Kategorie: Buchvorstellung

Wie mein Werk entstand

schrieb am 23.05.2018 - Buchvorstellung, Lebensgeschichte, Persönliches, Werbung - 1 Kommentar

Wie mein Werk entstand – aller Anfang ist schwer

Alles begann im zarten Alter von 33 Lenzen (lasse ich die Zeichen seit meinem 15. Lebensjahr außen vor), als ich unentschieden zwischen zwei Frauen „abstürzte“. Im Bewusstsein meiner Erlebnisse, die mich prägten, wollte ich einer von beiden durch die Abtreibung helfen und – half mir damit selbst. In der Zusammenfassung eines Prügelerlebnisses (in dem die Seele gespalten wurde), der deshalb im Nachgang möglich gewordenen Seelenwanderung sowie den Ängsten aus dem Verlust eines nahen Angehörigen erwuchs der erste Teil meines Schriften um die Auflösung einer (von mir weder initiierten noch vorgenommenen) Abtreibung. Ein befreundeter Philosoph wurde in dieser Zeit mein Ansprechpartner und forderte von mir ein klares, philosophisches Denken. Was dem Philosophen am Ende logisch und nachvollziehbar erschien, war und blieb jedoch einem Psychologen ein Rätsel. Denn der befreundete „Seelendoktor“ hinterfragte meine Schriften etwa mit den Worten: „Was hat er sich denn da ausgedacht? Was für ein Quatsch ist das denn?“ Für mich wurden seine Zweifel indes zum Antrieb, meine Überlegungen in Literatur, Religionen und Märchen zu überprüfen.

Wie mein Werk entstand – das „zweite Standbein“

Eine zweite „Auflösungsschiene“ war die Sage(n) vom versunkenen Schloss. Eine mutmaßliche Nonne wurde aus einem Kloster entführt und über Jahre vergewaltigt. Mutmaßlich gebahr sie ihrem Peiniger sogar noch Kinder. Nach ihrem Prozess des Erkennens starb sie dann wohl neben ihm und lächelte im Tode (weil erlöst). Dagegen dürfte er sich dem himmlischen Gericht (so mutmaßlich erkennbar für die Beobachter damals), in abwehrender Haltung zu entziehen, versucht haben. Das Geschehene hat die Menschen in der mündlichen Überlieferung inspiriert, von einem göttlichen Bestrafung des Ritters zu sprechen, was umgekehrt den Prozess der Frau um Erkenntnisse zur Folge gehabt haben muss. Für mich wurde auch diese Arbeit zu einer Auseinandersetzung mit eigener Geschichte, nämlich zu einer um Überforderung. Auf diese Weise jedoch wurde ich vollständig von Belastungen befreit und konnte sodann als Märtyrer um die Abtreibung und Meister um sexuelle Erlebnisse (nur Letzteres wie bei Buddha), breitest aufgestellt, an Literatur, Märchen und Religionen herangehen.

Wie mein Werk entstand – die Berührung mit Literatur

In der Schule mit Literatur in Berührung gekommen, analysierte ich die Schriften Hesses, nachfolgend die Goethes. Ich wurde fündig zum Seelenentscheid zwischen Mystik und Schamanentum in Hesses „Steppenwolf“ und sodann in Goethes „Faust„. Goethe legte im Übrigen seine Schlüsselerlebnisse im „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ dar, während die Auflösung dem „Faust“ vorbehalten blieb. Auch sein Faust nötigte zur Abtreibung und musste diese anschließend selbst auflösen. Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ offenbarte dasselbe Geheimnis und beide zeigten mir weitere Quellen auf. Goethe wies auf Hafis und Rumi, Nietzsche auf den Religionsstifter Zarathustra. Nicht zu erwähnen werden braucht, dass Hesse Goethe verehrte (wie das auch Nietzsche formulierte) und Hesses Lieblingsphilosoph Nietzsche hieß. Mystiker und Meister „erkennen“ eben einander. Den dreien damals wohl unbekannt, eröffnete sich mir zudem das „Tatoteking“ des Laotse, welches inzwischen in einer sinnvollen Übersetzung des Mystikers Erwin Rousselle vorliegt. Dante drängte sich des Weiteren auf, Hermes Trismegistos musste gelesen werden und über Meister Eckharts Überlegungen zu den Meisterschaftsstufen bei Augustinus gelangte ich schließlich zu dessen „Bekenntnissen“. Schon das unqualifizierte Kauderwelsch des niederen Meisters Eckhart hatte mir offenbart, dass Augustinus ein Rätselmeister gewesen sein musste, eine Annahme, die sich schließlich bestätigte. wesentliche Ergebnisse präsentierte ich im Übrigen in einer Arbeit für den Falter. In einer Installation mit schließlich einem Literaturtempel (Rest noch vorhanden) stellte ich Bilder und Überlegungen zur Literatur und die Auswirkungen auf die Hinterlassenschaften der Religionsstifter ein.

Wie mein Werk entstand

Die Himmelsleiter, eine Arbeit für den Falter

Wie mein  Werk entstand – Märchen, Sagen und Religionen

Selbstredend spiegelt das Vorhergesagte nur den ungefähren Ablauf wieder, weil es neben den Schriften der großen Mystiker Weiteres zu entdecken gab. So empfahl mir eine Bekannte, weil sie es sich wünschte: „Mach doch mal was mit Märchen, wenn Dich Sagen interessieren“.  Habe ich auch gemacht und wurde erneut fündig. Ich entdeckte, dass die einfachen Menschen aus dem Volk, ohne Bildung, diesen Weg für sich aufgetan hatten, Einsichten und Weisheiten weiterzugeben. Clarissa Pinkola Estes, Psychologin und Autorin von „Die Wolfsfrau“, hatte Unrecht, als sie meinte, die Brüder Grimm hätten Mystik aus den Märchen entfernt. Sie verstand nur nicht, dass Märchen Berichte über den Erwerb von göttlicher Selbsterkenntnis zum Inhalt haben. Auf solcherlei Arten von Einsichten hatte Estes keinen Zugriff. Und Robert Bly offenbarte überdies in „Der Eisenhans“, wiederum einem Märchen aus der Sammlung der Grimms, dass er ebenso wenig von göttlicher Selbsterkenntnis und göttlicher Erkenntnis verstanden hatte. Beide amerikanische Autoren hatten jedoch über Jahre dafür gesorgt, dass ich um Märchen zunächst einen Bogen geschlagen hatte, bis mich meine Bekannte freundlich, aber bestimmt, dazu aufforderte.

Die Religionen kamen mir natürlich zwischendurch immer wieder unter. Hier zeigte der Abgleich mit Literaten und Märchenerzählern, dass die Stifter nicht alle ihre Erlebnisse verstanden hatten oder ordentlich aufarbeiteten, dass sie zudem den Wert ihrer Erkenntnisse nicht einzuschätzen wussten und deshalb persönliche Offenbarungen verallgemeinerten. Am Ende hielten sie sich noch in fataler Selbstüberschätzung für besonders erwählt. Aus heutiger Sicht empfehle ich daher dringend, sich des Salms der Religionsstifter nur dann anzunehmen, wenn man menschlich, sittlich und moralisch dazu gefestigt ist.

