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Mystik ist kein Hexenwerk

schrieb am 09.07.2017 - Allgemein, Grundlagen zur Mystik - Noch keine Kommentare

Trotz manch gegenteiliger Auffassungen: Mystik ist kein Hexenwerk. Das gilt, selbst wenn Goethe im Faust zum Blocksberg zieht und Gott in vielen Traumoffenbarungen als Frau erscheint. Denn solche Gottes-Erlebnisse sind jeweils Teil bestimmter Prozesse, um die persönliche Lebensgeschichte aufzuarbeiten.

Gleich von mir dazu gefragt: Halten Sie es denn für schlecht, in einer Traumoffenbarung Gott als Frau zu sehen und daraus zu schließen, dass Gott eine Frau sei? – Vielleicht antworten Sie mir: Nein, aber Gott als Frau zu sehen kann doch nur Teil mancher Prozesse sein, nicht aller. Denn nicht alle Mystiker sprechen von Gott als einer Frau. Und dann nennen Sie mir Moses oder Mohammed als glorreiche Beispiele, dass Gott bei den großen Propheten doch eben ein Greis sei mit weißem Bart. Ein Mann, ausgestattet übrigens mit einem so üblen Mundgeruch, dass sogar Ton lebendig wird und wegläuft.

Dazu sage ich Ihnen: Mystik ist kein Hexenwerk und ein großer Prophet ist noch lange kein großer Mystiker. Ein Prophet war nur ein Licht an einem dunklen Ort und deshalb ist er meist zum Mittler zwischen Gott und den Menschen avanciert. Mystik entsteht nämlich, liebe Leser, in der Hinwendung eines jeden Menschen persönlich – und ohne Vermittlung – zu Gott.

Am Rande notiert: Wenn nun, wie in den Fällen von Moses oder Mohammed, ein Prophet zum Mittler zwischen Gott und den Menschen wurde, spricht das im Grunde für – Schamanismus. Denn Schamanen reisen mit ihrer Seele, um Welt- und Heilwissen zu erlangen. Bedeutet, dass Moses oder Mohammed neben mystischem Wissen um ihre Person auch schamanisch tätig wurden oder Schamanismus zuließen. (Bei Mohammed weiß man es, da er in einer Höhle mit einem Geistwesen kommunizierte. Bei Moses kann und darf man es bei den Gesetzestafeln vermuten, wenn es denn nicht eine Traumoffenbarung war, die ein geschickter Steinmetz in Tafeln umwandelte.) Im Übrigen und damit noch zur Randnotiz am Rande notiert: Wenn Schamanen „große“ genannt werden, dann reisen sie mit ihrer Seele zur Herrin der Tiere. Man beachte daher: Schon wieder Gott als Frau.

Mystik ist kein Hexenwerk

Laotse wie er auf dem Ochsen nach Westen in die Immigration reitet.

Man könnte sich nun Gedanken machen, warum Gott von den Propheten und nachfolgend in den Religionen regelmäßig als Mann dargestellt oder angesprochen wurde. Laotse, ein alter mystischer Großmeister aus China, ordnete dazu männliche Gottesbilder den niederen Meistern zu, ein diffuses Gottesbild den mittleren Meistern und nur den hohen Meistern ein Gottesbild von einer Führerin des Alls. Da niedere Meister nur ein Gottesurteil erfahren, können sie auch mit ihren überkommenen Anschauungen aus den Naturreligionen in ihren Erkenntnisprozess starten. Für sie bleibt am Ende mit nur dem Urteil über ihr Leben oder ihre Verfehlungen eh alles beim Alten. Die mittleren Meister dagegen lavieren herum, so wie man eben sexuelle Erlebnisse auflöst. Man wechselt dazu aus der Opfersicht in die Tätersicht oder umgekehrt. Alles korrekt, denn – richtig – Mystik ist kein Hexenwerk.

Fakt jedenfalls ist, dass nur große Mystiker Gott als Frau wahrnehmen. Und das wiederum, war schon angesprochen, ist die Parallele zum Schamanentum, wo auch nur große Schamanen es schaffen, mit ihrer Seele bis zur Herrin der Tiere zu reisen.

Bedeutet für Moses und Mohammed: Beide können keine großen Mystiker oder Schamanen gewesen sein, denn Mystik ist kein Hexenwerk. Des Weiteren darf festgestellt werden, waren beide ob ihres Gottesbildes nur niedere Meister. Von Moses ist niedere Meisterschaft bekannt, denn er tötete den ägyptischen Aufseher, der seinen Bruder übelst zurichtete. Dass er dennoch kein Mörder war, dafür setzte sich Mohammed ein, der dazu von irgendwoher beizusteuern wusste, dass Gott gern verzeiht. Nur wem und warum Gott verzeiht, ließ er offen. Wenn man sich dazu Täterprozesse und Ergebnisse bei Mördern betrachtet, bleibt nur die Tötung in Notwehr als Schlüsselerlebnis für den mystischen Prozess beider Herren übrig.

Daher dürfen wir uns freuen, dass laut Mohammed mit ihm, dem Siegel aller Propheten, denn auch Schluss sei mit den Schamanen-Vermittlern mit ihrem ungesunden Halbwissen. Eine richtig gute Nachricht für alle Mystiker und dafür danken wir ihm letztens Endes alle.

Ein Hinweis auf die literarische Auseinandersetzung mit Religionen, Märchen und Literaur bietet die Installation des Autors bei der Künstlergruppe Falter: Die Metaphysik-Literatur-Installation. Zudem erscheint in Kürze mit „17+4 – Kruger und die Politik“ ein Stadtkrimi zum Thema bis hinein in die göttliche Politik.

Bund mit Gott

schrieb am 20.02.2017 - Grundlagen zur Mystik, Literatur, Werbung - Noch keine Kommentare

Was bleibt aus Sicht der Mystik nach dem Ende der Religionen von Bündnissen mit Gott? Zunächst darf festgehalten sein, dass solche „Bündnisse“ allein aus der persönlichen Ansprache eines einzelnen Menschen zu Gott heraus erwachsen sein können. Einen Nachweis, dass ein ganzes Volk sich mit Gott verbündete, gibt es schon vom Grunde her nicht. Denn Bündnisse mit Gott resultieren aus der ganz persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenserfahrung (Schlüsselerlebnisse, Knotenpunkte des Lebens, Kindheitswunder) und nachfolgend Fragen an die eigene Existenz.

Zum alten Bund mit Gott: Mose erschlug einen Ägypter und wurde durch den brennenden Dornbusch von Gott angesprochen. Der Brand des Buschs (der nicht verbrennt) ist übrigens nur ein Symbol für ein Leidensfeuer. Die göttliche Ansprache des Moses erwuchs somit aus seiner persönlichen Hinwendung und zwar mit der Frage: Wie werde ich von Dir (Gott) für den Tod des Ägypters bestraft? Am Rande notiert, wird es trotz gegenteiliger Schilderung der Bibel kein Mord gewesen sein. Denn Mose erfuhr durch die Übermittlung der zehn Gebote (nach außen erkennbar) göttliche Gunst und Gnade. Grundsätzlich anders ergeht es Mördern, die mit der Erkenntnis aus dem Leiden kommen, wie viele Leben sie sich nichts zuschulden kommen lassen dürfen, um doch noch göttliche Aufnahme zu erfahren. Mehr an Einsichten gibt es nicht (weil sie sich von göttlicher Aufnahme weiter entfernt haben, als sie es ohne die Tötung getan hätten). Spricht also noch einmal für die Notwehr, ebenso die Einsicht des Mohammed, der Mose beisprang (offenbar aus eigener Anschauung) und von einer ihm zuteil gewordenen göttlichen Gunst und Gnade berichtete.

