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Sie fanden nicht zueinander

24.10.2017 Allgemein, Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Werbung Keine Kommentare

Sie fanden nicht zueinander könnte über Goethes Faust, Nietzsches Zarathustra oder auch über meinem Werk und unseren Lesern stehen. Denn offenbar werden mystische Texte in ihrer Tiefe nicht verstanden. Wir wollen heute deshalb einen Leseversuch unternehmen mittels Nietzsches Kommentar zu Goethes Faust. Der Leser mag diesen bitte aufmerksam aufnehmen und dem Text mit Empathie begegnen. Damit zu Nietzsches Text:

„Die Faust-Idee. – eine kleine Näherin wird verführt und unglücklich gemacht; ein großer Gelehrter aller vier Fakultäten ist der Übeltäter. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugegangen sein? Nein, gewiss nicht! Ohne die Beihilfe des leibhaftigen Teufels hätte es der große Gelehrte nicht zustande gebracht. – Sollte dies wirklich der größte deutsche >tragische Gedanke< sein, wie man unter Deutschen sagen hört? – Für Goethe war aber auch dieser Gedanke noch zu fürchterlich; sein mildes Herz konnte nicht umhin, die kleine Näherin, >die gute Seele, die nur einmal sich vergessen<, nach ihrem unfreiwilligen Tode in die Nähe der Heiligen zu versetzen; ja selbst den großen Gelehrten brachte er, durch einen Possen, der dem Teufel im entscheidenden Augenblick gespielt wird, noch zur rechten Zeit in den Himmel, ihn, >den guten Menschen< mit dem >dunklen Drange<: – dort im Himmel finden sich die Liebenden wieder. – Goethe sagt einmal, für das eigentlich Tragische sei die Natur zu konziliant gewesen.“

Wenn Sie den Text einmal aufnehmen, ohne an die üblichen (Vor-) Urteile über Nietzsche zu denken: Dann stimmen Sie mir womöglich zu, dass Nietzsche hier mit Einfühlungsvermögen sowie mit Verständnis und Nachsicht für das Handeln der Beteiligten formuliert. Schauen wir uns Nietzsches Statement daher etwas genauer an: Faust verführt mittels Einflusses des Teufels das Gretchen, die aus lauter Verzweiflung ihre Leibesfrucht abtreibt.  Faust sieht in der klassischer Walpurgisnacht die Reuende, ohne sie erreichen zu können. Sie ist zu den „Heiligen“ aufgestiegen. Die junge Frau wird nämlich ob ihrer Hinwendung in den Himmel aufgenommen (siehe dazu auch meine Ausarbeitung zu Faust, Teil 1). Der anschließend dem Humunkulus in der Phiole folgende Faust wird im zweiten Teil des Dramas selbst errettet (siehe auch hierzu meine Arbeit zu Faust, Teil 2). Dort seien die zwei (auf der Erde ungleichen) Liebenden wieder vereint, wobei die Qualität dieser Vereinigung offen bleibt. Denke ich an das Liebespaar, würde ich meinen, sie fanden nicht zueinander.

Zu schnell? Dann noch einmal: Eine Näherin treibt ab und stirbt „den kleinen Tod des Seelchens“ in der Walpurgisnacht, nimmt also den klassischen, alten Auflösungsweg. Faust folgt ihr auf ebenfalls klassischem Wege, der jedoch ein anderer als der des Gretchens ist. Er hat ja auch nicht abgetrieben, sondern gab nur die Veranlassung, weil er nämlich Gretchen mit ihrer Leibesfrucht sitzen ließ. Weil die Natur in dieser Sache zu konziliant sei, lässt Nietzsche Goethe anschließend konstatieren, bleibt die Tragik aus und verkehrt sich in ihr Gegenteil: Beide kommen in den Himmel. – Verlacht oder verhöhnt Nietzsche nun diese Vorstellung? Nein, er zeigt stattdessen Verständnis, weil er – wie man es im „Zarathustra“ nachlesen kann – selbst diesen Weg beschritt: „Alles am Weibe ist ein Rätsel, und alles am Weibe hat eine Lösung: sie heißt Schwangerschaft“, oder an anderer Stelle: “ Selig ist der also Schwangere“, der damit selbst die Abtreibung auflösen und sich für diesen Weg einen „Homunkulus in der Phiole“ denken muss.

Nietzsche und Goethe verband das Wissen, dass die Abtreibung vor Gott-Frau straffrei ist und sich Frau und Mann für ihren Leiden, nämlich den kleinen Tod bevor sie sterben, göttliche Aufnahme verdienen können. Nietzsche sprach beim kleinen Tod, der von Gott geborenen Seele, von „Gott ist tot.“ Nietzsche war daher wie Goethe und etliche andere Literaten ein Mystiker. „Einen Rätselrater und Erlöser des Zufalls“ bezeichnete er sich selbst und meinte doch nur einen Rätselmeister, einen ihrer „Gotteskrieger„. Rätselmeister waren und sind Menschen, die nicht für eine Kirche oder sonst einen Menschen, sondern direkt und unmittelbar für Gott arbeiten. Manche kann man an ihrer Beschreibung des Auflösungsweges entdecken, manche andere machten mit ihrer Weisheit aus dem Auflösungsweg um die Abtreibung Politik. Sie fanden nicht zueinander, muss also keine unabänderliche Wendung des Schicksals bleiben, man kann auch Rätselmeistern (statt tumben Religionsstiftern) nachfolgen. Dann wird man im schlimmsten Falle nur wie ein Religionsstifter und kommt dennoch in den Himmel. Und wenn es gut läuft? Dann finden wir zueinander und verändern gemeinsam die Welt.

Sie fanden nicht zueinander - oder doch noch?

17+4 – Kruger & die Politik

Ein Hinweis noch in eigener Sache: Im Anschluss an meinem neuen Stadtkrimi  finden Sie im Kapitel 17 von „17+4 – Kruger und die Politik“, nach Enttarnung des Kirchenlehrers Augustinus, noch einen Abriss, wie Gott mit Rätselmeistern Einfluss nahm auf die Entwicklung der Menschheit. Dann wird schließlich auch die Kirche zu ihr und Augustinus noch zugestehen müssen: Sie fanden nicht zueinander.

Und zu guter Letzt noch zu meinem Buchangebot bei Amazon.

Freie Mystik und Atheismus

16.10.2017 Lebenshilfe, Pamphlet, Philosophisches, Politik Keine Kommentare

Nicht wenige halten Freie Mystik und Atheismus für (fast) dasselbe, weil sich beide gegen die Religionen richten. Doch haben Freie Mystik und Atheismus an dieser Stelle nur das Angriffsziel gemeinsam, nicht aber die Beweggründe für dieses Vorgehen. Besehen wir uns daher beide Strömungen näher.

