrage“ gewesen sein, ob eine entsprechende sexuelle Neigung vorhanden ist.

Darüber hinaus sind mir aus der Auflösung von Schlüsselerlebnissen im Zusammenhang mit dem Tod, insbesondere der Abtreibung und dem Martyrium, Zeiten teilweiser oder völliger Seelenlosigkeit bekannt. (Hafis: „Bin ich lebend ohne Leben, mag es Wunder dich nicht nehmen, denn wer würd‘ der Trennung Stunden rechne zum Betrag des Lebens.“) Bekannte literarische Beispiele aus Deutschland sind zwei Märchen der Brüder Grimm: Hinsichtlich von Tod und Wiedererweckung des männlichen Seelenteils ist es das Märchen „Der treue Johannes“ und hinsichtlich Tod und Wiedergeburt beider Seelenteile die Erzählung „Der Trommler„.  Übrigens handelt es sich beim Martyrium mit Wiedergeburt beider Seelenteile nach einer Zeit ohne Seele (wie es Hafis oben beschreibt) um die Zusammenführung mehrerer Erlebnisse, damit die Abtreibung aufzulösen, doch ohne selbst abgetrieben zu haben. Goethe wäre dazu zu erwähnen, der im „Wilhelm Meister“ die Erlebnisse schildert, die er schließlich im Faust auflöst. Doch zurück zum Thema Homosexualität und Mystik.

Kein Ausgangspunkt für Homosexualität und Mystik

Die Seele verlässt den Körper, um ihre Hülle (den Körper) zu betrachten

Aus meiner Leidenszeit zur Auflösung der Erlebnisse ist mir noch eine Zeit nur mit weiblichem Seelenteil erinnerlich. Damals fühlte ich mich, wie es Nina Hagen formulierte, „unbeschreiblich weiblich“. Mit den Märchen der Brüder Grimm erklärt, ist das mit dem toten Johannes (dem Tod der männlichen Seele) zu vergleichen. Mit dem „Ableben“ wird eine Zeit totaler Weiblichkeit ermöglicht, bevor „Der treue Johannes“ wiedererweckt wird. Kernaussage des Märchens ist denn auch: „Gräme Dich nicht, der männliche Seelenteil ist nur kurz weg und du bekommst ihn wieder.“ In punkto Homosexualität und Mystik hätte die Begründung der Homosexualität aus der Auflösung von Erlebnissen daher bedeuten müssen, dass ich mich mit nur der weiblichen Seele vermehrt zu Männern hätte hingezogen fühlen müssen. Doch genau das Gegenteil war der Fall. Ich fühlte mich mit einem Male unter Frauen viel wohler. Damals hatte ich echte Freundinnen, zumindest für die kurze Zeit, bis die auch noch die weibliche Seele in mir ausgebrannt wurde. Vergleichen Sie dieses totale Ausbrennen bitte mit dem Märchen „Der Trommler“, wo dieses weitere Sterben der verbliebenen weiblichen Restseele mit der völligen Vernichtung des Waldes durch Feuer umschrieben wird (eine der Aufgaben des Jünglings). Mir kommen im Übrigen bei Niederschrift dieser Zeilen tiefe Zweifel, ob solche Überlegungen Transsexuellen helfen könnten. Im Grunde wird man mystische Auflösungsprozesse für alle sexuelle Neigungen ausschließen müssen, damit also keine Verbindung von Homosexualität und Mystik, von Transsexualität und Mystik oder irgendetwas anderem mit Mystik