Schwieriger wird es mit der Ansprache zu Noah. Andererseits greift die Bibel diesbezüglich womöglich auf eine Schilderung aus dem Gilgamesch-Epos zurück. Zugleich kannten auch andere Kulturen die Erzählung, sodass hier vermutlich nur eine weit frühere mündliche Überlieferung adaptiert wurde. Die übrigen „Bündnisse mit Gott“ erfolgten zudem mit Schamanen, die sich ohnehin als Mittler zwischen Gott und den Menschen verstehen. Da macht Mohammed (Schamanentum wurde ihm von einem Onkel vorgehalten und er hatte Kontakt zu einem Geistwesen) ebensowenig eine Ausnahme wie der „Prophet Ezechiel“ im Buch Hesekiel, der gleichfalls zu Geistwesen (Cherubim) Kontakt unterhielt. Auch Jesus reiste schamanisch mit der Seele, war drei Tage mit der Freiseele ortsabwesend, bevor er vorgeblich „körperlich wiederauferstand“. Das hat zur Folge, dass sein Bund mit Gott ebenso wenig auf eine mystische Ansprache durch Gott, sondern allein auf sein schamanisches Selbstverständnis zurückgeht.

Bibel und Koran weisen somit lediglich auf je einen (schwachen) Bund mit Gott hin, der Rest ist (despektierlich gesprochen:) „Schamanenscheiße“. Am Rande notiert, ist aus den beiden Bündnissen allein mitzunehmen, dass sich ein Mensch wehren darf und für eine Tötung in Notwehr von Gott nicht bestraft wird. Als persönliche Einsicht wird dann offenbar weiter vermittelt, dass sich die Anfragenden für die Hinwendung zu Gott göttliche Aufnahme nach diesem Leben verdient haben. Auf ähnliche Einsichten lassen zudem Äußerungen Karls des Große oder solche von Meister Eckhart schließen. Und das ist für Werke, die sich der Entwicklung von Seele (Bibel, Koran) verschrieben haben, deutlich zu wenig. Kein Wunder also, dass die „dünne Erkenntnisbrühe“ mit schamanischen Seelenreisen aufgepeppt werden musste. Für seelische Entwicklung wäre im Übrigen zu empfehlen, statt der religiösen Werke auf die Märchensammlung der Brüder Grimm zuzugreifen. Die enthält nämlich eine zu einer Vielzahl an Erlebnissen die Auflösung begleitende Märchen, Anleitungen und Hilfen für weibliche und männliche Adepten, den Erkenntnisprozess zu bestehen. Die Grimms wussten im Übrigen auch, dass sie einen Bogen um schamanisches Märchengut schlugen, wie es die Erzählung „Die drei schwarzen Prinzessinnen“ eindrücklich nachweist. Übrigens finden Sie Erläuterungen zu allen Schlüsselerlebnissen und Auflösungsprozessen in meinem Buch „Mystisches Deutschland„, zu erwerben bei Amazon.

Nehmen wir zum Schluss noch Hinduismus, Buddhismus und Jainismus mit in die Betrachtung hinein, bleibt, was einen „Bund mit Gott“ anbelangt, jeweils ein Erlebnis gegen die sexuelle Selbstbestimmung übrig. Die aus der Auflösung der Abtreibung ableitbaren Einsichten (siehe Goethes „Faust“ oder Nietzsches „Zarathustra“) fanden dagegen kaum oder keinen Eingang in die Lehren, selbst wenn Brahmanen einen gewollten Schwangerschaftsabbruch bis in den fünften Monat hinein für statthaft halten. Tiefere Erkenntnisse wie etwa die Dualität der Seele, die Notwendigkeit des Leidens und anderes „Geheimwissen“ aus einem „Bund mit Gott“ sind dagegen unzureichend oder gar nicht zu erkennen.

Inhalt des Faust Teil 2

schrieb am 20.02.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Literatur - Noch keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 2 beschäftigt sich erneut mit der Auflösung der Abtreibung. Dieses Mal ist es Faust selbst, der Gretchen nachzuziehen hat. Er nutzt dazu eine erneute Initiation zum Wechsel auf die mystische Seite. Der Autor zum Wechsel:

Anaxagoras  (nach einer Pause feierlich)

Konnt’ ich bisher die Unterirdischen loben,
So wend’ ich mich in diesem Fall nach oben…
Du! droben ewig unveraltete,
Dreinamig-Dreigestaltete,
Dich ruf’ ich an bei meines Volkes Weh,
Diana, Luna, Hekate!
Du Brust-Erweiternde, im Tiefsten-Sinnige,
Du Ruhig-Scheinende, Gewaltsam-Innige,
Eröffne deiner Schatten grausen Schlund,
Die alte Macht sei ohne Zauber kund!

Nach Verlass auf die Manneskraft mit nachfolgendem Scheitern als Schamane darf nicht verwundern, dass sich Faust nun auf seine weibliche Seite einlassen will. Als erstes Erlebnis erfolgt deshalb das Herausziehen der männlichen Seele zum Ende des ersten Aktes. Dies, so Goethe, entwickelt sich in einem „alten Tempelbau“, was im Grunde den eigenen Körper bezeichnet. Heraus tritt der schöne Paris, die männliche Seele des Faust. Im anschließenden zweiten Akt finden wir Faust deshalb zunächst malad im Bett vor, weil ihn der Prozess ordentlich erschöpfte.

Inhalt des Faust Teil 2

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Die nun folgenden Szenen durchlebt Faust in den Frauenwelten, wobei ihm der getötete Fötus als „Homunculus in der Phiole“ zur Sinnbild und Leitstern des eigenen Strebens um Erkenntnisse wird. Ob Mummenschanz, griechische Götterwelt oder nochmals dem Versuch einer „Anbiederung (Kriegszug) an die Männerwelt“, Faust bleibt ein Weiterkommen zunächst verwehrt, weil er die weibliche Seele in sich zu entwickeln hat. Erst zur Mitte des fünften Aktes kann er schließlich Fortentwicklung vermelden. Im Rahmen der Grablegung wird ihm verbliebene weibliche Restseele ausgebrannt.

Zum Ende des fünften Aktes erfolgt dann mit der Wiederbeseelung (Dialog von Pater Seraphicus und den seligen Knaben von innen) das Ende des mystischen Erkenntnisprozesses, das Goethe zu einem Bittwort nutzt: „Jungfrau, Mutter, Königin bleibe gnädig“, mit anderen Worten: Gott-Frau, bleibe mir bitte gewogen. Damit wird klar, dass sich Faust schließlich ebenso erretten kann, wie es bereits Gretchen im ersten Teil für sich erfuhr.

