Archiv: Oktober 2016

Parallelwelt

29.10.2016 Allgemein, Grundlagen zur Mystik, Lebenshilfe Keine Kommentare

Viele ertragen Ihr Dasein nur noch durch die Flucht in eine Parallelwelt. So richtig zu Bewusstsein kommt mir der Gedanke regelmäßig bei Veranstaltungen wie der „Kitty Moan Convention“, kurz „Kitty Con“, die Freund Helmut Dunkel veranstaltet.

Mit Verkleidung in die Freizeit-Parallelwelt

Parallelwelt: Verkleidete auf der 1. Kitty Con

So begegneten mir heute morgen die ersten Verkleideten schon beim Brötchenholen. Das bedeutet, wenn es nicht Karneval oder Helloween ist, die Kitty Con öffnet wieder ihre Tore. Als Piraten, Zombies, Mittelalter- oder Sternenritter, Traumwelt-Prinzen und Prinzessinnen, Superhelden und Superheldinnen, Iron-Fighter und weiß was sonst noch kommen sie daher, frisch geschlüpft in die Rolle von irgendwem zu irgendeiner Zeit, nur um für Stunden nicht sie selbst sein zu müssen. Neben den Verkleideten gibt es Unverkleidete, solche, die ihre Welt im Kopf entstehen lassen und Comics, Vampire, Drachen oder sonst was zeichnen. Andere lassen ihre Figuren in der erdachten Welt von Romanen agieren. Allgemein bekannte Beispiele solch vollständiger Fabelwelten sind die Romanserien um Harry Potter oder auch den Herrn der Ringe, die weltweit viele Freunde haben. Letztendlich bleiben es jedoch Fluchten aus einer real existierenden Wirklichkeit in eine Parallelwelt am Wochenende, nur um den bescheidenen Arbeitsalltag ertragen zu können.

Parallelwelt Wochenende

Ein Retter der Menschheit fürs Wochenende

Auch ich bewege mich übrigens in einer Parallelwelt, jedoch nicht einer von Menschen erdachten Traumwelt, sondern in der tatsächlichen Realität. Im Ansatz unterscheide ich mich somit nicht von den Flüchtlingen aus der real existierenden Wirklichkeit. Doch könnte ich nicht wie sie in einer Fiktion leben. Denn das haben die uns bekannte, vermeintliche Wirklichkeit und die von Menschen erdachten Traumwelten gemein: Alle sind von Menschen erfunden und in letzter Konsequenz nicht auf Dauer erträglich. So wie sich kaum jemand am Wochenende noch über seine Arbeit definieren möchte, so wenig würde er in der Woche ein Superheld sein wollen. Er kann deshalb und muss es auch nicht, nämlich seine Rolle bis in die letzte Konsequenz ausleben, sonst müsste er vermutlich vor sich selber kotzen. Ihm reichen daher die Flucht in die Parallelwelt des Wochenendes, um an den übrigen fünf Tagen die real existierende Welt ertragen zu können.

Nicht verstanden? Dann werde ich deutlicher: Es gibt eine Wirklichkeit, nämlich die wahre Welt, die uns erwartet, wenn wir uns auf den Tod vorbereiten. Ab dem Zeitpunkt wird alles, was wir Realität nannten, Makulatur. Dann wird alles, was wir Traumwelt nannten, Makulatur. Dann zählen mit einem Male Fragen, die sich viele zu ihren guten Lebenszeiten nie zu stellen wagten oder zu stellen wagen wollten: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Gibt es einen Schöpfer und/oder ein Leben nach dem Tod? Was wird aus mir, wenn man sich nicht mehr verkleiden kann, sondern vom Körper entkleidet wird? Hilft mir dazu eine Religion oder ist dieses halbgare Wissen konkurrierender Systeme für mein Fortkommen (auch von der Erde) eher hinderlich?

Vor diesem Hintergrund macht es wohl Sinn, wenn man schon zu Lebzeiten in die parallele, wahre Welt eingetaucht ist. Wenn man mit der Gebärerin der eigenen Seele seinen tiefen inneren Frieden geschlossen hat. Wenn man weiß, wer man ist und wohin man geht. Wenn man seine Funktion für die Weltgeschichte kennt, so man denn eine hat. Dieses Eintauchen in die Parallelwelt einer von vielen Menschen zu allen Zeiten nachweisbar als „Wahrheit“ empfundenen Realität ist sehr beruhigend, weil sie ertragen hilft. Auch die Hirngespinste der Reichen, so sie denn an Gott glauben, etwa sie seien von ihr besonders geliebt, weil sie reich, weiß und schön sind. Wie borniert muss man dafür sein? Ich empfehle ihnen daher, wenn sie einen Rat hören möchten, die Parallelwelt „Wahre Welt“. Die findet sich übrigens in der hohen Literatur und gehaltvollen Märchen wiedergespiegelt. Und gelegentlich lässt sie sich, dann allerdings zumeist nur ansatzweise, ebenso aus Religionen herauslesen. Dafür jedoch ist es erforderlich, um das Ganze zu wissen, um nämlich seelisch unbeschadet mit dem halbgaren Wssen der Religionsstifter umgehen zu können.

Unsterblichkeit der Seele

16.10.2016 Grundlagen zur Mystik, Lebensgeschichte Keine Kommentare

Spannendes Thema und für viele schlicht nicht vorstellbar ist die Unsterblichkeit der Seele. So unterhielt ich mich jüngst mit dem dunklen Helmut, Mitbegründer des Falter, selbst Autor, Maler, Grafiker, Webdisigner und Buchgestalter, zudem Freund, über die Metaphysik-Literatur-Installation sowie meine Dokumentation dazu auf unserer Webseite IG-KLM. Mit (wie häufig) einem kaum deutbaren spöttischen Zug lobte er einerseits meine Arbeit, um alsdann zu postulieren: „Da werden sich noch einige Leute wundern, wenn das Licht ausgeht und es dunkel bleibt“.