Wie mein Werk entstand – Dinge finden zueinander

Meine Einsichten und Erkenntnisse nahmen über 25 Jahre stringenter Arbeit stetig zu, Gründe immer erneuter Überarbeitungen. So gab es zu Beginn nur eigene Überlegungen, dazu Blicke auf wenige Religionsstifter und kaum Literaten sowie die Sagenauflösung. Inzwischen sind es vier Bücher einer „Wahren Tetralogie“: „Mystisches Deutschland“ beschäftigt sich mit Märchen und Sagen, „“Lebenssinn und Weisheit“ mit überwiegend europäischen Literaten und ausgesuchten Religionsstiftern,  „Grundstrukturen der Religionen“ mit allen Glaubenslehren und „Die Reise in die Seele“ dient nicht nur der Hilfe, sondern ist zugleich ein Nachweis über die eigenen Wege. Lesen Sie also, was auch Sie (psychisch) gesund machen kann, meine Umschau über Märchen, Sagen, Religionen, Literatur und eigene Wege. Alle Bücher gibt es übrigens bei AMAZON.

Soweit man sich im Weiteren über „meine“ Stadtgeschichte wundern mag: Sie ist Ausfluss der Beschäftigung mit den Sage(n). Ich wollte wissen, ob und wie diese zur Stadtgeschichte „passen“. Zudem wollte ich mich mit den Wikipedia-Lemmas und „Langenfeld im Wandel der Zeiten“ in die Geschichte einschreiben. Und neben vielfältiger Beratung und der Gründung der „Künstlergruppe Falter“ gedachte ich, mit Stadtkrimis meine Bekanntheit zu steigern, zugleich das Beziehungsgeflecht der großen Mystiker und deren Wissen vor- und rückwärts aufzuzeigen. Denn mit ihrer Hilfe betreibt sie (die große Mutter) ihre Politik. Lesen Sie hierzu meinen Stadtkrimi „Kruger und die Politik„. Zur Abrundung noch dieser letztgenannten Themen Laotse: „Hört ein hoher Meister von der Führerin des Alls, so wird er angeregt und handelt entsprechend.“ – Wohl erkannt, mein alter chinesischer Freund.

Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil

schrieb am 22.11.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur - Noch keine Kommentare

Die These – Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil – wird mutmaßlich zunächst einmal auf Kopfschütten stoßen. Schließlich kommt Augustinus in Dantes Werk „Göttliche Komödie“ als Leitfigur namentlich nicht vor. Dennoch gibt es nicht nur im dritten Teil namentliche Erwähnungen des Augustinus, sondern zuvor schon klare Hinweise auf den „Kirchenlehrer“, der an die Schwelle zwischen Altertum und Mittelalter lebte und zuletzt als Bischof in Hippo Regio (heute Annaba in Algerien) wirkte. Dante kannte natürlich die Mystik in dessen Werk, wie er im 12 Gesang zum Paradies dem Eingeweihten zu verstehen gab. Doch lassen wir dieses Rätsel außen vor und beschäftigen uns mit den auch Literaturwissenschaftlern verständlichen Textstellen.

Augustinus wurde für zwei Bücher berühmt. Zunächst zu nennen, sind die „Bekenntnisse“, in denen er nicht nur Position für das Christentum bezog, sondern sich dazu als Gott liebender Mystiker zu erkennen gab. Das zweite Werk heißt „Der Gottesstaat“ und zeichnet nach reichlich Kritik an bestehenden Systemen das Bild des von Augustinus erdachten idealen Gemeinwesens. Häufig überlesen wird jedoch, ich komme hier noch einmal auf die Bekenntnisse zurück, seine dort beschriebene Anderswelt-Reise , die bereits die erste Übereinstimmung mit Dante darstellt. Denn der Italiener hofft im ersten Gesang (Hölle), von der Lebensweise des Tieres errettet zu werden. Dafür erfährt er von einem berühmten Weisen, müsse er eine andere Reise vollführen (nicht irgendeine Reise antreten!). Im folgenden Gesang postuliert Dante schließlich: „Ich bin Äneas nicht, ich bin nicht Paulus,“ und nimmt damit meines Erachtens Bezug auf die beiden Werke des Augustinus.

Besehen wir uns das genauer: Äneas war der mythische Gründer Roms. Als dessen Lehrer wiederum verstand man Vergil. Dagegen wird man als spirituellen Lehrer des frühen Christentums Augustinus annehmen müssen. Wenn aber nun Vergil, weil Roms Lehrer für Geschichte und Landwirtschaft, als Leitfigur für eine Andersweltreise auszuscheiden hat, käme dafür nur der spirituelle Lehrer Augustinus in Betracht, der Dante durch die Hölle (zur Selbsterkenntnis) und durchs Fegefeuer (zu göttlicher Selbsterkenntnis) führte.  Den letzten Teil des Wegs zu göttlicher Erkenntnis verrät selbst Augustinus nicht, sodass dieser Teil der Reise von Dante tatsächlich ohne fremde Hilfe gemeistert werden musste.

Und weitere Gedanken aus dem Buch selbst heraus: Kurz bevor Dante von Vergil verlassen wird, wendet sich der Meister (20. Gesang, Fegefeuer) noch einmal an Dante und spricht: „Sei unbesorgt, weil ich dich führe“, und die Umherstehenden antworten: „Gloria in excelsis deo.“ Auch das weist deutlich auf einen Bischof, wie Augustinus, hin und nicht auf Vergil. Zumal der sich vorgeblich noch im übernächsten Gesang auslässt: „Jahrhunderte erneuern sich, Astrea kehrt, es kehrt die Urzeit wieder,“ (nämlich die Zeit ohne Religionen) „und niedersteigt ein neu Geschlecht vom Himmel“ (nämlich das der Rätselmeister). „Durch die ward Dichter ich, durch dich zum Christen.“ Noch einmal: Passt das zu Vergil?

Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil

War Vergil Dantes Leitfigur zur Anderswelt?

Zur Anderweltsreise erfahren wir von Dante, dass es zunächst ein Spiralweg abwärts gewesen sei, anschließend ein Spiralweg aufwärts. Hier verweise ich auf meine Veröffentlichungen in „Die Reise in die Seele„, in denen ich diesen Eindruck in der gleichen Weise beschrieb. Die Seelenspaltung, der Traum mit Styx (Floßfahrttraum, das Himmelstor, Überlegungen zum Pantheismus, die himmlische Führerin, die Wesenheit in drei Personen, all das wird dem Leser meiner Werke (sowie dem Kenner von Goethes Faust, Teil 2) dann schließlich auch bei Dante bekannt erscheinen.

Man könnte die Ausarbeitung weiter fassen und noch mehr Details beleuchten. Es mag an dieser Stelle genügen. Mein Postulat jedenfalls – Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil – dürfte in Anbetracht obiger Aussagen nachvollziehbar werden.

Bliebe an dieser Stelle lediglich, noch den Nachweis anzutreten, dass Augustinus als Leitfigur einer Andersweltreise getaugt hätte. Selbst dazu hatte ich früher bereits ausgeführt, nämlich in „17+4, Kruger und die Politik“ und zugleich die Beziehungen der Rätselmeister untereinander dargestellt. Ich nehme dazu einmal einige Überlegungen aus dem Werk (einem Gespräch darin) heraus:

„Dass es bei Augustinus ebenfalls um die Abtreibung ging, nachdem er selbst eine Frau schwängerte, ergibt sich im 4. Buch, 2. Kapitel. Die erste Prüfung ist für ihn sodann das Herausziehen der männlichen Seele, die er mit dem Tod eines namenlosen Freundes umschreibt. Der Tod der weiblichen Seele in Feuer und Qualm ereignet sich im 5. Buch im 9. Kapitel. Die Wiedergeburt der in Liebe verbundenen Seelenteile erfolgt dann im 7. Buch im 1. Kapitel. Die göttliche Aufnahme der Seele in den Schoss der Großen Mutter beschreibt Augustinus im 6. Buch im 5. Kapitel. In die gleiche Richtung gehen noch Erörterungen zu Pantheismus und Unio Mystica, die wir im 7. Buch, 1. Kapitel beschrieben finden. Im 9. Buch, 6. Kapitel, räumt Augustinus ein, dass er dem Drängen der Mutter nachgab. Im 9. Buch im 12. Kapitel, dass seine ‚Bekenntnisse‘ auslegungsfähig seien. Schließlich gesteht er unumwunden im 10. Buch im 29. Kapitel, dass er für Gott alles täte.“

Das sind einige kurze Notizen, das Gespräch enthält noch einige Details mehr, die hier ausgelassen sind. Aber noch einmal: Augustinus taugte zum Andersweltführer. Mithin möchte es fürderhin gelten: Dantes Leitfigur war Augustinus, nicht Vergil.