Lassen wir den Autor zum Gang der Ereignisse und damit zum Inhalt des Faust Teil 2 noch einmal selbst zu Wort kommen:

 Sprich nur dich selbst aus, wird schon Rätsel sein (Selbsterkenntnis).
Versuch’ einmal dich innigst aufzulösen (Trennung der Seelenteile):
Dem frommen Manne nötig wie dem bösen (Kommentar überflüssig).
Dem ein Plastron, asketisch zu rapieren (Plastron=Brustpanzer, Rapieren = ausbeinen, bedeutet Herausziehen der männlichen Seele),
Kumpan dem andern, Tolles zu vollführen (Ausbrennen der weiblichen Seele),
Und beides nur, um Zeus zu amüsieren (für göttliche Aufnahme).

Das Resümmee zum Inhalt des Faust Teil 2: In beiden Teilen des Faust geht es um die Auflösung der Abtreibung, wobei beide Adepten für sich „Göttliche Aufnahme“ dank seelischer Entwicklung vermelden dürfen. Der Gang der Eireignisse ist bei Männern allerdings härter und deshalb mit mehr Erkenntnissen verbunden, weshalb nicht Faust allein Hohe Meisterschaft, sondern Rätselmeisterschaft vermelden darf.

Nachtrag: Gleiches wie für den Faust gilt für Friedrich Nietzsche und sein Buch „Also sprach Zarathustra“. Weiß man nicht, dass es um die Auflösung der Abtreibung geht, um tote, von Gott geborene Seelenkörper und im übertragenen Sinne getötete Gottesbilder, scheitert man mit der Interpretation hoffnungslos. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang zudem auf die Märchen „Der Trommler“ bei den Brüdern Grimm sowie „Die Schlange im brennden Wald“ und „Der Jüngling im Feuer und die drei goldenen Federn“ bei Johann Wilhelm Wolf. Zum Gesamtkomplex siehe auch „Die Wahre Tetralogie“, zur Übersetzung des Laotse und zum Taoteking. Daher noch einmal: Frage man doch jemand, der sich damit auskennt.

Inhalt des Faust Teil 1

schrieb am 20.02.2017 - Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur - Noch keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 1 gehört einer strukturierten Betrachtung unterzogen. So sollte man wissen, dass sich beide Teile des Buchs mit der Auflösung der Abtreibung beschäftigen. Schüler mögen im Übrigen mit den hier dargelegten Einsichten sorgsam umgehen. Denn die meisten Lehrer sind wenig erfreut, mit einer höheren Wahrheit als der ihren konfrontiert zu werden. Zu den drei Handlungsebenen und damit zum Inhalt des Faust Teil 1:

Inhalt des Faust Teil 1

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Auf der ersten Ebene möchte Faust ein Weiser werden. Er bedient sich dazu des Mephisto, um die notwendigen Erlebnisse zu erwerben. Er verführt zunächst ein junges Mädchen, die von ihm schwanger wird. Von ihr dazu zur Rede gestellt, wendet sich Faust auf eine schwammige Gottesvorstellung heraus. Die ob des Kindes gesellschaftlich gebotene Ehe lehnt er somit ab. Faust tummelt sich im Anschluss mit Mephisto zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg, um weiteren Unsinn auzuhecken. Die Lust vergeht ihm, als er die Verführte als Gefangene und Geköpfte unter den Hexen erkennt.

Die nächste Betrachtung gilt der Verführten (Gretchen) selbst. Sie stellt sich ihrer Verantwortung und nimmt dazu (Kerkerszene) alle Schuld auf sich. Stellt sich die Frage, was sie zu verantworten hat? Selbstredend wurde ihre Mutter nicht von ihr vergiftet, sie war nur Dank des Trankes wie tot. Ebenso trieb es nicht Gretchens Bruder einen Degen ins Herz, als Faust seine Schwester sitzen ließ. Es gab stattdessen einen übertragen zu deutenden Stich ins Herz, weil Gretchen ihn gesellschaftlich kompromittierte. Übrig bleibt die Einnahme eines Trankes aus einem Fläschchen, das sie von der Nachbarin erhielt. Selbst wenn vorgeblich ein „von der Gesellschaft ertränktes Kind“ gewesen sein soll, wird wegen des Fläschchens klar, dass Gretchen selbst eine Entscheidung gegen das werdende Leben in ihrem Körper traf. Dafür und für die Enttäuschung von Mutter und Bruder geht sie schließlich „zum Blocksberg“, wo sie von oben ein ihr gewogenes Gottesurteil erfährt, „Ist gerettet“ (Faust Teil 1, Kerkerszene zum Schluss).

Letzte Betrachtung zum Inhalt des Faust Teil 1: Faust „baut nicht nur Mist“ mit Gretchen, die er verführt und sitzenlässt. Er offenbart des Weiteren eines seiner Schlüsselerlebnisse, nämlich eine „Seelenwanderung“, von der er sich leiten lässt und deshalb geradewegs ins Schamanentum befördert wird. Wir erleben hier damit bereits einen ersten Auflösungsversuch, mit dem Faust allerdings scheitert. Im zweiten Teil, weil ihn nämlich das Schamanentum anwidert, wendet er sich deshalb der Mystik zu. Allerdings nimmt er aus der Sackgasse „Schamanentum“ noch eine Einsicht mit: Ihm wird klar, dass Jesus am Kreuz ebenfalls nur schamanisierte und es keine körperliche Wiederauferstehung des Gekreuzigten gab. Das bedeutet für ihn die positive Seite des Scheiterns: Er erlangt ein tieferes Verständnis für das Christentum und erkennt den Irrtum, auf dem es aufgebaut ist. Somit lässt sich zum Inhalt des Faust Teil 1 festhalten, dass eine Frau, die sich wegen des Schwangerschaftsabbruchs an Gott wendet, für die Hinwendung in den Himmel kommt. Zugleich wird das Christentum als Schamanentrug enttarnt.

Nachtrag: Hier wie in jeder Hinsicht gilt: Wenn man sich etwas nicht aus eigener Erfahrung selbst erschließen kann, sollte man jemanden fragen, der sich damit auskennt. Der Unterzeichner etwa wäre so ein Jemand, da er selbst als Mann die Abtreibung auflöste und deshalb wie Goethe oder Nietzsche ein Rätselmeister wurde. Seine Bücher gibt es bei Amazon. Damit zum spannenden Teil 2 des Faust.

Heidentum gegen Religion

schrieb am 19.01.2017 - Literatur, Pamphlet - Noch keine Kommentare

Heidentum gegen Religion – ist das vielleicht der Weg, den Untergang des christlichen Abendlandes abzuwenden? Wohl niemand möchte westliche Werte oder gar die Demokratie gegen einen islamischen Staat aufgeben, oder?

Da stand ich letztens mit einigen Katholiken zusammen. Sie beklagten das Ausbleiben der Gläubigen zur Messe sowie die Ausbreitung des Islam. Während immer weniger zur Kirche gingen, sprössen die „Gebetshäuser“ der Neuankömmlinge wie Pilze aus dem Boden. Dem leiste sogar noch mancher Bürgermeister durch das Verschenken von Grundstücken Vorschub, damit bald Minarette noch die Hochhäuser und Kirchtürme seiner Stadt überragen würden. Auf meinen gutgemeinten Vorschlag hin, man möge dem inhaltlich entgegentreten, erntete ich statt eines kämpferischen Aufbruchs nur Resignation.