Viele halten Mystik für einen Teil von Glaubenslehren. Das ist tatsächlich der Fall, wenn Religionen aus mystischen Überlegungen heraus entwickelt wurden. Manche folgern allerdings daraus, ohne Religionen könne Mystik nicht existieren. Das jedoch ist unrichtig, denn Mystik entsteht immer aus der persönlichen Hinwendung eines Menschen heraus zu Gott. Doch obwohl Mystik üblicherweise aus solcher Hinwendung heraus entwickelt wird, sinnvollerweise im Übrigen im Anschluss an einen Bewusstwerdungs- und einen Auflösungsprozess um persönliche Abhängigkeiten, kann Mystik zwischen Gott und den Menschen stehen. Das ist immer dann der Fall, wenn ein Religionsstifter behauptete, er besäße alleinige Weisheit. Nur ihm nachzufolgen, verspräche, in den Himmel aufgenommen zu werden. Das jedoch bedeutet ein Abschneiden von eigener Erkenntnis und ist nicht das Ziel der Freien Mystik, weshalb sich diese gegen Religionen wenden muss. Selbstkritische Religionsstifter boten übrigens stattdessen parallel zur Nachfolge (etwa Buddha, Zarathustra) Schriften zur eigenen Vervollkommnung an, zeigten somit einen Weg zur Weisheit neben dem Gebet auf. Man mag sich daher bitte merken, dass die Freie Mystik die Hinwendung eines Menschen zu Gott bedeutet und zwar sinnvollerweise ohne Einflüsse von außen.

Atheismus (ohne Gott), so die Literatur zum Thema, bedeute die Ablehnung der Existenz Gottes sowie einer göttlichen Ordnung. Damit werde allerdings noch nicht per se der Unglaube postuliert. In diesem Zusammenhang etwa werden Anschauungen angeführt, die das unpersönlich Absolute im Buddhismus oder das Atman-Brahman in den älteren Upanishaden (Hinduismus) als Atheismus begreifen. Der Glaube könne sich zudem auf eine fiktive Gottheit beziehen. So proklamierte man während der Französischen Revolution den Glauben an eine Göttin der Vernunft, mit dem gleichfalls Sittlichkeit zu erreichen wäre. Nietzsche habe dann die Bejahung des vom Gottesglauben emanzipierten Daseins begründet. Und daneben schließlich existiere zu guter Letzt der kämpferische Atheismus, der jede Religion als für den Menschen schädliche Verirrung auffasse.

Freie Mystik und Atheismus

Als Beispiel für einen Atheisten ungeeignet

Sorry, aber mir geht beim Atheismus-Begriff zu viel durcheinander, weil schon die Beispiele nicht viel taugen. Der ältere Buddhismmus und die Upanishaden etwa haben zwar das unpersönlich Absolute gemein, doch nur, weil der von der Opferrolle in die Tätersicht wechselnde Adept Gott nicht schauen darf. Da macht auch das Vergewaltigungsopfer keine Ausnahme. Es darf stattdessen entscheiden, wiedergeboren zu werden oder zu verlöschen. Das, was das Opfer tatsächlich sieht, ist sich selbst als einen Teil eines mystischen Menschen. Das bedeutet jedoch nicht die Abwesenheit von Gott oder einer göttlichen Ordnung, sondern – im Gegenteil – bestätigt diese. Die Verwirrung wird komplett, wenn man Nietzsche als Atheisten missversteht. Im Zarathustra bekennt sich Nietzsche nämlich dazu, als Mann die Abtreibung aufgelöst zu haben (siehe auch die Beiträge zu Goethe, besonders zu Faust, Teil 2). Man sollte lesen können! Am Ende lässt er sich sogar dahingehend aus, wenn dann, nur mit Gott-Frau Kinder haben zu wollen. Was bitte hat das mit Atheismus zu tun? Selbst wenn sich Nietzsche ob seines Wegs in der Freien Mystik gegen Religionen wendet, ist er deshalb ein Atheist?

Nein Freunde. Freie Mystik und Atheismus haben nur das gleiche Angriffsziel, nämlich die Glaubenslehren. Weil diese Menschen von Erkenntnissen abschneiden, ja sogar von Gott selbst abschneiden. Religionen verhindern, dass Menschen in den Himmel kommen können, sie ebnen nicht den Weg. Nur weil ein Stifter um seine göttliche Aufnahme erfuhr, weiß er noch lange nicht, wie man das aus anderen Schlüsselerlebnissen heraus bewerkstelligt. Religionsstifter waren – nachweisbar – nur auf zumeist ein Erlebnis „geeicht“ und hätten besser die Fresse gehalten, als sich mit dicker Hose vors Publikum zu stellen, lassen wir die Schamanen unter ihnen einmal ganz außen vor. Das führt am Ende dann Freie Mystik und Atheismus zueinander: Die Erkenntnis, dass Religionen die Menschen in schädlicher Weise in die Verirrung leiten. Deswegen allerdings sind Freie Mystik und Atheismus (siehe auch die Beiträge zu Philosophie und Politik) noch immer nicht dasselbe. Meine Bücher bei Amazon.

Mysterien des Weltalls

11.10.2017 Allgemein, Grundlagen zur Mystik, Philosophisches Keine Kommentare

Trotz des (zugegeben populär-) wissenschaftlichen Anspruchs bin ich ein großer Fan von Morgan Freemans Mysterien des Weltalls. Schließlich lässt sich mithilfe der Theorien der Astrophysiker prüfen, ob (unter anderem) meine Überlegungen zu Gott und der Welt haltbar sind oder nicht. Das mag nicht sofort einleuchten. Wie können astrophysikalische Überlegungen, dargelegt in der Fernsehreihe Mysterien des Weltalls,  mit mystischen Überlegungen in Einklang gebracht werden? Hilft es denn, zu wissen, ob es sich bei Newtons Gravitationsgesetz um ein eigenständiges Gesetz handelt oder die von Newton beschriebene Anziehung nur ein Teil der starken Wechselwirkung (starken Kernkraft) ist? Vordergründig eher weniger, doch werden zugleich immer wieder Gedanken der Physiker aus ihren Forschungen heraus zu Gott und Welt vorgestellt. Und das finde ich spannend.

