Archiv: Januar 2017

Heidentum gegen Religion

19.01.2017 Literatur, Pamphlet Keine Kommentare

Heidentum gegen Religion – ist das vielleicht der Weg, den Untergang des christlichen Abendlandes abzuwenden? Wohl niemand möchte westliche Werte oder gar die Demokratie gegen einen islamischen Staat aufgeben, oder?

Da stand ich letztens mit einigen Katholiken zusammen. Sie beklagten das Ausbleiben der Gläubigen zur Messe sowie die Ausbreitung des Islam. Während immer weniger zur Kirche gingen, sprössen die „Gebetshäuser“ der Neuankömmlinge wie Pilze aus dem Boden. Dem leiste sogar noch mancher Bürgermeister durch das Verschenken von Grundstücken Vorschub, damit bald Minarette noch die Hochhäuser und Kirchtürme seiner Stadt überragen würden. Auf meinen gutgemeinten Vorschlag hin, man möge dem inhaltlich entgegentreten, erntete ich statt eines kämpferischen Aufbruchs nur Resignation.

Religion – Inhalte und Wahrheiten

Die Haltung ist verständlich. Das Christentum postuliert, dass sein Messias in nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld (von) der Welt hinweg genommen habe. Das ist wahrlich eine tolle Religion, allerdings mehr für Schurken, Halunken und Verbrecher, die vorgeblich mit der Absolution der Kirche und ein paar Vaterunsern trotzdem in das Himmelreich kommen sollen. Daneben bietet die Glaubenslehre statt einer Anleitung zur Gotteserfahrung nur eine solche zum Beten und Glauben. Wie viel fortschrittlicher erscheint da der Islam? Geoffenbarten Worten, vorgeblich göttlichen Ursprung, leuchtet das Siegel aller je gewesenen Propheten voran, ein Mann, der Moses und Jesus gleichermaßen im Denken, Fühlen und Handeln nachfolgte (er behauptete: diese überflügelte). Denn wie Moses löste er das Schlüsselerlebnis „Tötung in Notwehr“ auf, weshalb er ständig auf die verzeihende Güte des Allerhöchsten verwies. Und wie Jesus am Kreuze schamanisierte er in seiner Höhle, auf dass ihm ein zur Seite stehender Geist namens Gabriel vorgeblich göttliche Worte übermitteln konnte.

Großes Kino, meine Herrschaften. Die Anhänger der einen Religion können ungestraft töten und morden, weil ihnen die Kirche dazu die Absolution erteilt. Und die Anhänger der anderen Religion dürfen vorgeblich „Ungläubige“ töten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Denn deren Prophet glaubte in unzulässiger Verallgemeinerung der Einsichten aus der Auflösung einer Tötung in Notwehr, dass jedes im Sinne der Religion „berechtigte“ Morden von Gott entschuldigt würde. Am Rande notiert, nicht viel besser Kollege Buddha, der postulierte: „Es gibt keinen Täter, es gibt nur die Tat“.

Würde man stattdessen einmal den Menschen zuhören, die sich ob eines Mordes oder des Tötens als Soldaten persönlich an Gott wandten und dafür Verantwortung übernahmen, wäre die Einsicht eine völlig andere. Man würde über Schuld und Sühne für das Töten völlig Verschiedenes erfahren. Man würde hören, dass man sich für einen Mord soundsoviele Leben nichts mehr zuschulden kommen lassen darf, will man noch in das Himmelreich. Denn das Morden – meine Herrschaften – bleibt vor Gott nie ungestraft! Im Vergleich also von Heidentum gegen Religion schneidet Ersteres schon deshalb regelmäßig besser ab. Denn statt pauschale Schuldfreiheit gibt’s für die persönliche Hinwendung zu Gott ein ganz persönliches Urteil. Und damit wird jeder durch die Hinwendung zu Gott sein eigener Religionsstifter.

Heidentum gegen Religion - Literatur gibt die Anwort

Die Auferstehung der Könige – ein Weckruf an Dichter, Denker und Märchenerzähler

Heidentum gegen Religion – die Lösung

Bleibt mithin festzuhalten, dass nur das Heidentum gegen Religion bestehen kann. Denn nur das Heidentum gewährt jedem Menschen persönliche Hinwendung zum Allerhöchsten, nämlich zur Mutter aller Seelen. Nur das Heidentum verhindert unzulässige Verallgemeinerungen persönlicher Einsichten und nur das Heidentum verhindert zugleich das Abschneiden von eigener Erkenntnis. Und um das Heidentum gegen Religion zu stärken, hat der Autor dieser Zeilen bei den Faltern den Tempel zur Auferstehung der Könige installiert (Bild nebendran und hier der Link zur IG-KLM). Wollen wir mit dem Weckruf an die Könige die Hoffnung aussprechen, dass der deutsche Seelenadel, sprich große Dichter und Denker deutscher Zunge sowie die großen deutschen Märchenerzähler, nunmehr den Religionen entgegentreten. Denn gegen „Heeere aus dem Osten“ ist das Christentum chancenlos.

Glaube, Religion und Wissen

08.01.2017 Grundlagen zur Mystik, Lebenshilfe Keine Kommentare

Geht das eigentlich zusammen, Glaube, Religion und Wissen? Und wenn ja, wie? – Einer meiner alten Religionslehrer meinte einst, in allen Religionen stecke Wahrheit. Doch da kein Mensch allein Alles wissen könne, müsse die Welt in tumber Unwissenheit verharren. Erst mit dem Tod erfahre der Mensch, natürlich zu spät, was wahr gewesen wäre. Da helfe es nur, zu beten und abzuwarten.