Religion – Inhalte und Wahrheiten

Die Haltung ist verständlich. Das Christentum postuliert, dass sein Messias in nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld (von) der Welt hinweg genommen habe. Das ist wahrlich eine tolle Religion, allerdings mehr für Schurken, Halunken und Verbrecher, die vorgeblich mit der Absolution der Kirche und ein paar Vaterunsern trotzdem in das Himmelreich kommen sollen. Daneben bietet die Glaubenslehre statt einer Anleitung zur Gotteserfahrung nur eine solche zum Beten und Glauben. Wie viel fortschrittlicher erscheint da der Islam? Geoffenbarten Worten, vorgeblich göttlichen Ursprung, leuchtet das Siegel aller je gewesenen Propheten voran, ein Mann, der Moses und Jesus gleichermaßen im Denken, Fühlen und Handeln nachfolgte (er behauptete: diese überflügelte). Denn wie Moses löste er das Schlüsselerlebnis „Tötung in Notwehr“ auf, weshalb er ständig auf die verzeihende Güte des Allerhöchsten verwies. Und wie Jesus am Kreuze schamanisierte er in seiner Höhle, auf dass ihm ein zur Seite stehender Geist namens Gabriel vorgeblich göttliche Worte übermitteln konnte.

Großes Kino, meine Herrschaften. Die Anhänger der einen Religion können ungestraft töten und morden, weil ihnen die Kirche dazu die Absolution erteilt. Und die Anhänger der anderen Religion dürfen vorgeblich „Ungläubige“ töten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Denn deren Prophet glaubte in unzulässiger Verallgemeinerung der Einsichten aus der Auflösung einer Tötung in Notwehr, dass jedes im Sinne der Religion „berechtigte“ Morden von Gott entschuldigt würde. Am Rande notiert, nicht viel besser Kollege Buddha, der postulierte: „Es gibt keinen Täter, es gibt nur die Tat“.

Würde man stattdessen einmal den Menschen zuhören, die sich ob eines Mordes oder des Tötens als Soldaten persönlich an Gott wandten und dafür Verantwortung übernahmen, wäre die Einsicht eine völlig andere. Man würde über Schuld und Sühne für das Töten völlig Verschiedenes erfahren. Man würde hören, dass man sich für einen Mord soundsoviele Leben nichts mehr zuschulden kommen lassen darf, will man noch in das Himmelreich. Denn das Morden – meine Herrschaften – bleibt vor Gott nie ungestraft! Im Vergleich also von Heidentum gegen Religion schneidet Ersteres schon deshalb regelmäßig besser ab. Denn statt pauschale Schuldfreiheit gibt’s für die persönliche Hinwendung zu Gott ein ganz persönliches Urteil. Und damit wird jeder durch die Hinwendung zu Gott sein eigener Religionsstifter.

Heidentum gegen Religion - Literatur gibt die Anwort

Die Auferstehung der Könige – ein Weckruf an Dichter, Denker und Märchenerzähler

Heidentum gegen Religion – die Lösung

Bleibt mithin festzuhalten, dass nur das Heidentum gegen Religion bestehen kann. Denn nur das Heidentum gewährt jedem Menschen persönliche Hinwendung zum Allerhöchsten, nämlich zur Mutter aller Seelen. Nur das Heidentum verhindert unzulässige Verallgemeinerungen persönlicher Einsichten und nur das Heidentum verhindert zugleich das Abschneiden von eigener Erkenntnis. Und um das Heidentum gegen Religion zu stärken, hat der Autor dieser Zeilen bei den Faltern den Tempel zur Auferstehung der Könige installiert (Bild nebendran und hier der Link zur IG-KLM). Wollen wir mit dem Weckruf an die Könige die Hoffnung aussprechen, dass der deutsche Seelenadel, sprich große Dichter und Denker deutscher Zunge sowie die großen deutschen Märchenerzähler, nunmehr den Religionen entgegentreten. Denn gegen „Heeere aus dem Osten“ ist das Christentum chancenlos.

Glaube, Religion und Wissen

schrieb am 08.01.2017 - Grundlagen zur Mystik, Lebenshilfe - Noch keine Kommentare

Geht das eigentlich zusammen, Glaube, Religion und Wissen? Und wenn ja, wie? – Einer meiner alten Religionslehrer meinte einst, in allen Religionen stecke Wahrheit. Doch da kein Mensch allein Alles wissen könne, müsse die Welt in tumber Unwissenheit verharren. Erst mit dem Tod erfahre der Mensch, natürlich zu spät, was wahr gewesen wäre. Da helfe es nur, zu beten und abzuwarten.

Hallo?! Liebe Leute, das ist blühender Blumenkohl. Diese Haltung hilft allenfalls den Machthabern, das Volk verblödet zu halten. Denn was wir in jedem Falle bereits ohne große Überlegung festhalten können: Tatsächlich wussten die Religionsstifter etwas über sich und ihr Leben. Das machte sie bereits für ihre damaligen Mitmenschen attraktiv. Doch offenbar passte ihre Weisheit nie so recht auf alle Menschen und alle Lebenssachverhalte. Sehr sinnfällig wird das im Übrigen bei Buddha, der die philosophischste aller heute großen Glauubensrichtungen schuf. Mancher „packt“ es mit seinen Schriften und andere scheitern kläglich im Bemühen um eigene Weisheit. Und genau diese teilweise Scheitern spricht dafür, dass die Stifter ihre persönlichen Offenbarungen unzulässig verallgemeinerten. Heutzutage nutzen clevere Geschäftemacher dieses Halbwissen zu ihrem Vorteil aus. Das geht im Großen mit den Religionsführern und endet im Kleinen bei den Religionslehrern. Keiner weiß wirklich etwas, aber alle leben davon.

Picken wir uns ein paar in Mitteleuropa bekannten Inhalte solcher Lehren heraus: Glauben Sie etwa, dass fünfmaliges tägliches Beten gen Osten Ihre Seele bildet? Ihr fünfmal tägliches Herunterleiern von Gebeten soll Sie in den Himmel bringen? Oder bringen Sie täglich fünf Leute um, weil Ihr Prophet mit nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld der Welt auf sich nahm, dass Sie trotzdem ungestraft gleich ins Paradies kommen? Das meine Herrschaften nennen Sie Glauben, Hoffnung, Zuversicht, Religion? – Ich könnte kotzen.

Rekapitulieren wir: Glaube, Religion und Wissen passen ganz offensichtlich nur bedingt zueinander. Wenn man sich nicht verscheißern lassen möchte, muss man sich also selbst bemühen. Fraglich bliebe nur, wie es anzustellen wäre? Da hilft der Blick auf das Leben der Religionsstifter weiter. Deren Erkennen entzündete sich nämlich an deren Lebenserlebnissen, die sie für sich aufarbeiteten. Bedeutet natürlich auch, dass man alle Prozesse um die Verarbeitung von Lebenserlebnissen beiziehen kann, um zu vergleichen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Somit heißt das erste Zauberwort also „Bemühen“. Bemühen um eigene Weisheit und dann Bemühen, zu vergleichen. Und wenn man hinsichtlich des ersten Bemühens noch einmal auf das Leben der Religionsstifter schaut, heißt das zweite Zauberwort „Leiden“, Leiden für Erkenntnisse. Bedeutet im Umkehrschluss: Wer sich nicht bemüht und nicht für eigene Weisheit leidet, der muss tatsächlich „Beten“.