Für denjenigen, der mag, noch zur Vertiefung: Augustinus in der Beschreibung des Dante

Sie fanden nicht zueinander

schrieb am 24.10.2017 - Allgemein, Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Werbung - Noch keine Kommentare

Sie fanden nicht zueinander könnte über Goethes Faust, Nietzsches Zarathustra oder auch über meinem Werk und unseren Lesern stehen. Denn offenbar werden mystische Texte in ihrer Tiefe nicht verstanden. Wir wollen heute deshalb einen Leseversuch unternehmen mittels Nietzsches Kommentar zu Goethes Faust. Der Leser mag diesen bitte aufmerksam aufnehmen und dem Text mit Empathie begegnen. Damit zu Nietzsches Text:

„Die Faust-Idee. – eine kleine Näherin wird verführt und unglücklich gemacht; ein großer Gelehrter aller vier Fakultäten ist der Übeltäter. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugegangen sein? Nein, gewiss nicht! Ohne die Beihilfe des leibhaftigen Teufels hätte es der große Gelehrte nicht zustande gebracht. – Sollte dies wirklich der größte deutsche >tragische Gedanke< sein, wie man unter Deutschen sagen hört? – Für Goethe war aber auch dieser Gedanke noch zu fürchterlich; sein mildes Herz konnte nicht umhin, die kleine Näherin, >die gute Seele, die nur einmal sich vergessen<, nach ihrem unfreiwilligen Tode in die Nähe der Heiligen zu versetzen; ja selbst den großen Gelehrten brachte er, durch einen Possen, der dem Teufel im entscheidenden Augenblick gespielt wird, noch zur rechten Zeit in den Himmel, ihn, >den guten Menschen< mit dem >dunklen Drange<: – dort im Himmel finden sich die Liebenden wieder. – Goethe sagt einmal, für das eigentlich Tragische sei die Natur zu konziliant gewesen.“

Wenn Sie den Text einmal aufnehmen, ohne an die üblichen (Vor-) Urteile über Nietzsche zu denken: Dann stimmen Sie mir womöglich zu, dass Nietzsche hier mit Einfühlungsvermögen sowie mit Verständnis und Nachsicht für das Handeln der Beteiligten formuliert. Schauen wir uns Nietzsches Statement daher etwas genauer an: Faust verführt mittels Einflusses des Teufels das Gretchen, die aus lauter Verzweiflung ihre Leibesfrucht abtreibt.  Faust sieht in der klassischer Walpurgisnacht die Reuende, ohne sie erreichen zu können. Sie ist zu den „Heiligen“ aufgestiegen. Die junge Frau wird nämlich ob ihrer Hinwendung in den Himmel aufgenommen (siehe dazu auch meine Ausarbeitung zu Faust, Teil 1). Der anschließend dem Humunkulus in der Phiole folgende Faust wird im zweiten Teil des Dramas selbst errettet (siehe auch hierzu meine Arbeit zu Faust, Teil 2). Dort seien die zwei (auf der Erde ungleichen) Liebenden wieder vereint, wobei die Qualität dieser Vereinigung offen bleibt. Denke ich an das Liebespaar, würde ich meinen, sie fanden nicht zueinander.

Zu schnell? Dann noch einmal: Eine Näherin treibt ab und stirbt „den kleinen Tod des Seelchens“ in der Walpurgisnacht, nimmt also den klassischen, alten Auflösungsweg. Faust folgt ihr auf ebenfalls klassischem Wege, der jedoch ein anderer als der des Gretchens ist. Er hat ja auch nicht abgetrieben, sondern gab nur die Veranlassung, weil er nämlich Gretchen mit ihrer Leibesfrucht sitzen ließ. Weil die Natur in dieser Sache zu konziliant sei, lässt Nietzsche Goethe anschließend konstatieren, bleibt die Tragik aus und verkehrt sich in ihr Gegenteil: Beide kommen in den Himmel. – Verlacht oder verhöhnt Nietzsche nun diese Vorstellung? Nein, er zeigt stattdessen Verständnis, weil er – wie man es im „Zarathustra“ nachlesen kann – selbst diesen Weg beschritt: „Alles am Weibe ist ein Rätsel, und alles am Weibe hat eine Lösung: sie heißt Schwangerschaft“, oder an anderer Stelle: “ Selig ist der also Schwangere“, der damit selbst die Abtreibung auflösen und sich für diesen Weg einen „Homunkulus in der Phiole“ denken muss.

Nietzsche und Goethe verband das Wissen, dass die Abtreibung vor Gott-Frau straffrei ist und sich Frau und Mann für ihren Leiden, nämlich den kleinen Tod bevor sie sterben, göttliche Aufnahme verdienen können. Nietzsche sprach beim kleinen Tod, der von Gott geborenen Seele, von „Gott ist tot.“ Nietzsche war daher wie Goethe und etliche andere Literaten ein Mystiker. „Einen Rätselrater und Erlöser des Zufalls“ bezeichnete er sich selbst und meinte doch nur einen Rätselmeister, einen ihrer „Gotteskrieger„. Rätselmeister waren und sind Menschen, die nicht für eine Kirche oder sonst einen Menschen, sondern direkt und unmittelbar für Gott arbeiten. Manche kann man an ihrer Beschreibung des Auflösungsweges entdecken, manche andere machten mit ihrer Weisheit aus dem Auflösungsweg um die Abtreibung Politik. Sie fanden nicht zueinander, muss also keine unabänderliche Wendung des Schicksals bleiben, man kann auch Rätselmeistern (statt tumben Religionsstiftern) nachfolgen. Dann wird man im schlimmsten Falle nur wie ein Religionsstifter und kommt dennoch in den Himmel. Und wenn es gut läuft? Dann finden wir zueinander und verändern gemeinsam die Welt.

Sie fanden nicht zueinander - oder doch noch?

17+4 – Kruger & die Politik

Ein Hinweis noch in eigener Sache: Im Anschluss an meinem neuen Stadtkrimi  finden Sie im Kapitel 17 von „17+4 – Kruger und die Politik“, nach Enttarnung des Kirchenlehrers Augustinus, noch einen Abriss, wie Gott mit Rätselmeistern Einfluss nahm auf die Entwicklung der Menschheit. Dann wird schließlich auch die Kirche zu ihr und Augustinus noch zugestehen müssen: Sie fanden nicht zueinander.

Und zu guter Letzt noch zu meinem Buchangebot bei Amazon.