Somit zu den wenigen und leider schmalen Ergebnissen: Homosexualität wird, wenn sie überhaupt einem Schlüsselerlebnis (mit) entwachsen sein sollte, (auch) nicht aus mystischer Vorgehensweise mit Verlust eines Seelenteils heraus angestoßen. Homosexualität und Mystik (auch Transsexualität und Mystik) haben nichts mit der Dualität von Seele gemein und gehen deshalb nicht auseinander hervor. Auszuschließen sind aufgrund der göttlichen Abkunft der Seele des Weiteren Ursachen aus der Natur des Göttlichen heraus, selbst wenn sich Gott in der direkten Schau als Frau offenbart, denn Gott ist in der Tiefe eine Trinität aus Frau-Mann und Liebe. Damit bleiben nur andere Ursachen für sexuelle Orientierungen, so etwa Gene, Erziehung, gesellschaftliche Gründe etc. Für genetische Gründe allerdings wäre ich der falsche Ansprechpartner. Mein Beritt sind neben religiös und damit gesellschaftlich bedingten Orientierungen tiefe seelische Einsichten.

Mystik Pepe und Mord ?

schrieb am 28.04.2016 - Allgemein, Lebensgeschichte, Literatur, Philosophisches - Noch keine Kommentare

Gehen ‚Mystik Pepe und Mord‘ zusammen, sprich: gelangte ich über einen Mord zur Erkenntnis? Schon manches Mal wurde ich das gefragt, nämlich welche Schlüsselerlebnisse meinem Erkennen zugrunde lagen. Uns in diesem Zusammenhang vermute schon mancher einen Mord als Ausgangspunkt des Leidens. Nein Herrschaften, nichts dergleichen, denn Gott würde nicht mit einem Mörder zusammenarbeiten, weil sich jener von göttlicher Aufnahme weiter entfernte, als dass er sich Aufnahme nach diesem Leben verdiente. „Der gewalttätig Balkenstarke erlangt nicht seinen eigenen Tod“, dichtete hierzu der chinesicsche Spruchdichter Laotse vor 2.600 Jahren, und meinte damit den Verdienst des Austritts aus dem Geburtenkreislauf.

Statt der unsinnigen Frage ‚Mystik Pepe und Mord?‘ liegen der Rätselmeisterschaft ein Prügelerlebnis, eine Seelenwanderung sowie der Verlust eines nahen Angehörigen zugrunde. Alle drei Erlebnisse werden im Leiden zusammengeführt, die Abtreibung aufzulösen. Denn diese bietet in einem Erlebnis erstens die Last, zweitens ein „Seele rein raus“ sowie drittens eine Anmutung zum Tod, mithin die Inhalte der drei vorgenannten Erlebnisse. Von den gleichen drei Erlebnissen berichtete übrigens auch Goethe im „Wilhelm Meister“. Seine Erinnerungen bettete er ein in das banale Dasein einer Theatergruppe, diese als Sinnbild einer vorgeblich realen Welt (in der wir alle leben).

Doch zurück: Darüber hinaus galt es, sich wie Buddha mit einem Erlebnis gegen die sexuelle Selbstbestimmung herumzuschlagen. Am Rande notiert, wie es Nietzsche im Zarathustra anschnitt, nämlich nebenbei zum „Abkühlen“. Denn zur Auflösung einer „Vergewaltigung“ (selbst einer „Kopfgeburt“), ebenso von Tötungsdelikten, bedarf es keinem „Sterben, bevor man stirbt“. Übrigens werden Ergebnisse letzterer (Mord, Notwehr etc.) von Betroffenen „kostenfrei“ vorgetragen, denn von Frauen, die um das Thema „Abtreibung“ leiden, bekommen „Mörder“ in der Regel keine Antworten. Ein Grund dafür ist das dem Leiden immanente Schweigen. Andererseits sieht kaum jemand eine Notwendigkeit, sich der eigenen Sprachlosigkeit zu erwehren. Ausgenommen davon sind Rätselmeister, denn bei ihnen geht es ja um die Fortentwicklung der Menschheit, weshalb sie „Reden“ und „Erklärungen abgeben“ können müssen.

