Archiv: November 2016

Anagogischer Sinn

22.11.2016 Grundlagen zur Mystik, Pamphlet Keine Kommentare

Mit dem Begriff  „Anagogischer Sinn“ bezeichnete Dante einen Übersinn, der seiner „Komödie“ innewohne. Dieser gehe über einen allegorischen Sinn, wie wir ihn etwa aus Fabeln kennen würden, sowie einen moralischen Sinn (etwa bekannt aus religiösen Interpretationen) hinaus. Stattdessen verstand Dante darunter eine Befreiung der Seele von den Sünden. Unter dem Aspekt einer Verantwortlichkeit des Menschen vor einer göttlichen Trinität dürfen wir daher seine metaphysische Entwicklung als den Hintergrund seiner diesbezüglichen Überlegungen betrachten.

Dante und sein "Anagogischer Sinn"

Sein „Anagogischer Sinn“, der „Übersinn“ beschäftigt die Literaturwissenschaftler

In den heutigen Zeiten einer etablierten Disziplin namens „Psychologie“ wird natürlich ein „Anagogischer Sinn“ als nicht mehr zeitgemäß erachtet, vielfach wird er sogar völlig negiert. Dabei dürfte ein solcher „Anagogischer Sinn“ weiteren großen Werken der Weltliteratur zugrunde liegen, so etwa Goethes Faust oder Nietzsches Zarathustra. Goethe selbst erwähnte 1827 in einem Brief an K. J. L. Iken, dass er mit dem Faust II das Mittel des Dramas gewählt habe, „da sich manches unserer Erfahrungen nicht rund aussprechen und direkt mitteilen läßt“. Er wollte so „dem Aufmerksamen einen geheimeren Sinn offenbaren“. Und Nietzsche, der sich selbst im Zarathustra „Rätselrater und Erlöser des Zufalls“ (Kap. Von alten und neuen Tafeln, Kap. Von der Erlösung) nannte, lässt sich sogar sehr deutlich aus, dass sich (nur) „an der eigenen Qual (dem Leiden) das eigene Wissen mehrt“ (Kap. Von den berühmten Weisen). Und im gleichem Kapitel schreibt er Mittleren Meistern (wie etwa Buddha oder dem Mahavira) ins Buch: „Und niemals noch durftet ihr euren Geist in eine Grube von Schnee werfen, ihr seid nicht heiß genug dazu.“

Allerdings sind dies Äußerungen, die sich tatsächlich nicht jedem oder jedem sofort offenbaren, weil es an entsprechender Leidens-Erfahrung fehlt. Ich selbst gehöre dagegen zu denjenigen, die auf den alten Wegen zu Wissen und Weisheit gelangten. Nur jemanden, der seine männliche Seele in sich tötete, die daraufhin von Gott-Frau aus der Brust gezogen wurde, kann etwa mit Goethes „Dem ein Plastron (Brustpanzer), asketisch zu raprieren“ (die Seele ausgebeint zu erhalten) etwas anfangen. Auch die zuvor angesprochene Hitze bei der Totalausbrennung der verbliebenen weibliche Seele, wie es Nietzsche beschrieb, ist für mich nachvollziehbar. Formulierungen, wie die genannten, sind mir daher nichts Unverständliches mehr, sondern sie sind stattdessen Teil einer meinen Mitmenschen nicht mehr geläufigen Wahrheit. Bereits häufig habe ich mich deshalb vor Nietzsche gestellt, dem man ob seines „Gott ist tot“ zu Unrecht Atheismus und Nihilismus andichtete. Vielmehr sprach er damit über eben einen toten Seelenkörper (Kap. Der bleiche Verbrecher), der ihn zu seinen Überlegungen bewog.

Nun soll an dieser Stelle natürlich nicht den Germanisten und Literaturwissenschaftlern die Arbeit vorgetan werden. Deshalb mag man sich dort zunächst auf den eigenen Hosenboden setzen und bei sich selbst aufräumen, bevor es ans Schwadronieren über Sinnzusammenhänge geht. Und wenn sich Nietzsche im Übrigen auslässt: „Alles am Weibe ist ein Rätsel und alles am Weibe hat eine Lösung. Sie heißt Schwangerschaft“ (Kap. Von alten und jungen Weiblein), wenn er postuliert „Selig ist der also Schwangere“ (Kap. Die sieben Siegel) legt er dar, was den klugen Wissenschaftler auf den Leidens- und Erkenntnisweg brächte, nämlich die Auflösung der Abtreibung. Ja, meine Damen und Herren: Bevor es hier darum geht, auch dem Schreiber dieser Zeilen mit Hohn und Spott entgegenzutreten, mag man erst einmal seine Seele entwickeln. Dann ist auch Dantes „Anagogischer Sinn“ kein Buch mit sieben Siegeln mehr und Nietzsche Zarathustra läse sich wie ein guter Roman, leicht verständlich.