Hallo?! Liebe Leute, das ist blühender Blumenkohl. Diese Haltung hilft allenfalls den Machthabern, das Volk verblödet zu halten. Denn was wir in jedem Falle bereits ohne große Überlegung festhalten können: Tatsächlich wussten die Religionsstifter etwas über sich und ihr Leben. Das machte sie bereits für ihre damaligen Mitmenschen attraktiv. Doch offenbar passte ihre Weisheit nie so recht auf alle Menschen und alle Lebenssachverhalte. Sehr sinnfällig wird das im Übrigen bei Buddha, der die philosophischste aller heute großen Glauubensrichtungen schuf. Mancher „packt“ es mit seinen Schriften und andere scheitern kläglich im Bemühen um eigene Weisheit. Und genau diese teilweise Scheitern spricht dafür, dass die Stifter ihre persönlichen Offenbarungen unzulässig verallgemeinerten. Heutzutage nutzen clevere Geschäftemacher dieses Halbwissen zu ihrem Vorteil aus. Das geht im Großen mit den Religionsführern und endet im Kleinen bei den Religionslehrern. Keiner weiß wirklich etwas, aber alle leben davon.

Picken wir uns ein paar in Mitteleuropa bekannten Inhalte solcher Lehren heraus: Glauben Sie etwa, dass fünfmaliges tägliches Beten gen Osten Ihre Seele bildet? Ihr fünfmal tägliches Herunterleiern von Gebeten soll Sie in den Himmel bringen? Oder bringen Sie täglich fünf Leute um, weil Ihr Prophet mit nur drei Tagen am Kreuz alle Schuld der Welt auf sich nahm, dass Sie trotzdem ungestraft gleich ins Paradies kommen? Das meine Herrschaften nennen Sie Glauben, Hoffnung, Zuversicht, Religion? – Ich könnte kotzen.

Rekapitulieren wir: Glaube, Religion und Wissen passen ganz offensichtlich nur bedingt zueinander. Wenn man sich nicht verscheißern lassen möchte, muss man sich also selbst bemühen. Fraglich bliebe nur, wie es anzustellen wäre? Da hilft der Blick auf das Leben der Religionsstifter weiter. Deren Erkennen entzündete sich nämlich an deren Lebenserlebnissen, die sie für sich aufarbeiteten. Bedeutet natürlich auch, dass man alle Prozesse um die Verarbeitung von Lebenserlebnissen beiziehen kann, um zu vergleichen und seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen. Somit heißt das erste Zauberwort also „Bemühen“. Bemühen um eigene Weisheit und dann Bemühen, zu vergleichen. Und wenn man hinsichtlich des ersten Bemühens noch einmal auf das Leben der Religionsstifter schaut, heißt das zweite Zauberwort „Leiden“, Leiden für Erkenntnisse. Bedeutet im Umkehrschluss: Wer sich nicht bemüht und nicht für eigene Weisheit leidet, der muss tatsächlich „Beten“.

Ein anderer Ansatz bietet sich dann aber den schlauen Leuten unter den Bemühten. Die bemühen sich nämlich nur um ihr Seelenheil und lassen andere vergleichen. Und wenn sie besonders schlau sind, ziehen sie das Werk des Unterzeichners bei, der mit eigener Weisheit schon alles verglichen hat. Als ich mich vor circa 40 Jahren aufmachte, wollte ich so viel über Glaube, Religion und Wissen in Erfahrung bringen, so viel ein einzelner Mensch darüber für sich erfahren kann. Deshalb bemühte, leidete, verglich und schrieb ich über Jahrzehnte hinweg. Was ich allerdings nicht begreife, ist, warum die Welt dieses Werk nicht für sich annimmt. Bei den Pressefritzen weiß ich inzwischen warum. Die machen mit schlechten Nachrichten Geld, nicht mit guten. Teilweise sind sie auch per Staatsvertrag geknebelt und können sich darauf herausreden. Aber meine Herrschaften: Sie alle in der Presse tragen Mitverantwortung an den Kriegstoten aus Glaubenskriegen (sind die allermeisten). Sie alle in der Presse tragen Mitschuld an der Zerstörung dieses Planeten (weil nichts gemacht und nicht zusammengearbeitet wird). Sie alle in der Presse tragen mit dazu bei, dass kaum jemand es schafft, in den Himmel zu kommen (weil Sie die Wahrheit unterdrücken). Und Sie alle in der Presse haben es mit zu verantworten, dass die Menschen permanent auf allen Gebieten verscheißert werden (endet ja nicht bei Religion), dass Glaube, Religion und Wissen bis zum jünsten Tag auf diesem Planeten (ist dann auch dank Ihrer Untätigkeit nicht mehr lang bis hin) micht zusammengehen können. Insoweit habe ich mittlerweile mit dem Wunsch für mich abgeschlossen, noch etwas zu ändern, zu bewegen und etwas für meine Mitmenschen tun zu können. Gute Nacht, Erde.

Nachtrag: Ein paar Gedanken zur Tiefe der Glaubenslehren finden Sie im zuvor veröffentlichen Artikel über den „Religions-Käse„. Bücher gibt es frisch bei: Amazon