Noch einmal: Auf zwei verschiedenen Schienen gelangte ich zur Erkenntnis. Als Mann mit eigenen Erlebnissen, um die Abtreibung leidend, und zudem – der Abkühlung wegen – auf Buddhas „glorreichem“, mittleren Weg. Da ich zudem nicht zur Abtreibung nötigte, war Ersteres zugleich ein reines Martyrium, dies gegenüber dem „gewöhnlichen“ Mitleiden noch einmal mit zusätzlichen Einsichten belohnt. Dazu gehörten neben Einsichten um das Wesen des Göttlichen, einer Trinität von Frau-Mann-Liebe mit Schwerpunkt auf einer „Führerin des Alls“ (einer Erden- oder Weltenmutter, wie auch immer), zugleich eben solche Einsichten in alle anderen Basis-Prozesse um Schlüsselerlebnisse. Das bietet den Vorteil, die Grundzüge des gesamten göttlichen Belohnungs- und Bestrafungssystem herausarbeiten zu können. Also weit entfernt von ‚Mystik Pepe und Mord‘.

Dieses Wissen erlaubt es anschließend, aufgrund der aus allen Prozessen bekannten göttlichen Selbsterkenntnisse, im Umkehrschluss aus bislang verschlossenen Prozessen Einsichten zu extrahieren und diese wiederum zweifelsfrei Schlüsselerlebnissen zuzuordnen. Weiß ich etwa, was bei Vergewaltigung „herauskommt“, komme ich dahinter, wie ein Vergewaltigungsopfer tickt und wie es sich mit göttlicher Selbsterkenntnis sein Weltbild „strickt“, und so weiter. Damit können verschiedene Meisterschaftsstufen identifiziert sowie Literatur, Märchen und Religionen auf einzelne Knotenpunkte des Lebens zurückgeführt werden. So entpuppte sich Buddha eben als mittlerer Meister, als nämlich das Opfer eines Erlebnisses um die sexuelle Selbstbestimmung, dagegen Moses oder auch Mohammed als niedere Meister, deren Ausgangspunkte des Erkennens in Notwehrtaten lagen. Bedeutet im Weiteren natürlich, dass man die Lehren der Religionsstifter allesamt dorthin stellen kann, wohin sie gehören. Und mit dieser Aussage noch einmal zurück zur Eingangsfrage: Könnte es also doch die Kombi ‚Mystik Pepe und Mord‘ gewesen sein? Nein Herrschaften, solche Einsichten, bitteschön, gewährt Gott keinem Mörder, keinem Menschen, der sich von göttlicher Aufnahme durch seine Tat weiter entfernte, als wenn er das Töten gelassen hätte.

Astrophysik, Schamanismus, Mystik

schrieb am 08.02.2016 - Allgemein, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Philosophisches - Noch keine Kommentare

Astrophysik, Schamanismus, Mystik – geht das überhaupt zusammen? Spartenübergreifend waren Astrophysik, Psychologie, Hirnforschung, Computerspiele und Religion Themen der Sendereihe „Mysterien des Weltalls“, die im ZDF-Info-Kanal am 07.02.2016 ausgestrahlt wurde. Versteckt gehörten jedoch ebenso Schamanismus und Mystik dazu. Denn immer dort, wo die Wissenschaften in Bereiche von Seele und Gott und damit zu den Fragen des wahren Lebens vordringen, überschreiten sie häufig (unbewusst) Grenzen. Ganz offenbar hat dies nicht selten weitreichende Konsequenzen für die Probanden zur Folge, wie ich mit einigem Erschrecken feststellen musste.