Mysterien des Weltalls

Grundstrukturen der Religionen – Zwischen Mystik und Schamanentum

Um einmal kurz den strukturellen Ansatz aufzuzeigen: Religionen (als besonderes Forschungsobjekt hinsichtlich Gott und menschlicher Existenz) werden hier als ein Zusammenwirken von Mystik, Schamanentum, Okkultismus/Spiritismus, Philosophie und priesterlichen Riten verstanden. Mystik beschreibt dabei einen inneren Weg, Einsichten zu erlangen. Schamanismus, Okkultismus/Spiritismus und Philosophie sind dagegen äußere Wege zur Erkenntnis, wobei die Riten bereits aus logischen Gründen (Hokuspokus) unberücksichtigt bleiben können. Bei den verbliebenen drei äußeren Ansätzen taugt Schamanismus (der alte Ansatz zur Welterklärung wie etwa zu Beginn der Genesis), weil sich der Adept einsetzen, er nämlich mit der Seele reisen, muss. Okkultismus und Spiritismus kennen stattdessen nur die Geisterbefragung und sind damit für Unwahres anfälliger. In die Rubrik Philosophie schließlich (von Platon eingeführt) fallen neben Politik auch die Naturwissenschaften.

Wir kennen damit also einen inneren und zwei äußere Wege, Erkenntnisse zu gewinnen. Dabei haben die Naturwissenschaften aufgrund ihrer Genauigkeit inzwischen das Schamanentum zur Beschreibung der Welt ablösen können. Nach wie vor ohne ein Pendant ist die Mystik. Deren Einsichten müssten deshalb umgekehrt für die Naturwissenschaften von Interesse sein, wenn man Gott und die Welt begreifen möchte. Einer „Astrophysik trifft Mystik“-Runde würde ich mich jedenfalls nicht verschließen wollen.

Ich gebe dazu noch ein Beispiel: Wir hatten einen Physik-Lehrer, der mit drei Linealen (wie im 3-D-Koordinatensystem gehalten) vor dem Bauch durch die Klasse talpte und postulierte: Weil er in seinem Koordinatensystem unbewegt sei, würden wir (die wir saßen) uns bewegen. Daraus folgerte er messerscharf, dass das Universum unendlich sei. Das ist natürlich Kappes. Für mich stellte sich das All damals (was dann zu einer unauflösbaren Diskussion führte) als der Inhalt eines Schuhkartons unter dem Bett eines kleinen Mädchens dar. So simpel würde ich das heute natürlich nicht mehr sehen wollen. Dennoch finde ich (vielleicht noch immer deswegen) den Ansatz manches Forschers spannend, das All in seiner Tiefe als eine eigentlich zweidimensionale Projektion zu betrachten, in das man von außen hineinsehen kann. Das würde natürlich eine „Welt am Draht“ bedeuten, um einmal an Fassbinders Fernsehfilm von 1973 zu erinnern. Andererseits ließe sich diese Projektion zugleich mit mystischen Einsichten um Gott und Seele vereinbaren, wobei „die Welt des kleinen Mädchens“ (als eine weitere Welt am Draht) ebenso zu betrachten wäre.

Lassen wir einen Teil der Spekulationen außen vor. Konzentrieren wir uns allein auf die durch alle Kulturen nachweisbaren Einsichten von Mystikern, bliebe genügend, es in einer astrophysikalischen Diskussion aufzuarbeiten. Ohne Mystik jedenfalls, das ist meine Überzeugung, lassen sie die Mysterien des Weltalls nicht erklären. Dazu am Rande notiert, wären dann auch mein Weg sowie meine Forschungen in Religionen, Literatur und Märchen zu Gott und der Welt sinnlos gewesen. Weitere Gedanken zum Thema finden Sie unter den Standpunkten zum Thema Wissenschaften.

Mystik ist kein Hexenwerk

09.07.2017 Allgemein, Grundlagen zur Mystik Keine Kommentare

Trotz manch gegenteiliger Auffassungen: Mystik ist kein Hexenwerk. Das gilt, selbst wenn Goethe im Faust zum Blocksberg zieht und Gott in vielen Traumoffenbarungen als Frau erscheint. Denn solche Gottes-Erlebnisse sind jeweils Teil bestimmter Prozesse, um die persönliche Lebensgeschichte aufzuarbeiten.

Gleich von mir dazu gefragt: Halten Sie es denn für schlecht, in einer Traumoffenbarung Gott als Frau zu sehen und daraus zu schließen, dass Gott eine Frau sei? – Vielleicht antworten Sie mir: Nein, aber Gott als Frau zu sehen kann doch nur Teil mancher Prozesse sein, nicht aller. Denn nicht alle Mystiker sprechen von Gott als einer Frau. Und dann nennen Sie mir Moses oder Mohammed als glorreiche Beispiele, dass Gott bei den großen Propheten doch eben ein Greis sei mit weißem Bart. Ein Mann, ausgestattet übrigens mit einem so üblen Mundgeruch, dass sogar Ton lebendig wird und wegläuft.

Dazu sage ich Ihnen: Mystik ist kein Hexenwerk und ein großer Prophet ist noch lange kein großer Mystiker. Ein Prophet war nur ein Licht an einem dunklen Ort und deshalb ist er meist zum Mittler zwischen Gott und den Menschen avanciert. Mystik entsteht nämlich, liebe Leser, in der Hinwendung eines jeden Menschen persönlich – und ohne Vermittlung – zu Gott.

Am Rande notiert: Wenn nun, wie in den Fällen von Moses oder Mohammed, ein Prophet zum Mittler zwischen Gott und den Menschen wurde, spricht das im Grunde für – Schamanismus. Denn Schamanen reisen mit ihrer Seele, um Welt- und Heilwissen zu erlangen. Bedeutet, dass Moses oder Mohammed neben mystischem Wissen um ihre Person auch schamanisch tätig wurden oder Schamanismus zuließen. (Bei Mohammed weiß man es, da er in einer Höhle mit einem Geistwesen kommunizierte. Bei Moses kann und darf man es bei den Gesetzestafeln vermuten, wenn es denn nicht eine Traumoffenbarung war, die ein geschickter Steinmetz in Tafeln umwandelte.) Im Übrigen und damit noch zur Randnotiz am Rande notiert: Wenn Schamanen „große“ genannt werden, dann reisen sie mit ihrer Seele zur Herrin der Tiere. Man beachte daher: Schon wieder Gott als Frau.

Mystik ist kein Hexenwerk

Laotse wie er auf dem Ochsen nach Westen in die Immigration reitet.

Man könnte sich nun Gedanken machen, warum Gott von den Propheten und nachfolgend in den Religionen regelmäßig als Mann dargestellt oder angesprochen wurde. Laotse, ein alter mystischer Großmeister aus China, ordnete dazu männliche Gottesbilder den niederen Meistern zu, ein diffuses Gottesbild den mittleren Meistern und nur den hohen Meistern ein Gottesbild von einer Führerin des Alls. Da niedere Meister nur ein Gottesurteil erfahren, können sie auch mit ihren überkommenen Anschauungen aus den Naturreligionen in ihren Erkenntnisprozess starten. Für sie bleibt am Ende mit nur dem Urteil über ihr Leben oder ihre Verfehlungen eh alles beim Alten. Die mittleren Meister dagegen lavieren herum, so wie man eben sexuelle Erlebnisse auflöst. Man wechselt dazu aus der Opfersicht in die Tätersicht oder umgekehrt. Alles korrekt, denn – richtig – Mystik ist kein Hexenwerk.