Selbstredend ist mir klar, dass ich mir das Maul fuselig quatschen kann. Es ist mutmaßlich ebenso wurst, dass ich Religionen auflösen kann und darf. Ihr wollt weiter in Gottes Namen morden und den Planten zerstören. Bitte, wenn Ihr meint. Allerdings kommt von Euch dann keiner dahin, wo er hin will und wo er etwa Dante, Goethe, Nietzsche und bald auch mich besuchen möchte, nämlich: In den Himmel.

Wahre Welt

16.11.2016 Allgemein, Pamphlet Keine Kommentare

Gibt es Informationen über so etwas wie die Wahre Welt? Aktuell verboten wurde die Organisation die „Wahre Religion“, sodass hier Klärungsbedarf bestehen könnte.

Wahre Welt – Unstreitiges

Unstreitig kommt der Mensch alleine zur Welt. Und ebenso unstreitig verlässt er diese Welt alleine wieder, selbst wenn sich viele Menschen um sein Sterbelager versammelt hätten. Ebenfalls noch unstreitig hat das letzte Hemd keine Taschen, was bedeutet, dass der Mensch alle seine Habseligkeiten zurück lässt. Für Menschen, die an Gott und Seele glauben, kann daher unstreitig nur die Seele etwas aus diesem Leben mitnehmen – vor das göttliche Gericht. Daher kommt es in diesem Leben darauf an, die Seele zu entwickeln. Nachtrag für alle Ungläubigen, die sich auf Nietzsche berufen: Nietzsche war nachweisbar nicht Atheist oder Nihilist, sondern Mystiker. Er hatte eine göttliche „Spezialaufgabe“, nämlich den „vermeintlich Gottlosen“ eine Stimme zu geben. Heißt für alle Atheisten: Herein gefallen!

Wahre Welt – Seelenentwicklung

Wenn die Wahre Welt seelische Entwicklung einfordert, wie sähe die aus? Im Laufe seines – insbesondere jugendlichen – Lebens begegnet dem Menschen allerhand Unverständliches. Das wird zumeist verdrängt. Es sind jedoch Berührungen der Seele in seinem Leben, die später aufzulösen sind. Man nennt diese Begebenheiten „Knotenpunkte des Lebens“ oder „Schlüsselerlebnisse“ oder mit Zarathustra gesprochen „Kindheitswunder“. Diese „poppen im Unterbewusstsein“ in der Midlife-Crisis „wieder auf“, müssen dann hervorgeholt und aufgearbeitet werden. Dieser Prozess bedeutet Seelenentwicklung und wird am Ende mit Weisheit belohnt. Mein Tipp: Nicht Psychologen bemühen, weil die nicht Ihr Leben gelebt haben. Keine Psychopharmaka schlucken, sondern mit qualitätvollen Märchen und Literatur an seiner Entwicklung selbst arbeiten, auch wenn es schmerzt (denn das wird es). Ein Internet-Literatur-Tipp dazu außerhalb dieser Webseite wäre die „Metaphysik-Literatur-Installation“ auf der Webseite der IG-KLM (Falter Langenfeld).

Wahre Welt - Kümmere Dich um Dich selbst.

Falter in der Installation um Metaphysik und Religion

Wahre Welt – Kontemplationslehrer

Die Wahre Welt braucht keine Lehrer, denn das Leben lehrt Sie. Wenn Sie über genügend Bildung verfügen, Selbst- und Gottvertrauen mitbringen, bedarf es sonst keiner Anleitung. (Ist aber verdammt schwer.) Greifen Sie sonst zu den Schriften der sieben fassbaren Rätselmeister der Menschheitsgeschichte: Hermes Trismegistos, Laotse, Hafis, Dante, Goethe, Nietzsche oder meiner Wenigkeit. Greifen Sie zu den Werken großer Dichter und Denker, etwa Zarathustra, Djuang Dsi, Rumi, Parmenides, Descartes, Hesse, Peter Kingsley um einmal einige der großen Literaten zu nennen. Mir ist andererseits bewusst, dass man vieles erst versteht, wenn man den Prozess für sich abgeschlossen hat. Wenn Sie daher wirklich Hilfe benötigen und dabei nicht auf meine Schriften zugreifen möchten, dann nehmen Sie für den Prozess die Märchensammlung der Brüder Grimm. Die Bilder der Märchen wurden erzählt, Ihnen Hilfen zu bieten. Sie sollten die (Traum-)Bilder selbst erleben, um immer wieder ein Angekommen zu verspüren. Viele Märchen waren und sind deshalb echte Handreichungen im Prozess und für den Prozess.