Relativ unproblematisch sind natürlich Untersuchungen zum Aufbau der Materie, selbst wenn die Spuren von Antimaterie in und unter uns zunächst einmal Unbehagen bereiten. Schließlich reagieren diese besonders heftig und lösen sich bei Kontakt miteinander in pure Energie auf. Recht witzig fand ich zudem die Vorstellung, dass wir aus Teilchen bestehen, die keine Ausdehnung haben und daher unsichtbar sind. Im Grunde sind wir wohl nur ein Konglomerat aus vier verschiedenen Kräften, die miteinander in Wechselwirkung treten. Erfreulicherweise haben die kleinsten Teilchen, die Quarks, dann jedoch Masse, sodass ich meiner Waage trauen darf. Eine Higgs-Diät könnte ich mir dazu vorstellen, bei der ich mich nur von einigen besonders schweren Teilchen trennen muss, um ordentlich abzunehmen. Doch Scherz beiseite: Viel interessanter fand ich, dass wir aus Sternenstaub bestehen und damit recht genau dem Weltbild des Schamanen Mani entsprechen. Er vertrat neben einem radikalen Dualismus von Gut und Böse, Licht und Finsternis, Geist und Materie die Auffassung eines Kampfes von Lichtteilchen aus der Finsternis. Darüber hinaus geht es in seiner Lehre um (dann allerdings eher mystische) Überlegungen einer Rückkehr der Teilchen zum Licht. Mithin finden sich bei ihm, schon vor 1.800 Jahren, neben mystischen Erfahrungen, Überlegungen zum Urknall, zu Materie und Antimaterie sowie zur Herkunft unserer Atome aus den Exoplosionen von Supernovae. Das darf man spannend finden: Ein Schamane, der um 220 nach Christus bereits zu solch tiefgreifenden Einsichten gelangte. Allein Bewusstseins-Informationen etwa aus Mikrotuboli, also Strukturen unserer Zellen, die womöglich mit dem Universum verschränkt sind, werden es wohl kaum gewesen sein.

Ich mutmaße, Mani griff auf ein im All vorhandenes Wissen zu, sodass er bereits auf einfachste Weise die Bereiche Astrophysik, Schamanismus, Mystik vereinen konnte. Zugleich gab er über Raum und Zeit hinaus Antworten auf weitere Fragen, nämlich auf solche hinsichtlich eines Schöpfers des Alls, einer Seele sowie dem Sinn des Lebens. Selbstredend muss ich mich als Mystiker dazu nicht Erkenntnissen der Wissenschaften bedienen, ist mit schließlich bekannt, dass wissenschaftliche Ansätze dazu nicht taugen. Dennoch war es für mich aufschlussreich, was sich Wissenschaftler aufgrund ihrer Forschungen zu den Fragestellungen überlegten. So vermuten manche Astrophysiker aufgrund der Möglichkeiten, alles mathematisch erfassen zu können, in ihren Formeln das Wirken eines Schöpfergottes. Hirnforscher glauben im Gehirn Gott zu entdecken und Computerwissenschaftler vermuten eine virtuelle Welt, weil sie in der künstlichen Intelligenz Parallelen zu unserer Denkweisen finden. Sie könnten sich Gott etwa als Wesen hinter einer „Welt am Draht“ vorstellen. Damit gäbe es mehrere Modelle, die einen Schöpfer wahrscheinlich erscheinen lassen.

Astrophysik, Schamanismus, Mystik - übergreifendes Denken bedarf fundierter Kenntnisse aller Bereiche

Die Seele verlässt den Körper, um ihre Hülle (den Körper) zu betrachten

Allerdings bliebe noch ein weiterer Aspekt der Lehre Manis, zu erhellen: Seine Vorstellung von der Notwendigkeit, sich als Lichtteilchen auf der Erde zu vervollkommnen. Die Voraussetzung dafür wäre natürlich die Existenz eines himmlischen Richters/einer eben solchen Richterin, sodass Gott und Seele für mich untrennbar zueinander gehören. Wissenschaftler sehen das teils anders, trennen und ordnen dann aber doch Dinge zueinander, die sie anderen Bereichen entnommen zu haben glauben. Doch langsam: Für Materialisten ist Seele natürlich kein Thema, da sie ohne Nachweis einer „Lichtgestalt“ grundsätzlich deren Existenz in Zweifel ziehen. Für viele andere Forscher ist Seele eine bloße Verknüpfung von Nervenzellen und Hirnforscher glauben teilweise an ein ausschließlich reines Ideengewebe.