Inhalt des Faust Teil 2

schrieb am 20.02.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Literatur - Noch keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 2 beschäftigt sich erneut mit der Auflösung der Abtreibung. Dieses Mal ist es Faust selbst, der Gretchen nachzuziehen hat. Er nutzt dazu eine erneute Initiation zum Wechsel auf die mystische Seite. Der Autor zum Wechsel:

Anaxagoras  (nach einer Pause feierlich)

Konnt’ ich bisher die Unterirdischen loben,
So wend’ ich mich in diesem Fall nach oben…
Du! droben ewig unveraltete,
Dreinamig-Dreigestaltete,
Dich ruf’ ich an bei meines Volkes Weh,
Diana, Luna, Hekate!
Du Brust-Erweiternde, im Tiefsten-Sinnige,
Du Ruhig-Scheinende, Gewaltsam-Innige,
Eröffne deiner Schatten grausen Schlund,
Die alte Macht sei ohne Zauber kund!

Nach Verlass auf die Manneskraft mit nachfolgendem Scheitern als Schamane darf nicht verwundern, dass sich Faust nun auf seine weibliche Seite einlassen will. Als erstes Erlebnis erfolgt deshalb das Herausziehen der männlichen Seele zum Ende des ersten Aktes. Dies, so Goethe, entwickelt sich in einem „alten Tempelbau“, was im Grunde den eigenen Körper bezeichnet. Heraus tritt der schöne Paris, die männliche Seele des Faust. Im anschließenden zweiten Akt finden wir Faust deshalb zunächst malad im Bett vor, weil ihn der Prozess ordentlich erschöpfte.

Inhalt des Faust Teil 2

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Die nun folgenden Szenen durchlebt Faust in den Frauenwelten, wobei ihm der getötete Fötus als „Homunculus in der Phiole“ zur Sinnbild und Leitstern des eigenen Strebens um Erkenntnisse wird. Ob Mummenschanz, griechische Götterwelt oder nochmals dem Versuch einer „Anbiederung (Kriegszug) an die Männerwelt“, Faust bleibt ein Weiterkommen zunächst verwehrt, weil er die weibliche Seele in sich zu entwickeln hat. Erst zur Mitte des fünften Aktes kann er schließlich Fortentwicklung vermelden. Im Rahmen der Grablegung wird ihm verbliebene weibliche Restseele ausgebrannt.

Zum Ende des fünften Aktes erfolgt dann mit der Wiederbeseelung (Dialog von Pater Seraphicus und den seligen Knaben von innen) das Ende des mystischen Erkenntnisprozesses, das Goethe zu einem Bittwort nutzt: „Jungfrau, Mutter, Königin bleibe gnädig“, mit anderen Worten: Gott-Frau, bleibe mir bitte gewogen. Damit wird klar, dass sich Faust schließlich ebenso erretten kann, wie es bereits Gretchen im ersten Teil für sich erfuhr.

Lassen wir den Autor zum Gang der Ereignisse und damit zum Inhalt des Faust Teil 2 noch einmal selbst zu Wort kommen:

 Sprich nur dich selbst aus, wird schon Rätsel sein (Selbsterkenntnis).
Versuch’ einmal dich innigst aufzulösen (Trennung der Seelenteile):
Dem frommen Manne nötig wie dem bösen (Kommentar überflüssig).
Dem ein Plastron, asketisch zu rapieren (Plastron=Brustpanzer, Rapieren = ausbeinen, bedeutet Herausziehen der männlichen Seele),
Kumpan dem andern, Tolles zu vollführen (Ausbrennen der weiblichen Seele),
Und beides nur, um Zeus zu amüsieren (für göttliche Aufnahme).

Das Resümmee zum Inhalt des Faust Teil 2: In beiden Teilen des Faust geht es um die Auflösung der Abtreibung, wobei beide Adepten für sich „Göttliche Aufnahme“ dank seelischer Entwicklung vermelden dürfen. Der Gang der Eireignisse ist bei Männern allerdings härter und deshalb mit mehr Erkenntnissen verbunden, weshalb nicht Faust allein Hohe Meisterschaft, sondern Rätselmeisterschaft vermelden darf.

Nachtrag: Gleiches wie für den Faust gilt für Friedrich Nietzsche und sein Buch „Also sprach Zarathustra“. Weiß man nicht, dass es um die Auflösung der Abtreibung geht, um tote, von Gott geborene Seelenkörper und im übertragenen Sinne getötete Gottesbilder, scheitert man mit der Interpretation hoffnungslos. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang zudem auf die Märchen „Der Trommler“ bei den Brüdern Grimm sowie „Die Schlange im brennden Wald“ und „Der Jüngling im Feuer und die drei goldenen Federn“ bei Johann Wilhelm Wolf. Zum Gesamtkomplex siehe auch „Die Wahre Tetralogie“, zur Übersetzung des Laotse und zum Taoteking. Daher noch einmal: Frage man doch jemand, der sich damit auskennt.

Inhalt des Faust Teil 1

schrieb am 20.02.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur - Noch keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 1 gehört einer strukturierten Betrachtung unterzogen. So sollte man wissen, dass sich beide Teile des Buchs mit der Auflösung der Abtreibung beschäftigen. Schüler mögen im Übrigen mit den hier dargelegten Einsichten sorgsam umgehen. Denn die meisten Lehrer sind wenig erfreut, mit einer höheren Wahrheit als der ihren konfrontiert zu werden. Zu den drei Handlungsebenen und damit zum Inhalt des Faust Teil 1:

Inhalt des Faust Teil 1

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Auf der ersten Ebene möchte Faust ein Weiser werden. Er bedient sich dazu des Mephisto, um die notwendigen Erlebnisse zu erwerben. Er verführt zunächst ein junges Mädchen, die von ihm schwanger wird. Von ihr dazu zur Rede gestellt, wendet sich Faust auf eine schwammige Gottesvorstellung heraus. Die ob des Kindes gesellschaftlich gebotene Ehe lehnt er somit ab. Faust tummelt sich im Anschluss mit Mephisto zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg, um weiteren Unsinn auzuhecken. Die Lust vergeht ihm, als er die Verführte als Gefangene und Geköpfte unter den Hexen erkennt.

Die nächste Betrachtung gilt der Verführten (Gretchen) selbst. Sie stellt sich ihrer Verantwortung und nimmt dazu (Kerkerszene) alle Schuld auf sich. Stellt sich die Frage, was sie zu verantworten hat? Selbstredend wurde ihre Mutter nicht von ihr vergiftet, sie war nur Dank des Trankes wie tot. Ebenso trieb es nicht Gretchens Bruder einen Degen ins Herz, als Faust seine Schwester sitzen ließ. Es gab stattdessen einen übertragen zu deutenden Stich ins Herz, weil Gretchen ihn gesellschaftlich kompromittierte. Übrig bleibt die Einnahme eines Trankes aus einem Fläschchen, das sie von der Nachbarin erhielt. Selbst wenn vorgeblich ein „von der Gesellschaft ertränktes Kind“ gewesen sein soll, wird wegen des Fläschchens klar, dass Gretchen selbst eine Entscheidung gegen das werdende Leben in ihrem Körper traf. Dafür und für die Enttäuschung von Mutter und Bruder geht sie schließlich „zum Blocksberg“, wo sie von oben ein ihr gewogenes Gottesurteil erfährt, „Ist gerettet“ (Faust Teil 1, Kerkerszene zum Schluss).