Fakt jedenfalls ist, dass nur große Mystiker Gott als Frau wahrnehmen. Und das wiederum, war schon angesprochen, ist die Parallele zum Schamanentum, wo auch nur große Schamanen es schaffen, mit ihrer Seele bis zur Herrin der Tiere zu reisen.

Bedeutet für Moses und Mohammed: Beide können keine großen Mystiker oder Schamanen gewesen sein, denn Mystik ist kein Hexenwerk. Des Weiteren darf festgestellt werden, waren beide ob ihres Gottesbildes nur niedere Meister. Von Moses ist niedere Meisterschaft bekannt, denn er tötete den ägyptischen Aufseher, der seinen Bruder übelst zurichtete. Dass er dennoch kein Mörder war, dafür setzte sich Mohammed ein, der dazu von irgendwoher beizusteuern wusste, dass Gott gern verzeiht. Nur wem und warum Gott verzeiht, ließ er offen. Wenn man sich dazu Täterprozesse und Ergebnisse bei Mördern betrachtet, bleibt nur die Tötung in Notwehr als Schlüsselerlebnis für den mystischen Prozess beider Herren übrig.

Daher dürfen wir uns freuen, dass laut Mohammed mit ihm, dem Siegel aller Propheten, denn auch Schluss sei mit den Schamanen-Vermittlern mit ihrem ungesunden Halbwissen. Eine richtig gute Nachricht für alle Mystiker und dafür danken wir ihm letztens Endes alle.

Ein Hinweis auf die literarische Auseinandersetzung mit Religionen, Märchen und Literaur bietet die Installation des Autors bei der Künstlergruppe Falter: Die Metaphysik-Literatur-Installation. Zudem erscheint in Kürze mit „17+4 – Kruger und die Politik“ ein Stadtkrimi zum Thema bis hinein in die göttliche Politik.

Bund mit Gott

20.02.2017 Grundlagen zur Mystik, Literatur, Werbung Keine Kommentare

Was bleibt aus Sicht der Mystik nach dem Ende der Religionen von Bündnissen mit Gott? Zunächst darf festgehalten sein, dass solche „Bündnisse“ allein aus der persönlichen Ansprache eines einzelnen Menschen zu Gott heraus erwachsen sein können. Einen Nachweis, dass ein ganzes Volk sich mit Gott verbündete, gibt es schon vom Grunde her nicht. Denn Bündnisse mit Gott resultieren aus der ganz persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenserfahrung (Schlüsselerlebnisse, Knotenpunkte des Lebens, Kindheitswunder) und nachfolgend Fragen an die eigene Existenz.

Zum alten Bund mit Gott: Mose erschlug einen Ägypter und wurde durch den brennenden Dornbusch von Gott angesprochen. Der Brand des Buschs (der nicht verbrennt) ist übrigens nur ein Symbol für ein Leidensfeuer. Die göttliche Ansprache des Moses erwuchs somit aus seiner persönlichen Hinwendung und zwar mit der Frage: Wie werde ich von Dir (Gott) für den Tod des Ägypters bestraft? Am Rande notiert, wird es trotz gegenteiliger Schilderung der Bibel kein Mord gewesen sein. Denn Mose erfuhr durch die Übermittlung der zehn Gebote (nach außen erkennbar) göttliche Gunst und Gnade. Grundsätzlich anders ergeht es Mördern, die mit der Erkenntnis aus dem Leiden kommen, wie viele Leben sie sich nichts zuschulden kommen lassen dürfen, um doch noch göttliche Aufnahme zu erfahren. Mehr an Einsichten gibt es nicht (weil sie sich von göttlicher Aufnahme weiter entfernt haben, als sie es ohne die Tötung getan hätten). Spricht also noch einmal für die Notwehr, ebenso die Einsicht des Mohammed, der Mose beisprang (offenbar aus eigener Anschauung) und von einer ihm zuteil gewordenen göttlichen Gunst und Gnade berichtete.

Schwieriger wird es mit der Ansprache zu Noah. Andererseits greift die Bibel diesbezüglich womöglich auf eine Schilderung aus dem Gilgamesch-Epos zurück. Zugleich kannten auch andere Kulturen die Erzählung, sodass hier vermutlich nur eine weit frühere mündliche Überlieferung adaptiert wurde. Die übrigen „Bündnisse mit Gott“ erfolgten zudem mit Schamanen, die sich ohnehin als Mittler zwischen Gott und den Menschen verstehen. Da macht Mohammed (Schamanentum wurde ihm von einem Onkel vorgehalten und er hatte Kontakt zu einem Geistwesen) ebensowenig eine Ausnahme wie der „Prophet Ezechiel“ im Buch Hesekiel, der gleichfalls zu Geistwesen (Cherubim) Kontakt unterhielt. Auch Jesus reiste schamanisch mit der Seele, war drei Tage mit der Freiseele ortsabwesend, bevor er vorgeblich „körperlich wiederauferstand“. Das hat zur Folge, dass sein Bund mit Gott ebenso wenig auf eine mystische Ansprache durch Gott, sondern allein auf sein schamanisches Selbstverständnis zurückgeht.

Bibel und Koran weisen somit lediglich auf je einen (schwachen) Bund mit Gott hin, der Rest ist (despektierlich gesprochen:) „Schamanenscheiße“. Am Rande notiert, ist aus den beiden Bündnissen allein mitzunehmen, dass sich ein Mensch wehren darf und für eine Tötung in Notwehr von Gott nicht bestraft wird. Als persönliche Einsicht wird dann offenbar weiter vermittelt, dass sich die Anfragenden für die Hinwendung zu Gott göttliche Aufnahme nach diesem Leben verdient haben. Auf ähnliche Einsichten lassen zudem Äußerungen Karls des Große oder solche von Meister Eckhart schließen. Und das ist für Werke, die sich der Entwicklung von Seele (Bibel, Koran) verschrieben haben, deutlich zu wenig. Kein Wunder also, dass die „dünne Erkenntnisbrühe“ mit schamanischen Seelenreisen aufgepeppt werden musste. Für seelische Entwicklung wäre im Übrigen zu empfehlen, statt der religiösen Werke auf die Märchensammlung der Brüder Grimm zuzugreifen. Die enthält nämlich eine zu einer Vielzahl an Erlebnissen die Auflösung begleitende Märchen, Anleitungen und Hilfen für weibliche und männliche Adepten, den Erkenntnisprozess zu bestehen. Die Grimms wussten im Übrigen auch, dass sie einen Bogen um schamanisches Märchengut schlugen, wie es die Erzählung „Die drei schwarzen Prinzessinnen“ eindrücklich nachweist. Übrigens finden Sie Erläuterungen zu allen Schlüsselerlebnissen und Auflösungsprozessen in meinem Buch „Mystisches Deutschland„, zu erwerben bei Amazon.