Ein Professor namens Michael Persinger nahm sich dann auf seine Weise der Frage einer Existenz Gottes an – und landete mit einem tatsächlichen „Nachweis von Seele“ und einer Seelenwanderung seiner Probandin im Schamanismus. Er selbst sprach allerdings anschließend, ohne Kenntnis dessen, was er da tat, von durch ihn generierten „Gotteserfahrungen“. Im Einzelnen: Seine, dann auch in der Sendung interviewte Probandin „Domenica“, erfuhr zunächst nur, dass sie an einem Experiment für „Entspannung“ teilnähme. Sodann stimulierte er mittels Magnetspule in einem (von ihm so genannten) „Gotteshelm“ den rechten Temporallappen in ihrem Gehirn. Während das linke Äquivalent des Gehirns offenbar für Sprache und Bilder zuständig ist, ist er auf der rechten Seite der Sitz für außerkörperliche Erfahrungen. Prof. Persingers interviewte Probandin berichtete danach jedoch nicht von einem Schauen der höchsten Wesenheit, sondern von fünf gesichtslosen Gestalten, die ihr nicht sonderlich Freude bereiteten. Auch erzählte sie von einem Feuer, dem sie sich ausgesetzt sah. Im Gegensatz zu einem früheren, ersten Mal, wo eine außerkörperliche Erfahrung als angenehm empfunden wurde, trat sie nun wohl nur noch halb aus sich heraus. Was war geschehen?

Wenn sich Prof. Persinger im Komplettpaket mit Astrophysik, Schamanismus, Mystik auseinandergesetzt hätte, hätte er erkennen können, dass seine Probandin beim ersten Mal eine (mystische) Seelenwanderung vollzogen hatte, die sie zugleich als angenehm empfand. Eine Frage, die sich der Forscher in diesem Zusammenhang hätte stellen müssen: Verfügt die Schwesternschülerin etwa aufgrund eines frühkindlichen Prügelerlebnisses über eine leicht aufspaltbare Seele und – welcher Seelenteil reiste? Beim zweiten Mal war es dann das „Spiel mit dem Feuer“, das die Probandin auch genau so wahrnahm. Denn die fünf gesichtslosen Gestalten verweisen nicht auf Gott, sondern auf schamanisches Reisen, insbesondere auf die schamanischen Schutzgeister, die Schamanen bei ihren Reisen zu begleiten haben. Nicht also eine „Gotteserfahrung“ generierte er, sondern er stürzte seine Probandin womöglich in das Schamanentum, damit eine „heiße Initiationen“, die zugleich wie Feuer empfunden wird. War das also eine tatsächlich „entspannende Übung“?

Für mich ist diese Art der Forschung ohne Kenntnis der Feinheiten von Schamanismus und Mystik mit großen Bedenken behaftet, denn wenn man sich mit den beiden Wegen zur Erkenntnis nicht auskennt. Man wirft Menschen, die sich einem anvertrauen, womöglich um Jahre oder sogar um ein ganzes Leben zurück. Ich würde mich das an Stelle eines unbedarften Wissenschaftlers nicht trauen. Ohnehin hielt ich es für sinnvoller, die bereits vorhandenen Erkenntnisse aus mehreren tausend Jahren Kulturgeschichte aufzuarbeiten, anstatt mit problematischen Experimenten Mitmenschen in die Irre zu leiten. Zudem – und das ist für viele ja noch wichtiger als das Seelenheil eines x-beliebigen Mitmenschen – damit sinnlos Geld zu verschleudern. Also fasst man besser sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch die Erfahrungen der alten Wege strukturiert zusammen zu ‚Astrophysik, Schamanismus, Mystik‘.