Letzte Betrachtung zum Inhalt des Faust Teil 1: Faust „baut nicht nur Mist“ mit Gretchen, die er verführt und sitzenlässt. Er offenbart des Weiteren eines seiner Schlüsselerlebnisse, nämlich eine „Seelenwanderung“, von der er sich leiten lässt und deshalb geradewegs ins Schamanentum befördert wird. Wir erleben hier damit bereits einen ersten Auflösungsversuch, mit dem Faust allerdings scheitert. Im zweiten Teil, weil ihn nämlich das Schamanentum anwidert, wendet er sich deshalb der Mystik zu. Allerdings nimmt er aus der Sackgasse „Schamanentum“ noch eine Einsicht mit: Ihm wird klar, dass Jesus am Kreuz ebenfalls nur schamanisierte und es keine körperliche Wiederauferstehung des Gekreuzigten gab. Das bedeutet für ihn die positive Seite des Scheiterns: Er erlangt ein tieferes Verständnis für das Christentum und erkennt den Irrtum, auf dem es aufgebaut ist. Somit lässt sich zum Inhalt des Faust Teil 1 festhalten, dass eine Frau, die sich wegen des Schwangerschaftsabbruchs an Gott wendet, für die Hinwendung in den Himmel kommt. Zugleich wird das Christentum als Schamanentrug enttarnt.

Nachtrag: Hier wie in jeder Hinsicht gilt: Wenn man sich etwas nicht aus eigener Erfahrung selbst erschließen kann, sollte man jemanden fragen, der sich damit auskennt. Der Unterzeichner etwa wäre so ein Jemand, da er selbst als Mann die Abtreibung auflöste und deshalb wie Goethe oder Nietzsche ein Rätselmeister wurde. Seine Bücher gibt es bei Amazon. Damit zum spannenden Teil 2 des Faust.

Brüder Grimm und Mystik

schrieb am 12.07.2016 - Allgemein, Buchvorstellung, Werbung - Noch keine Kommentare

Oft angesprochen: Die Brüder Grimm und Mystik. Doch wie hielten es die Brüder Grimm mit der Mystik? Die Antwort gibt uns das Märchen „Die drei schwarzen Prinzessinnen“, das Sie per Mausklick folgend gerne erst einmal lesen dürfen.

Der vom Fischersohn aufsteigende Held der Geschichte, fischte um Erkenntnisse und errang einen Schatz, der ihn zum Bürgermeister machte. Dass sich die Geschichte um einen Kampf ereignete, sei, wie im Märchen, hier nur am Rande notiert. Im Rahmen weiterer Prüfungen gerät der Fischersohn sodann an ein Schloss mit drei verwunschenen Prinzessinnen, die vollständig schwarz sind, bis auf ihr ein wenig weißes Gesicht. Der kundige Leser erinnert sich darob sofort an schamanische Märchen wie „Die Prinzessin von Tiefenthal“, „Sie zwölf Brüder“ oder „Von der schönen Schwanenjungfer“, die Johann Wilhelm Wolf aufzeichnen ließ. Auch dort geht es um schwarze Prinzessinnen und nachfolgende Prüfungen zum Schamanen.

Lassen wir die Feinheiten außen vor, steht der Galgen für den jederzeit drohenden Tod, weil der Weg gefährlich ist. Das Schweigen ist prozessimmanent, weil es um Schlüsselerlebnisse und deren Auflösung geht und weil man in (seiner) Geschichte „verhaftet“ ist. Am Rande notiert, musste auch ich mich erst einmal meiner Sprachlosigkeit erwehren.

Jedenfalls kommt der Fischersohn irgendwie frei und erhält einen guten Rat, nämlich per Kerze für Erhellung / Erleuchtung zu sorgen. Er tropft den Damen dazu von der Leuchte der Erkenntnis (nämlich Wachs) ins Gesicht, worauf diese erwachen. Das Ende ist klar: Das Schloss mit den drei Prinzessinnen versinkt im Boden, die daraufhin klagen (nicht erlöst werden zu können) und sieben Brüder ins Feld führen, deren Kräfte man sich hätte nutzbar machen können. Der Entscheid für die Mystik ist jedoch unumkehrbar (sodass heute niemand mehr weiß, wo das Schloss einst stand).

Die Geschichte ist ein klares Bekenntnis zur Mystik und beweist zudem, dass die Brüder Grimm schamanische Märchen kannten, diese jedoch offenbar bewusst nicht in ihre Sammlung aufnahmen. Ob allerdings der Standpunkt der Grimms aus eigener mystischer Erkenntnis oder einem Bauchgefühl heraus erwuchs, muss an dieser Stelle erst einmal offen bleiben.

Die Brüder Grimm und Mystik sowie J.W. Wolf mit schamanischen Märchen werden hier erklärt.

Die Mystik in Märchen aus Deutschland, Band 1 der“Wahren Tretralogie“.

Die Brüder Grimm und Mystik sind ein wesentlicher Teil des Bandes 1 der „Wahren Tetralogie“. Zudem erhalten Sie weitere Informationen zu schamanischen und mystischen Märchen und deren Auflösung (reine Interpretationen im Sinne von Mutmaßungen wären mir zu wenig) in meinem Buch „Mystisches Deutschland“.

Erworben werden kann das Buch für 12,80 EUR bei amazon

Schlau drauf – mit Mystik

schrieb am 22.02.2016 - Buchvorstellung, Pamphlet, Werbung - Noch keine Kommentare

‚Schlau drauf – mit Mystik. Wer das sein möchte, informiert sich für kleines Geld über das Generalthema *Wesen der irdischen Existenz* mithilfe einer Leseprobe. Die Broschüre mit einigen ausgesuchten Texten aus der „Wahren Tetralogie“ finden Sie bei Amazon unter dem Titel: Thema Mystik: Die Fünf Wege Leseprobe

Schlau drauf - mit Mystik

Schlau drauf – mit Mystik. Zum Thema Mystik – Die Fünf Wege Leseprobe

Nun denn, wer von Ihnen erwartet eigentlich einen Erlöser? Glaubt jemand, er könne sein Leben lang „Scheiße bauen“, für seine Mitmenschen ein Arschloch sein, den Ärmsten noch „das Schwarze unter den Fingenägeln klauen“, die Umwelt zerstören und käme trotzdem in den Himmel? Weil nämlich ein Erlöser ihn bei der Hand nähme und an Petrus vorbei ins Paradies schmuggeln würde? Es kann doch keiner ernsthaft der Ansicht sein, obwohl er womöglich unstreitig ein Charakterschwein ist, würde sich der Himmel für ihn ohne seelische Prüfung auftun.

Natürlich: Sie leben nur einmal und – weil Sie reich und schön sind – werden Sie von Gott besonders geliebt. Und wenn Sie körperlich wiedererweckt werden (wie eigentlich, beim völligen Zerfall der Körper und den ganzen Kreisläufen?) ist alles beim Alten: Sie sind wieder König und schauen mit Ihrem fetten Wanst in die Gesichter verhungernder Afrikaner, die dann auf ewig weiter Hunger leiden, während Sie immer fetter werden. Herrschaften, das einmalige Leben ist eine rein körperliche Betrachtung und geht auf das 5. Ökumenische Konzil im Jahre 553 nach Christus zurück. Begründung: Jesus sei nur einmal am Kreuz gestorben, also lebe der Mensch nur einmal. Körperlich betrachtet ist das auch richtig, aber wollten Sie denn nicht mit irgendwas in den Himmel? Wie hoffentlich nachvollziehbar ist, funktioniert das mit dem Körper nicht, allenfalls mit der Seele – und deren Existenz ist ebenso in Kreisläufe eingebettet, wie alles Andere auf der Erde wie im Weltall.

Somit: Wenn Sie also ‚Schlau drauf – mit Mystik‘ sein wollen, dann halten Sie sich an den „GP“: Goethe: „Dem frommen Manne nötig wie dem bösen“ – Peters: „Ein jeder muss sich selbst erlösen.“ Der „G“-„P“, dass ist der „Große Preis der menschlichen Existenz“ lautet mithin: „Dem fommen Manne nötig wie dem bösen, ein jeder muss sich selbst erlösen!“ Und das bitte aus einem Seelen-KREISLAUF. Nicht gut? Sacken lassen und wenn Ihnen dann noch nicht schlecht ist, würde ich an Ihrer Stelle dem eigenen Verstand keinen Glauben mehr schenken.