Wahre Welt – Gott und Seele

Die Wahre Welt entlässt Sie nach Ihrem Prozess (je nach Ihren Erlebnissen) mit der Einsicht, ob Sie nach diesem Leben göttliche Aufnahme erfahren werden oder ob Sie sich noch in weiteren körperlichen Existenzen mit Ihrer Seele beweisen müssen. Der Fachmann spricht von einem „Göttlichen Belohnungs- und Bestrafungssystem“. Es gilt zudem die Faustformel: Täter dürfen Gott nicht schauen, Opfer werden damit belohnt. Hat man (für die Mittlere Meisterschaft / Buddhaschaft) von der Opfer- auf die Täterseite zu wechseln, darf man sich (statt der Schau des Göttlichen, weil auf die Täterseite gewechselt) aussuchen, wiedergeboren zu werden oder zu verlöschen. Letzteres bedeutet übrigens nichts anderes als „seelische Aufnahme“. Gott wird dabei in vielen Opferprozessen als Frau wahrgenommen, entpuppt sich dann jedoch in den Martyrien zur Rätselmeisterschaft regelmäßig als eine Trinität aus Frau-Mann-Liebe. So können Sie das ebenfalls in den Schriften aller Rätselmeister nachlesen, die ihren Prozess um ein frühkindliches Prügelerlebnis, eine Seelenwanderung und den Verlust eines nahen Angehörigen zur Auflösung der Abtreibung zusammengefasst haben.

Wahre Welt – wahre Religion?

Die Wahre Welt kennt sieben Milliarden Religionen, so viele Religionen wie es Menschen gibt. „Wahre Religion“ würde bedeuten, dass es nur einen Religionsstifter gab, der alles wusste. Ihm müssten alle nachlaufen, ohne selbst je zur Weisheit gelangen zu können, noch schlimmer: ohne selbst jemals in den Himmel gelangen zu können. Denn merke: Religion schneidet Menschen von eigener Erkenntnis ab. Religion verhindert, dass Menschen in den Himmel kommen. Und: Religion ist die verlogenste Erfindung in der Menschheit, damit Geld zu verdienen. Denn Freunde: Was juckt es einen Religionsführer, der weiß, dass er mit seiner Seele keine göttliche Aufnahme findet, wenn er ebenso sicher sein kann, dass seine Schäfchen nicht ins Himmelreich kommen. Ja Herrschaften: Wie blöd seid Ihr eigentlich, Euch so verscheißern zu lassen?

Mir wurde jüngst angetragen, weil ich so „erleuchtet“ sei, den nächsten Religionsstifter zu mimen. Einmal davon ab, dass es meine Aufgabe ist, alle bisherigen Glaubenslehren zu beseitigen, ist es zugleich meine Aufgabe, in einer Gesellschaft von sieben Milliarden Religionsstiftern für Toleranz zu sorgen. Taucht noch einmal einer aus der Masse auf, weil er die Menschen mittels Beten führen will, müsste ich ihm (im übertragenen Sinne) die Rübe von den Schultern hauen. Und Freunde, ich hätte keine Bange, diese Aufgabe anzugehen. Was schließlich meine „Erleuchtung“ anbelangt: Ich hatte einmal alles alleine zu durchdenken und das ist Arbeit, nicht „Erleuchtung“. Mit solchen religiösen Begrifflichkeiten kann und möchte ich nichts anfangen. Das bitte ist eine Botschaft in die Wahre Welt.