Nehmen wir zum Schluss noch Hinduismus, Buddhismus und Jainismus mit in die Betrachtung hinein, bleibt, was einen „Bund mit Gott“ anbelangt, jeweils ein Erlebnis gegen die sexuelle Selbstbestimmung übrig. Die aus der Auflösung der Abtreibung ableitbaren Einsichten (siehe Goethes „Faust“ oder Nietzsches „Zarathustra“) fanden dagegen kaum oder keinen Eingang in die Lehren, selbst wenn Brahmanen einen gewollten Schwangerschaftsabbruch bis in den fünften Monat hinein für statthaft halten. Tiefere Erkenntnisse wie etwa die Dualität der Seele, die Notwendigkeit des Leidens und anderes „Geheimwissen“ aus einem „Bund mit Gott“ sind dagegen unzureichend oder gar nicht zu erkennen.

Inhalt des Faust Teil 2

20.02.2017 Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Literatur Keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 2 beschäftigt sich erneut mit der Auflösung der Abtreibung. Dieses Mal ist es Faust selbst, der Gretchen nachzuziehen hat. Er nutzt dazu eine erneute Initiation zum Wechsel auf die mystische Seite. Der Autor zum Wechsel:

Anaxagoras  (nach einer Pause feierlich)

Konnt’ ich bisher die Unterirdischen loben,
So wend’ ich mich in diesem Fall nach oben…
Du! droben ewig unveraltete,
Dreinamig-Dreigestaltete,
Dich ruf’ ich an bei meines Volkes Weh,
Diana, Luna, Hekate!
Du Brust-Erweiternde, im Tiefsten-Sinnige,
Du Ruhig-Scheinende, Gewaltsam-Innige,
Eröffne deiner Schatten grausen Schlund,
Die alte Macht sei ohne Zauber kund!

Nach Verlass auf die Manneskraft mit nachfolgendem Scheitern als Schamane darf nicht verwundern, dass sich Faust nun auf seine weibliche Seite einlassen will. Als erstes Erlebnis erfolgt deshalb das Herausziehen der männlichen Seele zum Ende des ersten Aktes. Dies, so Goethe, entwickelt sich in einem „alten Tempelbau“, was im Grunde den eigenen Körper bezeichnet. Heraus tritt der schöne Paris, die männliche Seele des Faust. Im anschließenden zweiten Akt finden wir Faust deshalb zunächst malad im Bett vor, weil ihn der Prozess ordentlich erschöpfte.

Inhalt des Faust Teil 2

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Die nun folgenden Szenen durchlebt Faust in den Frauenwelten, wobei ihm der getötete Fötus als „Homunculus in der Phiole“ zur Sinnbild und Leitstern des eigenen Strebens um Erkenntnisse wird. Ob Mummenschanz, griechische Götterwelt oder nochmals dem Versuch einer „Anbiederung (Kriegszug) an die Männerwelt“, Faust bleibt ein Weiterkommen zunächst verwehrt, weil er die weibliche Seele in sich zu entwickeln hat. Erst zur Mitte des fünften Aktes kann er schließlich Fortentwicklung vermelden. Im Rahmen der Grablegung wird ihm verbliebene weibliche Restseele ausgebrannt.

Zum Ende des fünften Aktes erfolgt dann mit der Wiederbeseelung (Dialog von Pater Seraphicus und den seligen Knaben von innen) das Ende des mystischen Erkenntnisprozesses, das Goethe zu einem Bittwort nutzt: „Jungfrau, Mutter, Königin bleibe gnädig“, mit anderen Worten: Gott-Frau, bleibe mir bitte gewogen. Damit wird klar, dass sich Faust schließlich ebenso erretten kann, wie es bereits Gretchen im ersten Teil für sich erfuhr.

Lassen wir den Autor zum Gang der Ereignisse und damit zum Inhalt des Faust Teil 2 noch einmal selbst zu Wort kommen:

 Sprich nur dich selbst aus, wird schon Rätsel sein (Selbsterkenntnis).
Versuch’ einmal dich innigst aufzulösen (Trennung der Seelenteile):
Dem frommen Manne nötig wie dem bösen (Kommentar überflüssig).
Dem ein Plastron, asketisch zu rapieren (Plastron=Brustpanzer, Rapieren = ausbeinen, bedeutet Herausziehen der männlichen Seele),
Kumpan dem andern, Tolles zu vollführen (Ausbrennen der weiblichen Seele),
Und beides nur, um Zeus zu amüsieren (für göttliche Aufnahme).

Das Resümmee zum Inhalt des Faust Teil 2: In beiden Teilen des Faust geht es um die Auflösung der Abtreibung, wobei beide Adepten für sich „Göttliche Aufnahme“ dank seelischer Entwicklung vermelden dürfen. Der Gang der Eireignisse ist bei Männern allerdings härter und deshalb mit mehr Erkenntnissen verbunden, weshalb nicht Faust allein Hohe Meisterschaft, sondern Rätselmeisterschaft vermelden darf.

Nachtrag: Gleiches wie für den Faust gilt für Friedrich Nietzsche und sein Buch „Also sprach Zarathustra“. Weiß man nicht, dass es um die Auflösung der Abtreibung geht, um tote, von Gott geborene Seelenkörper und im übertragenen Sinne getötete Gottesbilder, scheitert man mit der Interpretation hoffnungslos. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang zudem auf die Märchen „Der Trommler“ bei den Brüdern Grimm sowie „Die Schlange im brennden Wald“ und „Der Jüngling im Feuer und die drei goldenen Federn“ bei Johann Wilhelm Wolf. Zum Gesamtkomplex siehe auch „Die Wahre Tetralogie“, zur Übersetzung des Laotse und zum Taoteking. Daher noch einmal: Frage man doch jemand, der sich damit auskennt.