Wozu wir im Übrigen solche Anstrengungen unternehmen möchten, eben ‚Schlau drauf – mit Mystik‘ sein, wusste erneut Goethe: „Um (nämlich) Zeus zu amüsieren.“ Zugleich berichtete er, dass sich Gott in bestimmten Prozessen als Frau zeigt und schloss daher den Faust mit den Worten: „Jungfrau, Mutter, Königin, bleibe gnädig“ (weil man nämlich nicht immer freundlich ist). Und weiter: „Das ewig Weibliche zieht uns hinan.“ Kein Einzelwissen des großen Dichterfürsten, der im ersten Teil des „Faust“ schamanisch reiste und im zweiten Teil mystisch auflöste. Gott wird nämlich auf bestimmten schamanischen Seelereisen und in bestimmten mystischen Prozessen immer als Frau wahrgenommen. Das wusste wiederum Laotse bereits vor 2500 Jahren (41. Spruch) und präzisierte seine Erkenntnis im 42. Spruch, als er sie als eine Trinität aus Frau-Mann und Liebe identifizierte. – Am Rande notiert: Wie ‚gaga’ muss man eigentlich sein, Goethes „Wilhelm Meister“ um das Affentheater hier, Leben genannt, sowie seine unaufgelösten Schlüsselerlebnisse für sein Hauptwerk zu halten, wenn er selbst immer vom „Faust“ als seinem ‚Hauptgeschäft’ sprach? Und wie besoffen erst war diese Welt, statt auf Laotse oder die großen Dichter und Denker zu hören, sich zweieinhalbtausend Jahre idiotischer Religionsgeschichte reinzuballern?

Der Unterzeichner selbst gehört übrigens zu einem Dutzend fassbarer Rätselmeister in der Menschheitsgeschichte. Wenn es Sie also interessiert und Sie Ihre Seele nicht ins Klo geben wollen, dann fragen Sie doch einfach mal jemanden, der sich mit Gott und Seele auskennt oder erwerben Sie die Leseprobe Thema Mystik: Die Fünf Wege Leseprobe und seien Sie ‚Schlau drauf – mit Mystik‘. Und weil es so schön ist: Wenn jemand die Wahrheit über Gott und Seele darzustellen weiß, sich das von den Überlegungen heutiger Religionen völlig unterscheidet, nennt sich die Veranstaltung auch noch „Paradigmenwechsel“.

 

Zum Werk ‚Wahre Tetralogie‘

schrieb am 13.12.2015 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Werbung - Noch keine Kommentare

Um die ‚Wahre Tetralogie‘ bekannt zu machen, schrieb ich noch einmal die Presse an und bezog mich erneut auf TV-Berichte als Aufhänger.

(Anrede außen vor) Eine bekannte TV-Nachrichtenmoderatorin von Al Arabiya beklagte jüngst, dass ihre Generation nur verhärtete Fronten zwischen den Glaubenssystemen, vorgeblich religiös bedingtes Morden sowie einen weiter zerstörten Planeten an die nachfolgenden Generationen weitergeben würde. Ihre Scham ob des eigenen Unvermögens kann man selbstredend damit begründen, dass sie aus dem mittleren Osten stammt, wo den Menschen gewohntermaßen jeden Tag Bomben um die Ohren fliegen. In Mitteleuropa ist man ja deshalb – wie erfreulich – von so viel Gefühlsduselei weit entfernt.

Nein Herrschaften, das ist keineswegs erfreulich, während die Einstellung Ihrer Kollegin vorbildhaft ist. Hierzu notiert, gibt es Chancen (gab es immer), die religiösen Spannungen zu überwinden. Zu diesem Zweck müssten allerdings sämtliche Glaubenslehren dorthin zurückführt werden, woher sie stammen: in das Spannungsfeld zwischen Mystik und Schamanentum. Doch selbst ohne Religionen und deren Stifter wäre die Menschheit nicht ohne seelischen Beistand. Es dürfen nämlich statt Bibel, Veden, Koran & Co. die Bücher großer Literaten sowie die Erzählungen nicht weniger Märchenerzähler beigezogen werden. Bei Ersteren zu nennen, sind besonders die Herren Laotse, Hafis, Rumi, Dante, Goethe, Nietzsche und Hesse. Denn diese haben, wie nicht wenige Märchenerzähler, ihre Erlebnisse aus seelischen Heilungsprozessen um Schlüsselerlebnisse in Bildern und Texten dargestellt, ohne sich dabei wie die Religionsstifter in einem Unfehlbarkeits- oder Absolutheitsanspruch zu ergehen. Deshalb können und dürfen ihre literarischen Hinterlassenschaften – eigentlich sogar deswegen erst recht – statt religiöser Texte für die eigene seelische Entwicklung herangezogen werden.

Soweit Sie an dieser Stelle eigene, religiöse Gefühle ins Feld führen: Vergegenwärtigen Sie sich bitte, woher diese „Gefühle“ stammen. Diese sind nicht Produkt der Umsetzung eigenen Erlebens in persönliche Erkenntnisse, sondern das Ergebnis lebenslanger Konditionierung sowie gruppendynamischer Prozesse. Aus diesem Grunde ist es auch einfacher, wenn ein jeder seinen eigenen Kopf aufräumt (so wie es mir erging). Die Vorausetzungen sind übrigens überschaubar: Ein bisschen Denkvermögen sowie die Bereitschaft zu Offenheit und Toleranz reichen völlig aus. Na gut, Selbst- und Gottvertrauen gehören natürlich ebenso hinzu.

Wahre Tetralogie mit Bänden 1-4 " zu Märchen, Lebenssinn, Religionen und Lebenshilfen

Bände 1-4 der „Wahren Tetralogie“ zu Märchen, Lebenssinn, Religionen und Lebenshilfen

Selbstredend lässt Sie der Unterzeichner dank einer Vielzahl an Büchern und Webseiten „nicht im Regen stehen“. Seine ‚Wahre Tetralogie‘ etwa befasst sich mit den angesprochenen eigenen wie fremden Einsichten aus Sicht eines „Großmeisters“ oder Rätselmeisters der Mystik. So hat der erste Band „Mystisches Deutschland“ wesentlich die Bilder aus Erkenntnisprorozessen in Märchen zum Thema, geschöpft von einfachen Menschen des Volkes und umgewandelt mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. „Lebenssinn und Weisheit“ behandelt Erkenntnisse und Umsetzungen in den Werken von Dichtern und Denkern, ebenso in den Schriften von Frauen und Männern Mitteleuropas. Eine Übersicht über das Wirken einiger bekannter Religionsstifter vor deren Erfahrungshorizont runden den Band ab. „Grundstrukturen der Religionen“ führt sämtliche originär geschöpften Glaubenslehren zurück in das Spannungsfeld „zwischen Mystik und Schamanentum“. Und „Die Reise in die Seele“ schließlich nimmt sich der eigenen Schriften des Autors im Stufenmodell der Meisterschaften nach Laotse an. Wer im Übrigen das Erscheinen dieses 4. Bandes nicht abwarten kann, dem sei „Die 5 Wege zur Weisheit“ aus der zweiten vierbändigen Reihe mit älteren erprobten Texten ans Herz gelegt.