Ein anderer Ansatz bietet sich dann aber den schlauen Leuten unter den Bemühten. Die bemühen sich nämlich nur um ihr Seelenheil und lassen andere vergleichen. Und wenn sie besonders schlau sind, ziehen sie das Werk des Unterzeichners bei, der mit eigener Weisheit schon alles verglichen hat. Als ich mich vor circa 40 Jahren aufmachte, wollte ich so viel über Glaube, Religion und Wissen in Erfahrung bringen, so viel ein einzelner Mensch darüber für sich erfahren kann. Deshalb bemühte, leidete, verglich und schrieb ich über Jahrzehnte hinweg. Was ich allerdings nicht begreife, ist, warum die Welt dieses Werk nicht für sich annimmt. Bei den Pressefritzen weiß ich inzwischen warum. Die machen mit schlechten Nachrichten Geld, nicht mit guten. Teilweise sind sie auch per Staatsvertrag geknebelt und können sich darauf herausreden. Aber meine Herrschaften: Sie alle in der Presse tragen Mitverantwortung an den Kriegstoten aus Glaubenskriegen (sind die allermeisten). Sie alle in der Presse tragen Mitschuld an der Zerstörung dieses Planeten (weil nichts gemacht und nicht zusammengearbeitet wird). Sie alle in der Presse tragen mit dazu bei, dass kaum jemand es schafft, in den Himmel zu kommen (weil Sie die Wahrheit unterdrücken). Und Sie alle in der Presse haben es mit zu verantworten, dass die Menschen permanent auf allen Gebieten verscheißert werden (endet ja nicht bei Religion), dass Glaube, Religion und Wissen bis zum jünsten Tag auf diesem Planeten (ist dann auch dank Ihrer Untätigkeit nicht mehr lang bis hin) micht zusammengehen können. Insoweit habe ich mittlerweile mit dem Wunsch für mich abgeschlossen, noch etwas zu ändern, zu bewegen und etwas für meine Mitmenschen tun zu können. Gute Nacht, Erde.

Nachtrag: Ein paar Gedanken zur Tiefe der Glaubenslehren finden Sie im zuvor veröffentlichen Artikel über den „Religions-Käse„. Bücher gibt es frisch bei: Amazon

Religions-Käse

schrieb am 18.12.2016 - Allgemein, Pamphlet, Werbung - Noch keine Kommentare

Mir geht die ganze verlogene Veranstaltung hier auf den Senkel, vor allem der Religions-Käse. Zu Zeiten von Hermes Trismegistos im alten Ägypten, Laotse in alten China oder Zarathustra im alten Persien gab es nämlich neben der Religion noch zusätzlich die Möglichkeit von persönlicher Entwicklung. In Ansätzen bieten diese Möglichkeiten noch heute der Hinduismus oder auch der Buddhismus. Wer also die Kraft, den Intellekt und die Lebenserlebnisse zum eigenen Erkennen hat, den versucht man, zu führen. Die anderen müssen stattdessen das Feuer anbeten oder anderes religiöses Brimborium über sich ergehen lassen. Sie werden dennoch angeleitet und können etwas für ihr Seelenheil im nächsten Leben unternehmen. Keine schlechte Einrichtung, will ich meinen.

Die „modernen“ Glaubenslehren

Völlig anders die sogenannten modernen Religionen, die im Übrigen nur für eine beschleunigte Entwicklung auf der Erde gedacht waren, nie aber, Menschen von Gott und eigener Erkenntnis abzuschneiden. Statt mit Bedacht vorzugehen und abweichende Meinugnen zuzulassen, sind die Verteter der neuen Lehren aufgrund Machtstrebens, Geltungsbedürfnisses und persönlicher Bereicherung weit übers Ziel hinausgeschossen. Sie wissen, von welchen Glaubenslehren ich rede? Das sind Christentum und Islam, die beide aus dem Judentum hervorgegangen sind. Und beide Sekten bekämpfen sich noch immer bis aufs Blut, anstatt zu kooperieren. Und beide Sekten schneiden zugleich deren Anhänger von Gott und eigener Erkenntnis ab.

Stellen Sie sich vor, da gibt es die ältere der drei Lehren, in der man sich für Gottes auserwähltes Volk hält, obwohl (erkennbar) nur Moses einen Bund mit Gott schloss. Über jenen erfahren wir im Übrigen, dass er einen Ägypter erschlug. Glaubt man der Bibel, war Moses also ein Mörder. Das Christentum kennt darüber hinaus einen Stifter namens Paulus, der im zweiten Brief an die Korinther einräumen musste, dass er eine Erhebung in den Himmel für sich selbst nicht zu deuten wusste. Ein Trottel also, der eine Seelenwanderung für sich selbst nicht erkannte, diese nicht auflöste und deshalb die schamanische Seelenreise des Jesus als körperliche Wiederauferstehung missinterpretierte. Spitze!

Der dritte im Bunde legte sich für Moses ins Zeugs, Gott wäre jemand, der gerne verzeihen würde. Herrschaften, woher wusste er das, wenn er es nicht selbst am eigenen Leib erfahren hätte? Von einem seiner Onkel wird berichtet, dass der freundliche Prophet zudem schamanisierte, also mit der Seele reiste. Des Weiteren setzte er die Verheiratung mit einer älteren Kaufmannswitwe nach deren Tod in die Ehe mit einer Zehnjährigen (!) um. Und die Verluste naher Angehöriger werden auch nicht aufgelöst. Ja Menschenskinder, was sind denn das für Religionsstifter? Was sind das denn für herausragende Persönlichkeiten, an denen ich mich orientieren soll?

Wahrheiten statt Religions-Käse

Besonders preiswert ist „Die Seelenfibel“, gibt’s im Handverkauf bei der IG-KLM

Folgen von Religions-Käse und Quintessenz

Es ist unfassbar dreist, wie sich Religionen in unseren heutigen Gesellschaften breit gemacht haben. Wer sich bei Problemen mit der eigenen Lebensgeschichte nicht im Beten ergeht, wird zu Psychologen geschickt und mit Psychopharmaka vollgepumpt. Halte Deine Schnauze und friss die Pillen, bis du verblödet bist, ist die Botschaft. Hierzulande erreicht der Religions-Käse seinen Höhepunkt zu Weihnachten’, an dem vorgeblich das Jesukindlein geboren wurde, alle Schuld hinwegzunehmen. Meine Schuld hinwegzunehmen? Das hilft schon vom Grunde her nur den Mächtigen, nicht denen, die hin und her gestoßen werden. Herrschaften, ich weiß, Ihr wollt nur Geld verdienen, wollt, dass Alles beim Alten bleibt, weil ihr Euch eingerichtet habt. Nur dazu kommt Ihr jedes Jahr an Weihnachten mit dem Religions-Käse und es ist Euch egal, ob die Leute dabei so richtig verarscht werden. Denkt aber bitte daran, dass Ihr mit Euren kleinen Krämerseele dennoch in das Himmelreich wollt. Und ich glaube kaum, dass Euch die Mutter Eurer Seelen abnimmt, dass Ihr es nur gut meintet und im Übrigen von dem Allen nichts gewusst oder geahnt habt. Und falls doch, dann schlaft weiter. Gute Nacht! Für alle anderen, die sich für die Entwicklung ihrer selbst und für die Erkenntnisse aus allen Prozessen interessieren, egal ob umgesetzt in Religion, Märchen oder Literatur, gibt’s meine Bücher bei: AMAZON