„Theoretische Mystik“

14.11.2016 Grundlagen zur Mystik, Philosophisches Keine Kommentare

„Theoretische Mystik“ ist, wenn Sie es so möchten, ein Pendant zu „Theoretischer Physik“ und zugleich der unbekanntere Teil von „Theoretischer Metaphysik“. Zu den Definitionen und inhaltlichen Erklärungen: Metaphysik (der Link zur Metaphysik-/Literatur-Installation) behandelt seelische Entwicklung und gliedert sich nach dem Seelenentscheid in Mystik und Schamanentum. Schamanentum beschäftigte sich schon immer mit der Entwicklung der Welt und des Weiteren mit dem Transport von Heilwissen auf die Erde. Mystik war eher auf Informationen zum persönlichen Fortkommen von der Welt, nämlich dem Austritt aus dem Geburtenkreislauf der Seele, gerichtet. Insoweit finden sich in vielen religiösen Schriften wie etwa der Bibel (Genensis) schamanische Vorstellungen von der Gestaltung der Welt durch eine Schöpferkraft. Verglichen mit den Erkenntnissen heutiger Wissenschaften, hören Sie sich dennoch recht vergleichbar an, wie nachfolgendes Beispiel belegen soll.

Aus dem Schamanentum

Es waren zwar nicht nur sechs Tage Schöpfungsgeschichte, wie in der Genesis beschrieben, doch zeichnet der Auftakt der Bibel den Ablauf der Entwicklung der Welt nach, wenn es heißt: Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, Licht und Finsternis (Entstehung der Sonne und der Planeten / Monde). Am zweiten Tage entstanden Wasser und Erde (Wasser gelangte mit Asteroiden auf die Erde) sowie ein Firmament (die Atmosphäre). Am dritten Tage trennten sich Wasser und Erde, Ozeane und Land tauchten auf. Mit diesen Voraussetzungen wurden dann Pflanzen geschaffen (aus interstellaren Molekülketten entwickelten sich Ein- und Mehrzeller, schließlich Pflanzen. Am vierten Tage kam das stürmische Wachstum zur Ruhe und eine Phase der „Konsolidierung“ trat ein. Am fünften Tage erschienen erste Tiere in den Meeeren sowie die Vögel des Himmels (Letztere sind nach heutiger Ansicht Nachfahren der Dinosaurier). Und am sechsten Tage ließ Gott Vieh und Gewürm entstehen und krönte seine Arbeit mit der Erschaffung des Menschen. Der siebte Tag der Ruhe war bereits eine politische Forderung nach Pause von der täglichen Arbeit und einer Zeit für Andacht, Gott zu danken. Soweit ist das nichts Neues und geht auf transportiertes Wissen aus schamanischen Séancen zurück.

Frühe „Theoretische Mystik“

Aus dem Bereich der Mystik wurde in frühen Kulturen lediglich aus der Mittleren Meisterschaft die Einsicht zugesteuert, dass der Mensch Teil eines großen Körpers sei, in dem er sich wie eine Zelle entwickeln kann, um danach zu verlöschen. Die Hohe Meisterschaft steuerte zudem Innenansichten eines von Gott durchdrungenen Alls hinzu, in dem alle Materie von Gott beseelt ist (Unio Mystica). Und aus beiden Wegen gab es die Idee einer Verbindung zu Gott. Bei den Schamenen waren dies Luftseile, bei Mystikern Bänder der Liebe. Die genannten Vorstellungen inspirierten mich bereits zu einem Artikel zur String-Theorie, nach der Alles im All mittels Strings miteinander verbunden ist.

Neue „Theoretische Mystik“

Besonders spannend fand ich einen Beitrag in der von Morgan Freeman moderierten Reihe „Mysterien des Weltalls“, ausgestrahlt am 13.11.2016 im ZDF-Infokanal. Neuere Überlegungen zu schwarzen Löchern lassen hier die Vermutung aufkommen, dass es bei einem gedachten Fall in ein schwarzes Loch zu zwei Erscheinungen kommt: So würde der in ein schwarzes Loch fallende Körper selbst übel verformt und zusammengedrückt, während ein Beobachter über dem Ereignishorizont auf diesem Horizont entweder eine scheinbar eingefrorene Szene wahrnähme oder aber es zu einer breiten Verwischung in Bewegung befindlicher Objekte komme. Daraus entwickelte sich (die auf der Hawking-Strahlung) beruhende Überlegung, dass es neben einer dreidimensionalen Erfahrungswelt eine zweidimensionale holografische Erinnerung und Darstellung der um schwarze Löcher ablaufenden Prozesse geben könnte. Also gäbe es auf der einen Seite die Erfahrung des Menschen, der in das Loch fällt, während ein Beobachter die Szene ungefährdet als Hologramm wahrnehmen könnte. Meine Überlegung dazu: Was wäre, wenn solche Prozesse nicht allein um schwarze Löcher existierten, sondern im gesamten All zur Anwendung kämen? Wer hätte ein Interesse daran, sich Ereignisse im All als zweidimensionales Hologramm anzuschauen?