Der arabischen Kollegin jedenfalls könnten Sie entgegnen: Es gibt ein Land auf dieser Welt, in dem sich seit Jahrhunderten Mystiker als Dichter, Denker oder Märchenerzähler die Klinke in die Hand geben, in der jedoch niemand deren Erkenntnisse hören möchte, erst recht nicht seit dem unseligen Zweiten Weltkrieg. Ja, es gäbe die Möglichkeit, die Religionen endgültig zu überwinden, man lese nur die ‚Wahre Tetralogie‘. Richtig ist wohl, dass ein jeder Mensch begreifen müsste, dass er selbst für sein Seelenheil Verantwortung trägt. Auch ist klar, dass dafür sogenannte „religiöse Gefühle“ zu verletzen wären. Es kann jedoch dahinstehen, wenn sich ein jeder seiner Konditionierung bewusst würde. Seine Gefühle sind nämlich nicht Produkte eigenen Erlebens oder selbst geschöpfter Einsichten, sondern stammen allein aus Erziehung, Bildung und kultureller Prägung, wie Sie in dem Werk ‚Wahre Tetralogie‘ nachlesen möchten.

Vielleicht möchten Sie trotz meines Vortrags an überkommenen Auffassungen festhalten, lässt es sich doch mit schlechten Nachrichten besser Geld verdienen als mit guten. Dazu sei mir die Frage nach ihrem Gewissen erlaubt. Was wird denn sein mit Ihrer Seele, wenn Sie in die „Ewigen Jagdgründe“ eingehen wollen? Wie wollen Sie sich erklären, wenn Sie als Mensch alleine abtreten und vor Gott hintreten müssen? Was haben Sie dann vorzuweisen? Spätestens an diesem Punkt werden Sie Ihre Versäumnisse erkennen, etwa dass Sie ihren Einfluss nicht zum Wohle Ihrer Mitmenschen eingesetzt haben. Sie werden womöglich überdies hinsichtlich Ihrer eigenen Person begreifen, dass keine ihrer religiösen Gefühle gesichert war und Sie keine eigenen Einsichten erwarben. – Aber bitte, wenn Sie es denn so möchten…

Mit freundlichen Grüßen

 

Über die ‚Wahre Tetralogie‘ und deren Autor

schrieb am 13.11.2015 - Allgemein, Buchvorstellung, Werbung - Noch keine Kommentare

„Über die ‚Wahre Tetralogie‘ und deren Autor“ aus einem Brief an die Presse: Sehr geehrte Damen und Herren,

womöglich hat man Ihnen beigebracht, dass es ewig und unüberbrückbar kulturelle Gegensätze geben wird, geboren aus unterschiedlichen Anschauungen, Religionen und politischen Systemen. Womöglich hat man Sie zudem gelehrt, dass Platons Philosophie ohne Alternative sei, obwohl sich seit seiner Abkehr von Parmenides ein Manko an Spiritualität zeigt, welches unterdessen in der westlichen Welt mannigfach zu psychischen Erkrankungen führt. Womöglich hat man Ihnen ebenso die Hoffnung genommen, dass Sie je die Lehren eines Laotse oder die eines der anderen großen Dichter oder Denker würden verstehen können. Dazu hat man Sie womöglich noch überzeugt, dass die Grimmschen Märchen nur etwas für Kinder, weil ihres tiefen Sinns beraubt seien. Darüber hinaus hat man Ihnen zu unguter Letzt womöglich noch Spökes zu den Glaubenslehren erzählt, nämlich dass Jesus, Mohammed, Buddha & Co. über Einsichten verfügten, die kein Normalsterblicher je würde gewinnen können.

Dabei geht es in diesem Leben darum, dass Sie selbst Ihr eigener Religionsstifter werden. Sie sollen also auf bestem Wege Jesus nachfolgen und Ihr Kreuz für sich aufnehmen. Dass diese Aufgabe nicht allein durch ein körperliches Leiden gelöst werden kann, sondern die Seele als unsterblicher Teil mit einbezogen werden muss, versteht sich im Grunde von selbst. Denn nur über eine entwickelte innere Lichtgestalt können Sie Ihr Ziel in der Welt erreichen und göttliche Aufnahme erlangen. Damit Sie sich nicht verlieren, dazu eine ordentliche und verlässliche Handreichung erhalten, dafür steht der Unterzeichner ein. Bei ihm zeigt sich, dass Gottvertrauen nicht immer eine Einbahnstraße sein muss.

Ihnen wird womöglich nun bei der Vorstellung unbehaglich, Ihr eigener Religionsstifter sein zu sollen? Ihre enge Bindung zu Gott haben sich die Herrschaften früher erarbeiten müssen und zwar über die Auflösung von Schlüsselerlebnissen. Das wird Ihnen mittels Anleitung und Hilfestellung gleichfalls möglich werden, wenn Sie es denn möchten. Dabei, das darf ich bereits verraten, führt nur der mystische Weg, nicht der schamanische zu Gott, nachfolgend überdies zu göttlicher Aufnahme. Dies wussten bereits viele Märchenerzähler, ebenso mancher Dichter und Denker. In der Gesamtschau aller dieser Einsichten lassen sich im Übrigen nicht nur die Grundstrukturen ausmachen, lassen sich nicht nur Übereinstimmungen und Unterschiede erkennen, nein selbst die Widersprüche zwischen den einzelnen Lehren können aufgelöst werden. Es ist beileibe kein Schicksal der Menschheit, nur zu glauben und in Dummheit zu sterben. Dabei sei nicht verschwiegen, dass Bildung sowie die Fähigkeit selbstständig zu denken, natürlich Grundvoraussetzungen eigenen Erkennens sind.

Damit noch einige Worte zu mir:. Nicht erst mein Studium „ohne Abschluss“ ließ mich bereitwillig für die Große Mutter in den Ring steigen. Bereits als 15-jähriger diente ich mich Gott an. Denn nur wer rechtzeitig einen Wunsch anzeigt, dem kann Gott durch reichlich Niederlagen den eigenen Weg bereiten. Daneben muss man natürlich zugleich verzichten können, muss sich Prüfungen stellen, bei mir im Übrigen nicht über 40 Tage, sondern über 40 Jahre.

So kann ich Ihnen heute mit der „Wahren Tetralogie“ (erschienen bei Amazon, je Band 12,80 EUR) einen Abriss über das Wirken der Märchenerzähler, der Dichter und Denker, der Religionsstifter sowie mein eigenes Erleben präsentieren. Ich bin zudem in der Lage, Ihnen einige der Handreichungen zu geben, derer Sie benötigen. Dass ich nicht mehr höchstselbst Ihren Prozess begleiten kann, dürfte einleuchten, denn mein eigener diesbezüglicher Prozess liegt inzwischen 20 Jahre zurück. Ich möchte Sie jedoch einladen, sich mittels meiner Schriften aus dieser Zeit über die Religionen zu erheben, dazu ein wahrhaft selbstständig denkender Mensch zu werden und zugleich die Kraft zu erlangen, diesen Planeten in ein Paradies zurückzuverwandeln.

Mit freundlichen Grüßen

Leseempfehlung Folgebrief: „Zur Wahren Tetralogie“

Ein weiterer Hinweis, dieses Mal auf die IG-KLM und eine Stellungnahme zu den Terroranschlägen von Paris: „Offener Brief zu den Anschlägen vom 13.11.2015

Die Seelenfibel – Hilfe zur Selbsthilfe

schrieb am 03.11.2015 - Buchvorstellung, Lebenshilfe, Philosophisches, Werbung - Noch keine Kommentare

‚Die Seelenfibel‘ ist ein Werk um alle alten Wege, Weisheit zu generieren. Es wurde aus der Vorläuferin der „Wahren Tetralogie“ (alle Bände bei Amazon für 12,80 EUR erschienen) mit ausgesuchten Texten zusammengestellt, künftig wie ein Bibel-Veden-Koran Ihr Begleiter für die nächsten Jahrtausende zu werden.