Kommentar über Nietzsches Zarathustra

schrieb am 11.12.2016 - Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Literatur, Philosophisches - Noch keine Kommentare

Mein verstorbener Freund Dieter Scholich träumte von einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra. Sein Tod 2002 kam seinen diesbezüglichen Überlegungen dazwischen. Aus heutiger Sicht hätte ich ihm abgeraten, es alleine zu versuchen. Es hätte eher ein Projekt von uns beiden werden können. Denn Nietzsche selbst führte aus, dass er auf mehreren Wegen, nämlich inneren (wie äußeren), zur Erkenntnis gelangte.

Sehr offen spricht er die zwei inneren Wege im Kapitel „Vom Gesicht und Rätsel“, Nummer 2, an, wenn er konstatiert,: „Zwei Wege kommen hier zusammen; die ging noch niemand zu Ende.“ (Es fehlt der Nach-Halbsatz: „weil man sich entscheiden muss“.) Jemand, der um solche Feinheiten weiß, wird den Satz verstehen, der andere nicht. Ich frage Sie: Wissen Sie, um welchen Entscheid es geht? Ich denke nicht, doch schenke ich Ihnen die Antwort: Es geht um den Seelenentscheid zwischen Mystik und Schamanentum, der etwa ebenso Hesse dazu inspririerte, im Steppenwolf zu warnen, nicht die schöne Frau in sich zu töten. Man verbliebe im Magischen Theater. Verstanden? Nun, wir werden das sogleich vertiefen:

Nietzsche selbst führt zum eingangs zitierten unvollkommenen Postulat weiter aus: „Diese lange Gasse zurück; die währt eine Ewigkeit. Und jene lange Gasse hinaus – das ist eine andere Ewigkeit. Sie widersprechen sich, diese Wege; sie stoßen sich gerade vor den Kopf; – und  hier, an diesem Torwege, ist es, wo sie zusammenkommen. Der Name des Torwegs steht oben geschrieben: <Augenblick>“. –

‚Schamanentum’ ist der eine langen Wege, von dem die Menschheit profitierte, als es noch keine Wissenschaften gab, weil Schamanen Geistwissen auf die Erde holten. ‚Mystik’ nennt sich der andere lange Weg von der Erde weg, aus dem Zyklus von Tod und Wiedergeburt der Seele heraus, hin in die Ewigkeit Gottes. Und tatsächlich hat man sich in einem Augenblick zu entscheiden, welcher Seelenteil denn da im Traum „unter die Räder kam“. Es ist das Rätsel, dass am Ende mit einem Traumgesicht „entlohnt“ wird. Und ob man es dann richtig machte, den tumben Jüngling zu opfern, wusste dann auch Hesse, wie oben gesehen.

Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob ein Wissenschaftler tatsächlich in der Lage wäre, ohne Kenntnisse der Bilder eines inneren Leidensprozesses zu erraten, was Nietzsche da beschrieb? Nicht umsonst hielt der Autor selbst sein Buch (Untertitel) „Für alle und keinen“ für das tiefste Buch, das die Menschheit besitzt. – Zu seinem Erkenntnisgang führte er im Übrigen aus: „Selig aber ist der also Schwangere“, weil die Abtreibung die Geheimnisse des Lebens für uns Menschen bereit hält. Zum Schwangerschaftsabbruch selbst aus dem Kapitel „Von alten und jungen Weiblein“: „Alles am Weibe ist ein Rätsel, und Alles am Weibe hat Eine Lösung: sie heisst Schwangerschaft. Der Mann ist für das Weib ein Mittel: der Zweck ist immer das Kind.“ Solche Einsichten können Frauen am eigenen Leib erfahren, Männer müssen sich dazu erst einmal ein Gefühl erarbeiten, wie schwanger zu sein. Aber dann können sie noch viel mehr als Frauen erreichen, denn ihr „Mitleiden“ nennt sich ‚Martyrium’. Noch einmal daher frage ich Sie: Hätte das ein Wissenschaftler nachvollziehen können? Lesen wir solche Einsichten bereits heutzutage in einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra? Hätte es mein Freund Dieter Scholich vielleich am Ende sogar mehr erarahnt als gewusst?

Exkurs zu Dieter Scholich

Ein Kommentar über Nietzsches Zarathustra war sein Traum

Dieter Scholich, Anfang der 1980er in Brandenberg / Tirol

Dieter Scholich war Philosoph und studierte in Düsseldorf. Er legte seine Prüfung einen ganzen Tag lang vor sechs Professoren seiner Fakultät ab, musste zur Prüfung die gesamte Philosophiegeschichte, Theorien, Überlegungen, Diskussionen usw. im Kopf abrufen können und – bestand mit „Sehr gut“ plus. Nach seiner Ansicht (daran hat sich seit seinem Tod noch nichts geändert) dreht sich die Philosophie heute im Kreise. Sie biedert sich mal den Psychologen, mal den Neurologen an, um bei einem Schulterblick womöglich etwas über das Menschsein zu erhaschen. Dieter lehnte dieses Anbiedern kategorisch ab, bevorzugte eine Empfehlung in Richtung Mystik und musste deshalb seine Doktorarbeit einstellen. Ihn, den damals brilliantesten Philosophen Deutschlands, kostete seine Unbeugsamkeit die Karriere und (meine Vermutung) am Ende sogar verfrüht das Leben. Ich bin mir allerdings sicher, er hätte einem Kommentar über Nietzsches Zarathustra (selbst ohne eigenen Erkenntnisweg) mehr Leben eingehaucht, als Dutzende Philosophen und Literaturwissenschaftler, die aktuell Nietzsche vergewaltigen. Dass er Nietzsche besser verstanden hatte, als seine Wissenschaftler-Kollegen heute, bewies er mit der Theorie, dass eine zur Abtreibung genötigte Frau für „ihr Opfer“ zum Ausgleich göttliche Erkenntnis erhalten müsste. Für mich war das der Zuspruch, in das Martyrium um den Schwangerschaftsabbruch einzusteigen.