Zu Mani bliebe anzumerken, dass neben seinen „astrophysikalischen Grundkenntnissen“ auch seine mystischen Einsichten von einer „Zwischenstation“ Kenntnis zu geben scheinen, aus der heraus er sich mit Einsichten bediente und die im berichteten Falle zugleich die Heimat der „fünf noch gesichtslosen Schutzgeister Domenicas“ gewesen sein könnte. Die alten Ägypter nannten es das „Zwischenreich des Ach“, in dem alle noch der Vervollkommnung zustrebenden Seelen zwischen zwei körperlichen Existenzen „geparkt“ werden. Und das scheint zugleich eine Station zu sein, in der es keine Zeitachse in dem uns bekannten Sinne zu geben scheint. Im Grunde wissen wir dank solcherlei Überlegungen zur Religions- und Kulturgeschichte schon seit Jahrtausenden, um was es geht. Da bleibt mir nur zu hoffen, dass Prof. Persingers Probandin „Domenica“ ohne seelische Blessuren davonkam. Zugleich möchte ich dem Wunsch Ausdruck verleihen dürfen, dass künftige Forschergenerationen wieder zu lesen lernen und dies bitte nicht allein in ihrer Fachliteratur.

Lesen sie auch den Beitrag zur Stringtheorie

Lebenssinn, Vertrauen und Zuversicht

schrieb am 11.12.2015 - Allgemein, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Philosophisches, Politik - Noch keine Kommentare

Eine Bekannte, in wirtschaftlich ausgezeichneten Verhältnissen lebend und Mutter mehrerer Kinder (letztere sind für vele ja schon der „Sinn des Lebens“), zeigte kürzlich „moralische Anwandlungen“. Inzwischen wieder berufstätig, reichten ihr auf einmal die errungenen wirtschaftlichen Erfolge sowie die Weitergabe des eigenen Erbgutes nicht mehr aus. Sie erkannte wohl, dass es tiefergehende Fragen an sich selbst gibt, die erstens zu finden und zweitens zu beantworten sind. Doch Herrschaften: Auch wenn mystische Einsichten und göttliche Aufnahme es erfordern, für diesen Teil der Entwicklung „selbst zu brennen“, gibt es dennoch keine Gewähr, dass man, über alle seelischen Existenzen hinweg, dieses finale Ziel bereits in diesem (körperlichen) Leben erreichen kann.

Zunächst ein Exkurs zur mehrfachen Existenz: Selbstredend erlebt niemand seine körperliche Existenz mehrfach, es wird nur die Seele als unsterblicher Teil des Menschen wiedergeboren. Diese Auffassung des „Man lebt nur einmal“ ist allein dazu geeignet, sich eine (inzwischen marode) Welt untertan zu machen. Abgeleitet wurde diese Ansicht des nur einmaligen Lebens übrigens im Jahre 553 aus der einmaligen körperlichen Existenz des Jesus. Nur wenn Jesus, so die Überlegung damals, für Erkenntnisse mehrfach im Stall geboren worden wäre und mehrfach hätte ans Kreuz geschlagen werden müssen, wäre damit die mehrfache Existenz eines jeden Menschen nachgewiesen. Dass man mit diesem Unsinn allein eine körperliche und selbstredend keine seelische Betrachtung anstellte, blieb den „Super-Philosophen“ und Kirchenpolitikern entweder verborgen oder aber sie blendeten es – der Politik willen – aus. Eine seelische Vervollkommnung, um den Bogen zurück zu spannen, tritt nur über mehrere körperliche Existenzen in verschiedenen Körpern und an verschiedenen Orten ein. Damit zurück zum Thema.