Ein Heft aus dem Verlag „Spekrum der Wissenschaft zum Thema „Gehirn und Geist“ titelte jüngst: „Unsere Seele – Die Wahrheit über eine unsterbliche Idee“. In dieser Aufmachung wird die Aussage erkennbar: Die moderne Psychologie möchte am Liebsten davon ausgehen, dass es sich bei der Seele um eine Fiktion handelt, vom Gehirn nur deshalb produziert, weil sich der Mensch mit seiner Endlichkeit nicht abfinden kann. Man würde es deshalb den Neurowissenschaften wünschen (sonst wäre es kein Thema für „Gehirn und Geist“), dass sie eines Tages den Punkt im Gehirn finden, der für die Vorstellung von Seele zuständig sei. Andererseits bleibt etwa das Phänomen, wie sich aus einem Säugling eine eigenständige Persönlichkeit entwickelt. Es bleiben weitere Fragen offen (so Affekte, Triebe, Traumata etc., ebenso die Abgrenzung zum Verstand, sodass wir einen ganz merkwürdigen Balanceakt vorfinden, der zunächst einmal nur der uralten Diskussion um die Existenz und das Wesen von Seele geschuldet zu sein scheint. Dennoch liegt das Problem tiefer: Man möchte als Diziplin ernst genommen werden und im Kanon der Wissenschaften aufgehoben sein, sodass man sich aus diesen Gründen nicht auf die Möglichkeiten des Erkenntnisgewinns durch „Grenzgänger“ einlassen kann oder will.

Denn es gäbe ja Möglichkeiten, Einsichten über die Seele zu gewinnen, wie sie in ‚Die Seelenfibel‘ beschrieben sind. Man müsste sich dazu nur auf Jahrtausende alte Formen des Erkenntnisgewinns einlassen, nämlich auf Mystik und Schamanentum. Doch, wie schon gesagt, versperren an dieser Stelle womöglich die übrigen Wissenschaften der Psychologie den unbedarften Zugang, so etwa die Ethnologie mit einem überheblichen Blick auf schamanische Praktiken in Jäger- und Sammlergesellschaften, oder auch Theologien, die sämtliche Formen des Mystizierens mit Mystik gleichsetzen, um damit alle Bestrebungen außerhalb von Religion/Kirchenpolitik zu unterbinden.

Da schneidet man sich lieber ab, bleibt wie die Philosophie nun auf die Neurowissenschaften angewiesen, tritt stattdessen hinsichtlich Erkenntnissen auf der Stelle und behindert sich selbst noch aus weiteren Gründen: Seit der letzten Jahrtausendwende, so Wikipedia, sah und sieht sich die Wissenschaft vor zahlreiche Herausforderungen gestellt, nämlich einer aggressiven Entidealisierung (besonders in den USA), mangelnder Kommunikation zwischen den verschiedenen Schulen sowie einem sich aus der Ökonomisierung des Gesundheitswesens ergebenden Druck zu kürzeren Behandlungen etc. Gleichzeitig bestände, so sahen wir es bereits im ersten Abschnitt, ein verstärktes Interesse an einer Zusammenarbeit mit den Neurowissenschaften. Die Gründe für all das werden nicht genannt, sind dennoch für den außenstehenden Beobachter augenfällig. Seitdem nämlich „das Aufschlagsrecht“ (nach 1945) „in die USA wechselte“, steht die Behandlung von Kriegsveteranen im Vordergrund, die traumatisiert von ihren Erfahrungen, in die Gesellschaft zu reintegrieren sind. Wie einfach erscheint da die Vorstellung, die Seele sei nicht existent und nur ein Produkt des Geistes. Die bereits seit Anbeginn enthaltene Religionskritik (der die Psychoanalyse begründende Sigmund Freud war zugleich Religionskritiker) gipfelt nunmehr in einer völligen Ablehnung von Seele, weil sich nämlich damit die Behandlungszeiten verkürzen, weil zudem Hilfmittel wie die Transaktionsanalyse den betroffenen Veteranen Möglichkeiten eröffnen, psychotische Schübe in den Griff zu bekommen. Von einer wirklichen Therapie allerdings ist die Psychoanalyse immer noch weit entfernt und aus eigenen Möglichkeiten (wie aufgezeigt) können oder dürfen keine substanziellen Erkenntnisse über die Existenz oder das Wesen von Seele gewonnen werden. Welch ein Fiasko für den Psychoanalytiker, so will ich meinen.

Denn nehmen wir nur einmal die Behandlung von Kriegsveteranen heraus, so zeigen uns Märchen wie „Die eisernen Stiefel“ oder „Das goldene Königreich“ auf, in welcher Weise Mörder von Gott bestraft werden. In der Erzählung „Der gläserne Sarg“ erfahren wir, wie ein in Notwehr Tötender sich eine mittlere Meisterin angelte, weil er ihr in ihrer Furcht über einem fehlgegangenen Versuch der Notwehr mit seinem Wissen (göttlicher Aufnahme nach diesem Leben) helfen konnte. An dieser Stelle sei daher noch einmal auf das Märchen- und Analyse-Buch „Mystisches Deutschland“ aus der „Wahren Tetralogie“ verwiesen, sofern Sie nicht zum Komplettkompendium ‚Die Seelenfibel‘ greifen möchten.

Elementarlehrbuch über die Wege zur Weisheit: Die Seelenfibel

Die Seelenfibel – Ihr Bibel-Veden-Koran bis zum Ende der Zeit

Doch geht es um weit mehr als nur um die Hilfe für Kriegsveteranen, es geht ebenfalls um mehr als eine Hilfe für die Auflösung aller Schlüsselerlebnisse. Es gilt, über Selbsterkenntnis hinaus für sich in Erfahrung zu bringen, ob der eigenen Seele nach diesem Leben göttliche Aufnahme zuteil wird. Der Fachmann spricht hier von göttlicher Selbsterkenntnis. Und erst an dieser Stelle schließt sich der Kreis zur Religionskritik. Denn in aller Regel wurden solche persönlichen Einsichten von Religionsstiftern dazu „missbraucht“, ihren Anhängern eine vorgebliche Erwählung von Gott vorzugaukeln, am Ende allerdings nur, um sich auf deren Kosten ein schönes Leben zu machen. Das Buch ‚Die Seelenfibel‘ nimmt deshalb mystisches wie schamanisches Streben zum Anlass, das Entstehen der Religionen zu erklären, alte Hilfen aus Märchen offenzulegen und neue Hilfen zum Erkenntnisgewinn, sei es aus Texten der hohen Literatur heraus oder aus Traktaten des Unterzeichners, anzubieten. Die Einsichten aller Grenzgänger werden so eröffnet und der Psychologie aufgrund der Breite der Basis die Möglichkeit einer wissenschaftlichen, interdisziplinären Auseinandersetzung geboten. Zugleich ist das Buch ein Arbeitsbuch für alle, die gerne zwischen historischen und modernen Hilfen „hin- und herswitchen“, um am Ende ihren eigenen Weg zu finden. Nicht verschwiegen werden soll, dass das Werk als ein „Best-Of“ und als eine preiswerte Alternative aus der blauen Trilogie heraus (der „Wahren Tetralogie“) entstanden ist. Es soll im Übrigen in nicht ferner Zukunft statt religiöser Schriften in den Schubladen und Schränken von Hotelzimmern zu finden sein, mit Illustartionen versehen Familienbücher ersetzen und zur Pflichtlektüre für alle Wissenschaften werden.

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