Allerdings irrte Dieter auch. Eine solchermaßen belastete Frau erhält für die Auflösung der Abtreibung nur eingeschränkt „göttliche Erkenntnis“. Ihr wesentlicher Gewinn konzentriert sich auf „göttliche Selbsterkenntnis“ (Mord ja/nein und göttliche Aufnahme) und ist zudem im Blick auf das Göttliche beschränkt. Dagegen steht „göttliche Erkenntnis“ im eigentlichen Sinn allein Rätselmeister/Innen offen. Mit anderen Worten: Der Martyrer um die Abtreibung erfährt mehr Weisheit als eine Frau, die für das Ende ihrer seelischen Beschwernis Gott um Erkenntnisse angeht. Das freie Leiden um Einsichten wird folglich mit deutlich vertiefterer Erkenntnis entlohnt. Insgesamt steht hinter der Auflösung aller Schlüsselerlebnisse ein göttliches Belohnungs- und Bestrafungssystem, um das Dieter ahnte und ich weiß.

Doch zurück zum Thema: Dieter hätte mit seinem perofunden Kenntnissen der Philosophie und deren Geschichte sicher einen sehr guten philosophischen Kommentar über Nietzsches Zarathustra verfasst. Dagegen könnte ich mit meinen profunden Kenntnissen über Leidensprozesse einen schamanisch/mystischen Kommentar über Nietzsches Zarathustra schreiben. Zusammen wären Dieter und ich damit jedenfalls ein unschlagbares Team geworden. Es hat nicht sollen sein und ob ich mich einmal an eine solche Aufgabe herantraue, weiß ich derzeit nicht. Was ich allerdings gerne mitgebe, sind Gedanken zu einzelnen Kapiteln des Zarathustra, wie etwa zum Thema „Von Kind und Ehe“. Mir bleibt zu hoffen, da man üblicherweise seelisch noch unfertige Studenten durch den Zarathustra jagd, um sich anschließend professorenseits mit fremden Federn zu schmücken, uns bleiben weitere Dümmlichkeiten zu diesem Buch aus der Ecke der Wissenschaften erspart.

Anagogischer Sinn

schrieb am 22.11.2016 - Grundlagen zur Mystik, Pamphlet - Noch keine Kommentare

Mit dem Begriff  „Anagogischer Sinn“ bezeichnete Dante einen Übersinn, der seiner „Komödie“ innewohne. Dieser gehe über einen allegorischen Sinn, wie wir ihn etwa aus Fabeln kennen würden, sowie einen moralischen Sinn (etwa bekannt aus religiösen Interpretationen) hinaus. Stattdessen verstand Dante darunter eine Befreiung der Seele von den Sünden. Unter dem Aspekt einer Verantwortlichkeit des Menschen vor einer göttlichen Trinität dürfen wir daher seine metaphysische Entwicklung als den Hintergrund seiner diesbezüglichen Überlegungen betrachten.

Dante und sein "Anagogischer Sinn"

Sein „Anagogischer Sinn“, der „Übersinn“ beschäftigt die Literaturwissenschaftler

In den heutigen Zeiten einer etablierten Disziplin namens „Psychologie“ wird natürlich ein „Anagogischer Sinn“ als nicht mehr zeitgemäß erachtet, vielfach wird er sogar völlig negiert. Dabei dürfte ein solcher „Anagogischer Sinn“ weiteren großen Werken der Weltliteratur zugrunde liegen, so etwa Goethes Faust oder Nietzsches Zarathustra. Goethe selbst erwähnte 1827 in einem Brief an K. J. L. Iken, dass er mit dem Faust II das Mittel des Dramas gewählt habe, „da sich manches unserer Erfahrungen nicht rund aussprechen und direkt mitteilen läßt“. Er wollte so „dem Aufmerksamen einen geheimeren Sinn offenbaren“. Und Nietzsche, der sich selbst im Zarathustra „Rätselrater und Erlöser des Zufalls“ (Kap. Von alten und neuen Tafeln, Kap. Von der Erlösung) nannte, lässt sich sogar sehr deutlich aus, dass sich (nur) „an der eigenen Qual (dem Leiden) das eigene Wissen mehrt“ (Kap. Von den berühmten Weisen). Und im gleichem Kapitel schreibt er Mittleren Meistern (wie etwa Buddha oder dem Mahavira) ins Buch: „Und niemals noch durftet ihr euren Geist in eine Grube von Schnee werfen, ihr seid nicht heiß genug dazu.“

Allerdings sind dies Äußerungen, die sich tatsächlich nicht jedem oder jedem sofort offenbaren, weil es an entsprechender Leidens-Erfahrung fehlt. Ich selbst gehöre dagegen zu denjenigen, die auf den alten Wegen zu Wissen und Weisheit gelangten. Nur jemanden, der seine männliche Seele in sich tötete, die daraufhin von Gott-Frau aus der Brust gezogen wurde, kann etwa mit Goethes „Dem ein Plastron (Brustpanzer), asketisch zu raprieren“ (die Seele ausgebeint zu erhalten) etwas anfangen. Auch die zuvor angesprochene Hitze bei der Totalausbrennung der verbliebenen weibliche Seele, wie es Nietzsche beschrieb, ist für mich nachvollziehbar. Formulierungen, wie die genannten, sind mir daher nichts Unverständliches mehr, sondern sie sind stattdessen Teil einer meinen Mitmenschen nicht mehr geläufigen Wahrheit. Bereits häufig habe ich mich deshalb vor Nietzsche gestellt, dem man ob seines „Gott ist tot“ zu Unrecht Atheismus und Nihilismus andichtete. Vielmehr sprach er damit über eben einen toten Seelenkörper (Kap. Der bleiche Verbrecher), der ihn zu seinen Überlegungen bewog.

Nun soll an dieser Stelle natürlich nicht den Germanisten und Literaturwissenschaftlern die Arbeit vorgetan werden. Deshalb mag man sich dort zunächst auf den eigenen Hosenboden setzen und bei sich selbst aufräumen, bevor es ans Schwadronieren über Sinnzusammenhänge geht. Und wenn sich Nietzsche im Übrigen auslässt: „Alles am Weibe ist ein Rätsel und alles am Weibe hat eine Lösung. Sie heißt Schwangerschaft“ (Kap. Von alten und jungen Weiblein), wenn er postuliert „Selig ist der also Schwangere“ (Kap. Die sieben Siegel) legt er dar, was den klugen Wissenschaftler auf den Leidens- und Erkenntnisweg brächte, nämlich die Auflösung der Abtreibung. Ja, meine Damen und Herren: Bevor es hier darum geht, auch dem Schreiber dieser Zeilen mit Hohn und Spott entgegenzutreten, mag man erst einmal seine Seele entwickeln. Dann ist auch Dantes „Anagogischer Sinn“ kein Buch mit sieben Siegeln mehr und Nietzsche Zarathustra läse sich wie ein guter Roman, leicht verständlich.

Selbstredend ist mir klar, dass ich mir das Maul fuselig quatschen kann. Es ist mutmaßlich ebenso wurst, dass ich Religionen auflösen kann und darf. Ihr wollt weiter in Gottes Namen morden und den Planten zerstören. Bitte, wenn Ihr meint. Allerdings kommt von Euch dann keiner dahin, wo er hin will und wo er etwa Dante, Goethe, Nietzsche und bald auch mich besuchen möchte, nämlich: In den Himmel.

Wahre Welt

schrieb am 16.11.2016 - Allgemein, Pamphlet - Noch keine Kommentare

Gibt es Informationen über so etwas wie die Wahre Welt? Aktuell verboten wurde die Organisation die „Wahre Religion“, sodass hier Klärungsbedarf bestehen könnte.