Inhalt des Faust Teil 1

20.02.2017 Buchvorstellung, Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte, Literatur Keine Kommentare

Der Inhalt des Faust Teil 1 gehört einer strukturierten Betrachtung unterzogen. So sollte man wissen, dass sich beide Teile des Buchs mit der Auflösung der Abtreibung beschäftigen. Schüler mögen im Übrigen mit den hier dargelegten Einsichten sorgsam umgehen. Denn die meisten Lehrer sind wenig erfreut, mit einer höheren Wahrheit als der ihren konfrontiert zu werden. Zu den drei Handlungsebenen und damit zum Inhalt des Faust Teil 1:

Inhalt des Faust Teil 1

Goethe, unbekannt geblieben als Rätselmeister

Auf der ersten Ebene möchte Faust ein Weiser werden. Er bedient sich dazu des Mephisto, um die notwendigen Erlebnisse zu erwerben. Er verführt zunächst ein junges Mädchen, die von ihm schwanger wird. Von ihr dazu zur Rede gestellt, wendet sich Faust auf eine schwammige Gottesvorstellung heraus. Die ob des Kindes gesellschaftlich gebotene Ehe lehnt er somit ab. Faust tummelt sich im Anschluss mit Mephisto zur Walpurgisnacht auf dem Blocksberg, um weiteren Unsinn auzuhecken. Die Lust vergeht ihm, als er die Verführte als Gefangene und Geköpfte unter den Hexen erkennt.

Die nächste Betrachtung gilt der Verführten (Gretchen) selbst. Sie stellt sich ihrer Verantwortung und nimmt dazu (Kerkerszene) alle Schuld auf sich. Stellt sich die Frage, was sie zu verantworten hat? Selbstredend wurde ihre Mutter nicht von ihr vergiftet, sie war nur Dank des Trankes wie tot. Ebenso trieb es nicht Gretchens Bruder einen Degen ins Herz, als Faust seine Schwester sitzen ließ. Es gab stattdessen einen übertragen zu deutenden Stich ins Herz, weil Gretchen ihn gesellschaftlich kompromittierte. Übrig bleibt die Einnahme eines Trankes aus einem Fläschchen, das sie von der Nachbarin erhielt. Selbst wenn vorgeblich ein „von der Gesellschaft ertränktes Kind“ gewesen sein soll, wird wegen des Fläschchens klar, dass Gretchen selbst eine Entscheidung gegen das werdende Leben in ihrem Körper traf. Dafür und für die Enttäuschung von Mutter und Bruder geht sie schließlich „zum Blocksberg“, wo sie von oben ein ihr gewogenes Gottesurteil erfährt, „Ist gerettet“ (Faust Teil 1, Kerkerszene zum Schluss).

Letzte Betrachtung zum Inhalt des Faust Teil 1: Faust „baut nicht nur Mist“ mit Gretchen, die er verführt und sitzenlässt. Er offenbart des Weiteren eines seiner Schlüsselerlebnisse, nämlich eine „Seelenwanderung“, von der er sich leiten lässt und deshalb geradewegs ins Schamanentum befördert wird. Wir erleben hier damit bereits einen ersten Auflösungsversuch, mit dem Faust allerdings scheitert. Im zweiten Teil, weil ihn nämlich das Schamanentum anwidert, wendet er sich deshalb der Mystik zu. Allerdings nimmt er aus der Sackgasse „Schamanentum“ noch eine Einsicht mit: Ihm wird klar, dass Jesus am Kreuz ebenfalls nur schamanisierte und es keine körperliche Wiederauferstehung des Gekreuzigten gab. Das bedeutet für ihn die positive Seite des Scheiterns: Er erlangt ein tieferes Verständnis für das Christentum und erkennt den Irrtum, auf dem es aufgebaut ist. Somit lässt sich zum Inhalt des Faust Teil 1 festhalten, dass eine Frau, die sich wegen des Schwangerschaftsabbruchs an Gott wendet, für die Hinwendung in den Himmel kommt. Zugleich wird das Christentum als Schamanentrug enttarnt.

Nachtrag: Hier wie in jeder Hinsicht gilt: Wenn man sich etwas nicht aus eigener Erfahrung selbst erschließen kann, sollte man jemanden fragen, der sich damit auskennt. Der Unterzeichner etwa wäre so ein Jemand, da er selbst als Mann die Abtreibung auflöste und deshalb wie Goethe oder Nietzsche ein Rätselmeister wurde. Seine Bücher gibt es bei Amazon. Damit zum spannenden Teil 2 des Faust.

Heidentum gegen Religion

19.01.2017 Literatur, Pamphlet Keine Kommentare

Heidentum gegen Religion – ist das vielleicht der Weg, den Untergang des christlichen Abendlandes abzuwenden? Wohl niemand möchte westliche Werte oder gar die Demokratie gegen einen islamischen Staat aufgeben, oder?

Da stand ich letztens mit einigen Katholiken zusammen. Sie beklagten das Ausbleiben der Gläubigen zur Messe sowie die Ausbreitung des Islam. Während immer weniger zur Kirche gingen, sprössen die „Gebetshäuser“ der Neuankömmlinge wie Pilze aus dem Boden. Dem leiste sogar noch mancher Bürgermeister durch das Verschenken von Grundstücken Vorschub, damit bald Minarette noch die Hochhäuser und Kirchtürme seiner Stadt überragen würden. Auf meinen gutgemeinten Vorschlag hin, man möge dem inhaltlich entgegentreten, erntete ich statt eines kämpferischen Aufbruchs nur Resignation.

Religion – Inhalte und Wahrheiten

Die Haltung ist verständlich. Das Christentum postuliert, dass sein Messias in nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld (von) der Welt hinweg genommen habe. Das ist wahrlich eine tolle Religion, allerdings mehr für Schurken, Halunken und Verbrecher, die vorgeblich mit der Absolution der Kirche und ein paar Vaterunsern trotzdem in das Himmelreich kommen sollen. Daneben bietet die Glaubenslehre statt einer Anleitung zur Gotteserfahrung nur eine solche zum Beten und Glauben. Wie viel fortschrittlicher erscheint da der Islam? Geoffenbarten Worten, vorgeblich göttlichen Ursprung, leuchtet das Siegel aller je gewesenen Propheten voran, ein Mann, der Moses und Jesus gleichermaßen im Denken, Fühlen und Handeln nachfolgte (er behauptete: diese überflügelte). Denn wie Moses löste er das Schlüsselerlebnis „Tötung in Notwehr“ auf, weshalb er ständig auf die verzeihende Güte des Allerhöchsten verwies. Und wie Jesus am Kreuze schamanisierte er in seiner Höhle, auf dass ihm ein zur Seite stehender Geist namens Gabriel vorgeblich göttliche Worte übermitteln konnte.