Als ich im Juni 2002 in China weilte, lernte ich in Xi’an einen Monteuer aus dem Schwabenland kennen. Er arbeitete für eine Firma, die nach der Montage einer Maschine noch die Mitarbeiter der Kundin auszubilden hatte. Nachdem sich dafür vorgesehene Arbeiter als unfähig erwiesen, nämlich in einem Produktionsschritt zwei Knöpfe gleichzeitig zu drücken, sollte die Maschine zurück nach Europa. Begründung: „Maschinn kaputt“. Nach langem Hin und Her und einiger Überredungskunst willigte die Firmenleitung schließlich ein, jeden Mitarbeiter an der Maschine zu testen. Tatsächlich fanden sich nur drei unter 250 Arbeitern, die es schafften, beide Knöpfe zum richtigen Zeitpunkt gleichzeitig zu drücken. Auf meine Frage, was er denn dazu denke, antwortete der Monteur, dass er glaube, dass die Chinesen zumeist „Junge Seelen“ seien, die diese Fertigkeit noch nicht aufweisen würden. Sofort hakte ich nach: Dass er dies glaube, als Katholik zumal, mit der Lehre der einmaligen Existenz, würde mich doch mehr als überraschen. Er gestand mir dann ein, dass ihn diese Einsicht einige Überwindung kostete, er sich auf die Geschehnisse aber sonst keinen Reim machen könnte.

Weil wir nicht alleine waren, denn mehrere meiner Mitreisenden saßen mit am Tisch, fragte ich in die Runde, was denn die anderen von der Geschichte halten würden. Ich erhielt von allen die gleiche Einschätzung, obwohl ich in der Gruppe das einzige „Nordlicht“ war. Der Rest war aus dem Süden, kirchlich verwurzelt, katholisch erzogen und mit der Lehre einen einmaligen Existenz aufgewachsen. Doch hatten wir alle bereits zehn Tage China hinter uns und sahen auf gemeinsame Erlebnisse mit Chinesen zurück. Da hatte sich ein Jeder seine Gedanken über sich und die Einwohner des bereisten Landes gemacht, was nun ohne Absprache auf den Tisch kam. „Reisen bildet“, lautet ja ein bekannter Spruch, dem Immanuel Kant Einsichten hinzufügte, die wir in der Geschichte oben widergespiegelt finden. Er postulierte: „Das Reisen bildet sehr; es entwöhnt von allen Vorurteilen des Volkes, des Glaubens, der Familie, der Erziehung. Es gibt den humanen duldsamen Sinn, den allgemeinen Charakter. Wer dagegen nichts sah, was ihn in der Sphäre, worin er lebt, umgibt, hält leicht alles für notwendig und einzig in der Welt, weil es in seiner Heimat dafür gilt.“

Was lernen wir nun aus alledem? Zum Einen gibt es eine einmalige körperliche Existenz, aus der wir jedoch keine einmalige seelische Existenz ableiten dürfen. Zum Anderen finden wir, je nach Anzahl gelebter Leben, nicht bereits alle Fähigkeiten und Fertigkeiten in uns ausgebildet. Manches erschließt sich uns erst in späteren Existenzen. Deshalb gilt es, mit dem zufrieden zu sein, was sich uns in diesem Leben bietet. Es hat keinen Sinn sich zu grämen, wenn man nicht alles versteht und sich nicht bereits in diesem Leben göttliche Aufnahme verdienen kann. Es gilt, mit Gottvertrauen in die Zukunft zu sehen und sich über gute Taten eine gute Ausgangsbasis für ein kommendes Leben zu schaffen. Es gilt zudem, allen Menschen diese Möglichkeiten zu eröffnen, also für Nahrung, Kleidung, Wohnung und Bildung weltweit zu sorgen. Und es gilt, die Erde für viele Generationen in einen lebenswerten Planeten zurück zu verwandeln, also das Klima zu retten und den „Saustall“ hier richtig aufzuräumen. Schließlich sollte jeder Mann und jede Frau über die äußeren Umstände sowie entsprechende Bildung in die Lage versetzt sein, mit Selbstvertrauen die wichtigste Lebensaufgabe zu meistern. Vor dem Hintergrund, vermutlich noch nicht im finalen Leben angelangt zu sein, würde ich meiner Bekannten empfehlen, erst einmal zu entspannen. Denn das Leiden kündigt sich an und man kann sich dann über einen längeren Zeitraum hinweg überlegen, ob das eigene Selbst- und Gottvertrauen bereits ausreichen, für den Prozess. Übers Knie brechen, lässt sich nichts, was andererseits einer Lektüre der „Wahren Tetralogie“ dennoch nicht im Wege stehen sollte.