Ein weiterer diesbezüglicher Gedanke betrifft „die Welt am Draht“, hat also wieder etwas mit „Strings“ zu tun. Schon zu Beginn des Leidensprozesses hat der leidende Adept Vorstellungen davon, was ihn erwarten wird. Meine Idee war, dass es im Gehirn eine Art Festplatte geben könnte, auf der solche Informationen für diese Prozesse abgelegt sind. Diese werden dann abgerufen, wenn es soweit ist. Die Schöpferin und Führerin des Alls braucht dann nur noch auf die Ergebnisse zugreifen und kann ihr Urteil fällen, soundsoviele Leben zusätzlich oder aber Gewinn der göttlichen Aufnahme. Kommt es zu keinem Leidensprozess während der irdischen Existenz, wird der Inhalt der Festplatte der Seele auf ihren Weg ins „Zwischenreich des Achs“ mitgegeben. Letztere sind zugleich die „Stationen“, in dem sich Schamanen auf ihren Séancen ihr Welt- und Heilwissen abholten, wobei dieses Zwischenreich in einer Zone der Zeitlosigkeit geparkt sein könnte, sodass die alten Schamanen sogar heutiges Wissen in die Vergangenheit hätten transportieren können. Letzteres wäre wieder eine Idee des geschlossenen Kreislaufs einer sich selbst entwickelnden Welt, in der es erst mit dem Verdienst um göttliche Aufnahme den Austritt aus dem Geburtenkreislauf gäbe. Also wiederum ein Kreislauf wie der des Wassers, des Kohlenstoffs, der Biomasse, der Seelen und so weiter.

„Theoretische Mystik“

Die Überlegung meines einstigen Freundes jedenfalls, da sind wissenschaftsgläubige Menschen sicher „unvorsichtiger“ als heutige Astrophysiker, nämlich die Welt bestände nur aus Mathematik und Physik (Kopf in Sand stecken), darf man als dank der „Theoretische Mystik“ als überholt betrachten. Wie der Beitrag im ZDF-Infokanal für mich unter Beweis stellte, gibt es keine gravierenden Unterschiede zwischen mystischen Vorstellungen und der theoretischen Physik, wenn diese brauchbare Überlegungen liefert. Daher war es schon immer mein Wunsch, dass sich Wissenschaftler und Mathematiker um ihr Seelenheil bemühen und zugleich um wissenschaftliche Erkenntnisse nachsuchten. Zugleich könnten sie sich auf meine Schriften im Prozess stützen, um sich nicht zu verlieren. „Interdisziplinäres Denken zwischen „Theoretischer Physik“ und „Theoretische Mystik“ könnte die Welt mutmaßlich deutlich schneller und effizienter nach vorne bringen, als allein die mühseligen Berechnungen in der heutigen Phhysik. Auch andere Aufgaben, wie die Abwendung schwerwiegender Folgen des Klimawandels, eröffneten sich mit „Theoretische Mystik“ zur Genüge.

Kopf in Sand stecken

05.11.2016 Allgemein, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Werbung Keine Kommentare

Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er zunächst nichts begreift. Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er nicht weiß, was ein Schlüsselerlebnis (Kindheitswunder, Knotenpunkt des Lebens) ist. Es muss niemand den Kopf in Sand stecken, weil er zu Gott noch nie Kontakt hatte und sich das auch nicht vorstellen kann. Dass Menschen dies glauben, resultiert aus Bildung, Erziehung und religiöser Anleitung. Das kommt davon, wenn man stets gesagt bekommt: „Das begreift Du sowieso nicht. Konzentriere Dich auf Deine Fähigkeiten und füge Dich in die Gesellschaft ein.“ Allerdings bleibt dann bis an das Lebensende ein Minderwertigkeitsgefühl. Man steckt den Kopf in den Sand (und flüchtet sich womöglich sich in seine persönliche Parallelwelt).