Großes Kino, meine Herrschaften. Die Anhänger der einen Religion können ungestraft töten und morden, weil ihnen die Kirche dazu die Absolution erteilt. Und die Anhänger der anderen Religion dürfen vorgeblich „Ungläubige“ töten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Denn deren Prophet glaubte in unzulässiger Verallgemeinerung der Einsichten aus der Auflösung einer Tötung in Notwehr, dass jedes im Sinne der Religion „berechtigte“ Morden von Gott entschuldigt würde. Am Rande notiert, nicht viel besser Kollege Buddha, der postulierte: „Es gibt keinen Täter, es gibt nur die Tat“.

Würde man stattdessen einmal den Menschen zuhören, die sich ob eines Mordes oder des Tötens als Soldaten persönlich an Gott wandten und dafür Verantwortung übernahmen, wäre die Einsicht eine völlig andere. Man würde über Schuld und Sühne für das Töten völlig Verschiedenes erfahren. Man würde hören, dass man sich für einen Mord soundsoviele Leben nichts mehr zuschulden kommen lassen darf, will man noch in das Himmelreich. Denn das Morden – meine Herrschaften – bleibt vor Gott nie ungestraft! Im Vergleich also von Heidentum gegen Religion schneidet Ersteres schon deshalb regelmäßig besser ab. Denn statt pauschale Schuldfreiheit gibt’s für die persönliche Hinwendung zu Gott ein ganz persönliches Urteil. Und damit wird jeder durch die Hinwendung zu Gott sein eigener Religionsstifter.

Heidentum gegen Religion - Literatur gibt die Anwort

Die Auferstehung der Könige – ein Weckruf an Dichter, Denker und Märchenerzähler

Heidentum gegen Religion – die Lösung

Bleibt mithin festzuhalten, dass nur das Heidentum gegen Religion bestehen kann. Denn nur das Heidentum gewährt jedem Menschen persönliche Hinwendung zum Allerhöchsten, nämlich zur Mutter aller Seelen. Nur das Heidentum verhindert unzulässige Verallgemeinerungen persönlicher Einsichten und nur das Heidentum verhindert zugleich das Abschneiden von eigener Erkenntnis. Und um das Heidentum gegen Religion zu stärken, hat der Autor dieser Zeilen bei den Faltern den Tempel zur Auferstehung der Könige installiert (Bild nebendran und hier der Link zur IG-KLM). Wollen wir mit dem Weckruf an die Könige die Hoffnung aussprechen, dass der deutsche Seelenadel, sprich große Dichter und Denker deutscher Zunge sowie die großen deutschen Märchenerzähler, nunmehr den Religionen entgegentreten. Denn gegen „Heeere aus dem Osten“ ist das Christentum chancenlos.

Glaube, Religion und Wissen

08.01.2017 Grundlagen zur Mystik, Lebenshilfe Keine Kommentare

Geht das eigentlich zusammen, Glaube, Religion und Wissen? Und wenn ja, wie? – Einer meiner alten Religionslehrer meinte einst, in allen Religionen stecke Wahrheit. Doch da kein Mensch allein Alles wissen könne, müsse die Welt in tumber Unwissenheit verharren. Erst mit dem Tod erfahre der Mensch, natürlich zu spät, was wahr gewesen wäre. Da helfe es nur, zu beten und abzuwarten.

Hallo?! Liebe Leute, das ist blühender Blumenkohl. Diese Haltung hilft allenfalls den Machthabern, das Volk verblödet zu halten. Denn was wir in jedem Falle bereits ohne große Überlegung festhalten können: Tatsächlich wussten die Religionsstifter etwas über sich und ihr Leben. Das machte sie bereits für ihre damaligen Mitmenschen attraktiv. Doch offenbar passte ihre Weisheit nie so recht auf alle Menschen und alle Lebenssachverhalte. Sehr sinnfällig wird das im Übrigen bei Buddha, der die philosophischste aller heute großen Glauubensrichtungen schuf. Mancher „packt“ es mit seinen Schriften und andere scheitern kläglich im Bemühen um eigene Weisheit. Und genau diese teilweise Scheitern spricht dafür, dass die Stifter ihre persönlichen Offenbarungen unzulässig verallgemeinerten. Heutzutage nutzen clevere Geschäftemacher dieses Halbwissen zu ihrem Vorteil aus. Das geht im Großen mit den Religionsführern und endet im Kleinen bei den Religionslehrern. Keiner weiß wirklich etwas, aber alle leben davon.

Picken wir uns ein paar in Mitteleuropa bekannten Inhalte solcher Lehren heraus: Glauben Sie etwa, dass fünfmaliges tägliches Beten gen Osten Ihre Seele bildet? Ihr fünfmal tägliches Herunterleiern von Gebeten soll Sie in den Himmel bringen? Oder bringen Sie täglich fünf Leute um, weil Ihr Prophet mit nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld der Welt auf sich nahm, dass Sie trotzdem ungestraft gleich ins Paradies kommen? Das meine Herrschaften nennen Sie Glauben, Hoffnung, Zuversicht, Religion? – Ich könnte kotzen.

Rekapitulieren wir: Glaube, Religion und Wissen passen ganz offensichtlich nur bedingt zueinander. Wenn man sich nicht verscheißern lassen möchte, muss man sich also selbst bemühen. Fraglich bliebe nur, wie es anzustellen wäre? Da hilft der Blick auf das Leben der Religionsstifter weiter. Deren Erkennen entzündete sich nämlich an deren Lebenserlebnissen, die sie für sich aufarbeiteten. Bedeutet natürlich auch, dass man alle Prozesse um die Verarbeitung von Lebenserlebnissen beiziehen kann, um zu vergleichen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Somit heißt das erste Zauberwort also „Bemühen“. Bemühen um eigene Weisheit und dann Bemühen, zu vergleichen. Und wenn man hinsichtlich des ersten Bemühens noch einmal auf das Leben der Religionsstifter schaut, heißt das zweite Zauberwort „Leiden“, Leiden für Erkenntnisse. Bedeutet im Umkehrschluss: Wer sich nicht bemüht und nicht für eigene Weisheit leidet, der muss tatsächlich „Beten“.