Wahre Welt – Unstreitiges

Unstreitig kommt der Mensch alleine zur Welt. Und ebenso unstreitig verlässt er diese Welt alleine wieder, selbst wenn sich viele Menschen um sein Sterbelager versammelt hätten. Ebenfalls noch unstreitig hat das letzte Hemd keine Taschen, was bedeutet, dass der Mensch alle seine Habseligkeiten zurück lässt. Für Menschen, die an Gott und Seele glauben, kann daher unstreitig nur die Seele etwas aus diesem Leben mitnehmen – vor das göttliche Gericht. Daher kommt es in diesem Leben darauf an, die Seele zu entwickeln. Nachtrag für alle Ungläubigen, die sich auf Nietzsche berufen: Nietzsche war nachweisbar nicht Atheist oder Nihilist, sondern Mystiker. Er hatte eine göttliche „Spezialaufgabe“, nämlich den „vermeintlich Gottlosen“ eine Stimme zu geben. Heißt für alle Atheisten: Herein gefallen!

Wahre Welt – Seelenentwicklung

Wenn die Wahre Welt seelische Entwicklung einfordert, wie sähe die aus? Im Laufe seines – insbesondere jugendlichen – Lebens begegnet dem Menschen allerhand Unverständliches. Das wird zumeist verdrängt. Es sind jedoch Berührungen der Seele in seinem Leben, die später aufzulösen sind. Man nennt diese Begebenheiten „Knotenpunkte des Lebens“ oder „Schlüsselerlebnisse“ oder mit Zarathustra gesprochen „Kindheitswunder“. Diese „poppen im Unterbewusstsein“ in der Midlife-Crisis „wieder auf“, müssen dann hervorgeholt und aufgearbeitet werden. Dieser Prozess bedeutet Seelenentwicklung und wird am Ende mit Weisheit belohnt. Mein Tipp: Nicht Psychologen bemühen, weil die nicht Ihr Leben gelebt haben. Keine Psychopharmaka schlucken, sondern mit qualitätvollen Märchen und Literatur an seiner Entwicklung selbst arbeiten, auch wenn es schmerzt (denn das wird es). Ein Internet-Literatur-Tipp dazu außerhalb dieser Webseite wäre die „Metaphysik-Literatur-Installation“ auf der Webseite der IG-KLM (Falter Langenfeld).

Wahre Welt - Kümmere Dich um Dich selbst.

Falter in der Installation um Metaphysik und Religion

Wahre Welt – Kontemplationslehrer

Die Wahre Welt braucht keine Lehrer, denn das Leben lehrt Sie. Wenn Sie über genügend Bildung verfügen, Selbst- und Gottvertrauen mitbringen, bedarf es sonst keiner Anleitung. (Ist aber verdammt schwer.) Greifen Sie sonst zu den Schriften der sieben fassbaren Rätselmeister der Menschheitsgeschichte: Hermes Trismegistos, Laotse, Hafis, Dante, Goethe, Nietzsche oder meiner Wenigkeit. Greifen Sie zu den Werken großer Dichter und Denker, etwa Zarathustra, Djuang Dsi, Rumi, Parmenides, Descartes, Hesse, Peter Kingsley um einmal einige der großen Literaten zu nennen. Mir ist andererseits bewusst, dass man vieles erst versteht, wenn man den Prozess für sich abgeschlossen hat. Wenn Sie daher wirklich Hilfe benötigen und dabei nicht auf meine Schriften zugreifen möchten, dann nehmen Sie für den Prozess die Märchensammlung der Brüder Grimm. Die Bilder der Märchen wurden erzählt, Ihnen Hilfen zu bieten. Sie sollten die (Traum-)Bilder selbst erleben, um immer wieder ein Angekommen zu verspüren. Viele Märchen waren und sind deshalb echte Handreichungen im Prozess und für den Prozess.

Wahre Welt – Gott und Seele

Die Wahre Welt entlässt Sie nach Ihrem Prozess (je nach Ihren Erlebnissen) mit der Einsicht, ob Sie nach diesem Leben göttliche Aufnahme erfahren werden oder ob Sie sich noch in weiteren körperlichen Existenzen mit Ihrer Seele beweisen müssen. Der Fachmann spricht von einem „Göttlichen Belohnungs- und Bestrafungssystem“. Es gilt zudem die Faustformel: Täter dürfen Gott nicht schauen, Opfer werden damit belohnt. Hat man (für die Mittlere Meisterschaft / Buddhaschaft) von der Opfer- auf die Täterseite zu wechseln, darf man sich (statt der Schau des Göttlichen, weil auf die Täterseite gewechselt) aussuchen, wiedergeboren zu werden oder zu verlöschen. Letzteres bedeutet übrigens nichts anderes als „seelische Aufnahme“. Gott wird dabei in vielen Opferprozessen als Frau wahrgenommen, entpuppt sich dann jedoch in den Martyrien zur Rätselmeisterschaft regelmäßig als eine Trinität aus Frau-Mann-Liebe. So können Sie das ebenfalls in den Schriften aller Rätselmeister nachlesen, die ihren Prozess um ein frühkindliches Prügelerlebnis, eine Seelenwanderung und den Verlust eines nahen Angehörigen zur Auflösung der Abtreibung zusammengefasst haben.

Wahre Welt – wahre Religion?

Die Wahre Welt kennt sieben Milliarden Religionen, so viele Religionen wie es Menschen gibt. „Wahre Religion“ würde bedeuten, dass es nur einen Religionsstifter gab, der alles wusste. Ihm müssten alle nachlaufen, ohne selbst je zur Weisheit gelangen zu können, noch schlimmer: ohne selbst jemals in den Himmel gelangen zu können. Denn merke: Religion schneidet Menschen von eigener Erkenntnis ab. Religion verhindert, dass Menschen in den Himmel kommen. Und: Religion ist die verlogenste Erfindung in der Menschheit, damit Geld zu verdienen. Denn Freunde: Was juckt es einen Religionsführer, der weiß, dass er mit seiner Seele keine göttliche Aufnahme findet, wenn er ebenso sicher sein kann, dass seine Schäfchen nicht ins Himmelreich kommen. Ja Herrschaften: Wie blöd seid Ihr eigentlich, Euch so verscheißern zu lassen?

Mir wurde jüngst angetragen, weil ich so „erleuchtet“ sei, den nächsten Religionsstifter zu mimen. Einmal davon ab, dass es meine Aufgabe ist, alle bisherigen Glaubenslehren zu beseitigen, ist es zugleich meine Aufgabe, in einer Gesellschaft von sieben Milliarden Religionsstiftern für Toleranz zu sorgen. Taucht noch einmal einer aus der Masse auf, weil er die Menschen mittels Beten führen will, müsste ich ihm (im übertragenen Sinne) die Rübe von den Schultern hauen. Und Freunde, ich hätte keine Bange, diese Aufgabe anzugehen. Was schließlich meine „Erleuchtung“ anbelangt: Ich hatte einmal alles alleine zu durchdenken und das ist Arbeit, nicht „Erleuchtung“. Mit solchen religiösen Begrifflichkeiten kann und möchte ich nichts anfangen. Das bitte ist eine Botschaft in die Wahre Welt.