 

Nachtrag 1: Mit meinem Vortrag zum Sinn des Lebens, für Erkenntnisse und seelische Aufnahme brennen zu müssen, ändert sich für einen großen Prozentsatz unserer Bevölkerung nichts (oder zumindest nicht viel). Selbst für diejenigen, die meine Überlegungen strikt zurückweisen, ändert sich nichts – oder doch fast nichts. Denn die meisten Menschen interessieren sich ja ohnehin nicht für tiefergehende Fragen zur eigenen Existenz. Sie arbeiten nicht an sich, egal wer was vorträgt, sondern vegetieren vor sich hin, fragen allenfalls auf dem Sterbebett: „War das alles?“ Und das bleibt ihnen ja. Ebenso bleibt ihnen die Ungewissheit über die weitere seelische Existenz, also alles wie gehabt. Sie können dazu auch weiterhin mit fetten Autos durch die Gegend gurken, Dilldopp-TV gucken, Planeten leerfressen und alles kaputtmachen: Für sie gibt es nichts Neues, vielleicht zwischendurch eine Einsichts-Sekunde, dass diese Art des Lebens voll Scheiße ist – was man sich aber auch schon vorher hätte denken können. Schließlich reden wir nicht erst seit gestern davon, dass wir in kürzester Zeit auf der Nordhalbkugel sämtliche Ressourcen verbrauchen, die Umwelt zerstören, das Klima irreparabel schädigen, Böden, Luft und Gewässer verseuchen und so weiter. Die Verursacher dieser sinnlosen Zerstörung sind vor allem jene Mitmenschen, die ihren Spaß und/oder ihren Profit über das Gemeinwohl stellen. Weil sich aber für eben jene nichts ändert, braucht man mir umgekehrt ebenso wenig Vorhaltungen zu machen, nur weil ich den Einsichtigen unter meinen Mitmenschen von meinen Erfahrungen, Erkenntnissen sowie den Vergleichen mit den Aufassungen von Dichtern, Denkern, Märchenerzählern und Religionsstiftern berichte. Also Ihr Pappnasen: Konstruktive Kritik gerne, jedoch haltet Euch mit Angriffen sonstiger Art zurück. Und wo Ihr als Ignoranten bleibt, „geht mir dann mal am Popo vorbei“.

Nachtrag 2: Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben: Ich gehöre zu gut nur einer Handvoll Rätselmeister, die in der Geschichte der Menschheit namentlich fassbar wurden. Für Erkenntnisse gab ich (wie jene) beide Seelenteile aus; der erste wurde mir aus der Brust gezogen, der zweite mir in meinem Körper ausgebrannt. Nach einer Zeit der Seelenlosigkeit wurde meine Seele mit weiteren Erkenntnissen in meinen Körper zurückgeboren. Deshalb kenne ich seit zwanzig Jahren sowohl meine Lebensaufgabe wie auch meine Bestimmung. Daneben absolvierte ich im Übrigen mit sexuellen Erlebnissen die mittlere Meisterschaft, wie diese uns von alten Hindu-Meistern, dem Mahavira oder auch Buddha vorgestellt wurde. Darüber hinaus sammelte ich bereits zeitgleich göttliche Selbsterkenntnisse aus allen Meisterschaftsstufen hinzu. Wenn Sie also nun statt meiner einen anderen „Lehrer“ vor sich haben, so prüfen Sie ihn mit einer Frage, die Sie gerne an mich richten dürfen, ob er nämlich mit seinem Seelenheil persönlich vor Gott die Verantwortung dafür übernimmt, dass seine Lehre der Wahrheit entspricht. Fragen Sie das jedoch bitte keinen Idioten, der die Tragweite seiner Antwort nicht zu erfassen imstande ist.

Neuere Artikel »