Auch ich musste mich übrigens erst einmal meiner „geistigen Altlasten“ entledigen, bevor ich kreativ denken konnte. Nichts Großes schien mir vorbestimmt, weil ich aus einfachsten Verhältnissen stammte und nicht über Beziehungen verfügte. Welch schnell vergessenes Wunder war es daher, als ich mich mit 15 dem Himmel andiente, dafür mit 16 das Rätsel um die „Sage vom versunkenen Schloss“ löste und erfuhr, dass ich die Auflösung später einmal schreiben würde. Welch rasch verdrängtes Wunder war es, als ich mit 22 einen ersten Leidensprozess um die Bewusstwerdung der „Kindheitswunder“ führte und dafür im Traum ein Buch gezeigt bekam, welches ich ungläubig als mein Werk präsentiert erhielt. Welch befremdlicher Gedanke, als ich Silvester auf 1994 plötzlich im Kopfe hatte, jetzt geht’s los usw. Kein einziges Mal hielt ich es für möglich, dass tatsächlich ich gemeint war. Ich, ein einst sehr durchschnittlicher Schüler mit „verkorkstem Examen“. Später ein kleiner Schadensachbearbeiter, der reichlich Mühe hatte, seinen Job irgendwie hinzubekommen. Ja, das war mein Gefühl zu mir selbst, ein „Looser“, einzig geboren, den Kopf in Sand zu stecken. So jedenfalls dachte ich über mich.

Selbst als ich bereits schrieb und ich auf die himmlische Frage, für wen das Alles, spontan entschied: „Für die ganze Welt“, selbst da zweifelte ich noch daran, ob ich tatsächlich derjenige sein sollte, die Welt alleine zu durchdenken und Menschen eines Tages anzuleiten. Man hatte mir mein Selbstwertgefühl ordentlich zerstört, mir zuvor mein Rückgrat gebrochen und mich dann als Müll ausgekotzt. So war ich völlig überrascht, wohl schon im Prozess, als eines Nachts im Traum das Gesicht eines verstorbenen Freundes vor mir auftauchte. Er sah mich völlig belämmert an und bedurfte offenbar meines Zuspruchs – vor dem göttlichen Gericht. Ich hörte mich spontan „Nein“ sagen und wachte darüber erschrocken auf. Ich hatte auf dem Bauch geschlafen, jedoch sein Gesicht derart real vor meinem geistigen Auge gehabt, als stände er direkt vor mir. „Was hast Du getan?“, war die bange Frage, die das im Schlaf abgenötigte „Nein“ in mir auslöste. – „Kölsch Klaus“ nannten wir ihn übrigens, einen taffen Sportsmann, von Beruf Betriebswirt mit herausragenden Mathematik und Inormatik-Kenntnissen, der allerdings stets vehement Gott und Seele negiert hatte. Er wurde sogar böse, wenn jemand in seiner Gegenwart von Glauben oder Gott erzählte. „Ich bin Mathematiker, das All ist Mathematik und Physik und sonst ist da nichts.“ So oder so ähnlich klangen seine Worte. Mit dem geschilderten Erlebnis jedenfalls wurde mir erstmals bewusst, dass mein Urteil zählt, wenn auch nicht hier. Doch mir wurde klar, dass ich es in jedem Falle nicht mehr nötig habe, trotz meiner Herkunft und meiner Niederlagen, den Kopf in Sand zu stecken.

Kopf in Sand stecken - keine gute Idee

Metaphysik-Literatur-Installation, eine Anleitung zu Gott und Seele

Was ich Ihnen damit sagen möchte: Haben Sie den Mut, bei Gott und Ihrer Seele selbstständig zu denken. Haben Sie den Mut, sich aufzumachen. Haben Sie den Mut, sich selbst zu begegnen und Ihre Seele zu entwickeln, so wie ich es in der „Großen Falter-Installation“ beschrieben habe. Haben Sie auch dem Mut, der Gebärerin Ihrer Seele zu begegnen. Eines Tages – nach Ihrem Ableben – wird Ihnen das ohnehin blühen.

Sie müssen also nicht vor sich selbst den Kopf in Sand stecken. Wenn Ihnen noch Einsichten zuteil werden können, wenn sie sich noch in diesem Leben etwas verdienen möchten, wenn Sie sich eine bessere Basis verschaffen wollen, dann tun Sie es. Wir brauchen hier jeden, der sich nicht in eine Parallelwelt flüchtet, sondern seine Kreativität für unser aller Gemeinwohl einzusetzen bereit ist (selbst wenn uns Parallelwelten in Büchern, Film und Fernsehen immer wieder für Stunden Freude bereiten). Also bitte: Übertreiben Sie es nicht. Bleiben Sie bodenständig, offenen Herzens und wachen Verstandes.