Ein anderer Ansatz bietet sich dann aber den schlauen Leuten unter den Bemühten. Die bemühen sich nämlich nur um ihr Seelenheil und lassen andere vergleichen. Und wenn sie besonders schlau sind, ziehen sie das Werk des Unterzeichners bei, der mit eigener Weisheit schon alles verglichen hat. Als ich mich vor circa 40 Jahren aufmachte, wollte ich so viel über Glaube, Religion und Wissen in Erfahrung bringen, so viel ein einzelner Mensch darüber für sich erfahren kann. Deshalb bemühte, leidete, verglich und schrieb ich über Jahrzehnte hinweg. Was ich allerdings nicht begreife, ist, warum die Welt dieses Werk nicht für sich annimmt. Bei den Pressefritzen weiß ich inzwischen warum. Die machen mit schlechten Nachrichten Geld, nicht mit guten. Teilweise sind sie auch per Staatsvertrag geknebelt und können sich darauf herausreden. Aber meine Herrschaften: Sie alle in der Presse tragen Mitverantwortung an den Kriegstoten aus Glaubenskriegen (sind die allermeisten). Sie alle in der Presse tragen Mitschuld an der Zerstörung dieses Planeten (weil nichts gemacht und nicht zusammengearbeitet wird). Sie alle in der Presse tragen mit dazu bei, dass kaum jemand es schafft, in den Himmel zu kommen (weil Sie die Wahrheit unterdrücken). Und Sie alle in der Presse haben es mit zu verantworten, dass die Menschen permanent auf allen Gebieten verscheißert werden (endet ja nicht bei Religion), dass Glaube, Religion und Wissen bis zum jünsten Tag auf diesem Planeten (ist dann auch dank Ihrer Untätigkeit nicht mehr lang bis hin) micht zusammengehen können. Insoweit habe ich mittlerweile mit dem Wunsch für mich abgeschlossen, noch etwas zu ändern, zu bewegen und etwas für meine Mitmenschen tun zu können. Gute Nacht, Erde.

Nachtrag: Ein paar Gedanken zur Tiefe der Glaubenslehren finden Sie im zuvor veröffentlichen Artikel über den „Religions-Käse„. Bücher gibt es frisch bei: Amazon

Religions-Käse

18.12.2016 Allgemein, Pamphlet, Werbung Keine Kommentare

Mir geht die ganze verlogene Veranstaltung hier auf den Senkel, vor allem der Religions-Käse. Zu Zeiten von Hermes Trismegistos im alten Ägypten, Laotse in alten China oder Zarathustra im alten Persien gab es nämlich neben der Religion noch zusätzlich die Möglichkeit von persönlicher Entwicklung. In Ansätzen bieten diese Möglichkeiten noch heute der Hinduismus oder auch der Buddhismus. Wer also die Kraft, den Intellekt und die Lebenserlebnisse zum eigenen Erkennen hat, den versucht man, zu führen. Die anderen müssen stattdessen das Feuer anbeten oder anderes religiöses Brimborium über sich ergehen lassen. Sie werden dennoch angeleitet und können etwas für ihr Seelenheil im nächsten Leben unternehmen. Keine schlechte Einrichtung, will ich meinen.

Die „modernen“ Glaubenslehren

Völlig anders die sogenannten modernen Religionen, die im Übrigen nur für eine beschleunigte Entwicklung auf der Erde gedacht waren, nie aber, Menschen von Gott und eigener Erkenntnis abzuschneiden. Statt mit Bedacht vorzugehen und abweichende Meinugnen zuzulassen, sind die Verteter der neuen Lehren aufgrund Machtstrebens, Geltungsbedürfnisses und persönlicher Bereicherung weit übers Ziel hinausgeschossen. Sie wissen, von welchen Glaubenslehren ich rede? Das sind Christentum und Islam, die beide aus dem Judentum hervorgegangen sind. Und beide Sekten bekämpfen sich noch immer bis aufs Blut, anstatt zu kooperieren. Und beide Sekten schneiden zugleich deren Anhänger von Gott und eigener Erkenntnis ab.

Stellen Sie sich vor, da gibt es die ältere der drei Lehren, in der man sich für Gottes auserwähltes Volk hält, obwohl (erkennbar) nur Moses einen Bund mit Gott schloss. Über jenen erfahren wir im Übrigen, dass er einen Ägypter erschlug. Glaubt man der Bibel, war Moses also ein Mörder. Das Christentum kennt darüber hinaus einen Stifter namens Paulus, der im zweiten Brief an die Korinther einräumen musste, dass er eine Erhebung in den Himmel für sich selbst nicht zu deuten wusste. Ein Trottel also, der eine Seelenwanderung für sich selbst nicht erkannte, diese nicht auflöste und deshalb die schamanische Seelenreise des Jesus als körperliche Wiederauferstehung missinterpretierte. Spitze!

Der dritte im Bunde legte sich für Moses ins Zeugs, Gott wäre jemand, der gerne verzeihen würde. Herrschaften, woher wusste er das, wenn er es nicht selbst am eigenen Leib erfahren hätte? Von einem seiner Onkel wird berichtet, dass der freundliche Prophet zudem schamanisierte, also mit der Seele reiste. Des Weiteren setzte er die Verheiratung mit einer älteren Kaufmannswitwe nach deren Tod in die Ehe mit einer Zehnjährigen (!) um. Und die Verluste naher Angehöriger werden auch nicht aufgelöst. Ja Menschenskinder, was sind denn das für Religionsstifter? Was sind das denn für herausragende Persönlichkeiten, an denen ich mich orientieren soll?

Wahrheiten statt Religions-Käse

Besonders preiswert ist „Die Seelenfibel“, gibt’s im Handverkauf bei der IG-KLM

Folgen von Religions-Käse und Quintessenz

Es ist unfassbar dreist, wie sich Religionen in unseren heutigen Gesellschaften breit gemacht haben. Wer sich bei Problemen mit der eigenen Lebensgeschichte nicht im Beten ergeht, wird zu Psychologen geschickt und mit Psychopharmaka vollgepumpt. Halte Deine Schnauze und friss die Pillen, bis du verblödet bist, ist die Botschaft. Hierzulande erreicht der Religions-Käse seinen Höhepunkt zu Weihnachten’, an dem vorgeblich das Jesukindlein geboren wurde, alle Schuld hinwegzunehmen. Meine Schuld hinwegzunehmen? Das hilft schon vom Grunde her nur den Mächtigen, nicht denen, die hin und her gestoßen werden. Herrschaften, ich weiß, Ihr wollt nur Geld verdienen, wollt, dass Alles beim Alten bleibt, weil ihr Euch eingerichtet habt. Nur dazu kommt Ihr jedes Jahr an Weihnachten mit dem Religions-Käse und es ist Euch egal, ob die Leute dabei so richtig verarscht werden. Denkt aber bitte daran, dass Ihr mit Euren kleinen Krämerseele dennoch in das Himmelreich wollt. Und ich glaube kaum, dass Euch die Mutter Eurer Seelen abnimmt, dass Ihr es nur gut meintet und im Übrigen von dem Allen nichts gewusst oder geahnt habt. Und falls doch, dann schlaft weiter. Gute Nacht! Für alle anderen, die sich für die Entwicklung ihrer selbst und für die Erkenntnisse aus allen Prozessen interessieren, egal ob umgesetzt in Religion, Märchen oder Literatur, gibt’s meine Bücher bei: AMAZON

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