Unsterblichkeit der Seele

Metaphysik-Literatur-Installation, Metaphsyisches zu Gott und Seele

Ja, Herr Dunkel. So fiel mir zu seinem Satz zunächst einmal nicht mehr ein als meine Selbstzweifel während des Prozesses, ob es sich bei den Überlegungen zur Unsterblickeit der Seele, zu Tod und Wiedergeburt nicht um einen genetischen Defekt aller Indogermanen handeln könnte. Auffallend nämlich ist, dass besonders viele Religionsstifter, Literaten und Erzähler gehaltvoller Märchen aus eben jener Bevölkerungsgruppe stammen. Man würde mit dieser Überlegung jedoch zumindest Laotse und Hermes Trismegistos Unrecht tun, denn beide waren Rätselmeister und keine Indogermanen. (Übrigens sind die 17 Bücher des Hermes Trismegistos wohl eher christlich verfälscht als reine Fälschungen von Christen, denn sie enthalten derart viele Hinweise auf ein zugrunde liegendes mystisches Werk, dass man sogar erkennt, welche Meisterschaftsstufe der Ursprungsverfasser erreicht haben muss.)

Erst zu Hause fiel mir dann der Widerspruch in Helmuts Postulat auf: Wie kann jemand merken, dass es dunkel bleibt, wenn es dunkel bleibt? Er muss doch zumindest etwas merken, nämlich dass es Licht werden sollte, wo es dunkel bleibt. Und wenn er noch etwas merkt, kann es mit der Existenz einer Lichtgestalt in uns nicht zu Ende gegangen sein. Schade, dass mir der Gedanke nicht eher kam, ich hätte ihn zur Unsterblichkeit der Seele gerne vorgetragen. Es blieb im Übrigen in der Zwischenzeit nicht bei dieser einen guten Idee, allmählich (mein Prozess liegt nun auch schon Jahre zurück) folgten Erinnerungen an Erlebnisse, die ich einmal vortragen möchte.

So lebte mein Vater in Belgien, persönlichen Kontakt zu ihm hatte ich seit meinem dritten Lebensjahr nicht mehr. Eines Abends und wie sich herausstellte, zwei Tage nach seinem Tod, rief mich die belgische Polizei an. Man setzte mich von seinem Tod in Kenntnis und forderte mich im gleichen Atemzug auf, mich nächsten Tags um sein Begräbnis zu kümmern, selbstredend belgische Vorschriften, sonst müsse er verbrannt werden. Da ich mich nicht von jetzt auf gleich freimachen konnte, gab ich die Einwilligung zur Einäscherung (übrigens ein sehr „nettes“ Telefonat). Kurz darauf, damals war ich noch Raucher und das auf dem Balkon, sah ich spät abends auf dem Spielplatz eine heulende, vollschwarze Gestalt, die ich zunächst für eine islamische Frau hielt. Allmählich dämmerte es mir jedoch, dass es sich um eine Seele handeln müsse, weil kein Gesicht zu erkennen war. Schließlich begriff ich, dass es die Seele meines Vaters sein musste. Er durfte offenbar nicht ohne meinen Zuspruch gehen, weil er meine Familie (und auch mich) zurückgelassen hatte. Da er (meinem Bruder und) mir in einem Brief seine metaphysische Entwicklung kundgetan hatte (findet sich in „Die Reise in die Seele“), konnte ich ihm den gewünschten Zuspruch geben. Diesbezüglich hatte er nämlich alles richtig gemacht, worauf sich die schwarze Gestalt ungehend entfernte. Bei seiner Totenfeier nun gab es zwei Lager, einmal diejenigen, die seinen Leichnam nur noch einmal am Tage vor seiner Einäscherung sahen und jene, die der Einäscherung beiwohnten. Letztere bezeugten, dass er im Tode gelächelt habe. Dies jedenfalls wäre ohne eine Unsterblichkeit der Seele nicht denkbar.

Und noch eine zweite Geschichte kam mir in den Sinn, nicht direkt zur Unsterblichkeit der Seele, sondern nur indirekt. Als ich 2006 arbeitssuchend war und jede Menge Bewerbungen an Versicherungen in Köln versandt hatte, erhielt ich eines Morgens die Audition: „Ich will nicht, dass Du in Köln arbeitest. Da lernst Du die falsche Frau kennen.“ Für einen Mystiker ist das im Grunde nichts Aufregendes. Die Chefin will nicht, dass ihre guten Absichten mit den Menschen dieser Erde von einer dummen Gans unterminiert werden. Es war für mich nur insofern enttäuschend, als dass mir damit gleich bewusst wurde, alle Anstrengungen in Richtung Köln nur für das Arbeitsamt unternommen zu haben, denn selbstredend erhielt ich aus der Domstadt nur Absagen. Am Rande notiert, liebe Düsseldorfer, habt Euch nicht zu früh gefreut: Die Audition bedeutet nämlich nicht, dass alle Kölnerinnen nicht zu gebrauchen wären, Es wäre nur eben eine falsche Frau geworden, was es göttlicherseits zu verhindern galt. Und liebe Kölner: Da ich nun erneut in Düsseldorf arbeite, bedeutet der Spruch ebenso wenig, dass keine Düsseldorferin je mein Herz würde anrühren können, weil sie allesamt nichts taugen. Damit zurück zum Thema: Chefin hin, Chefin her, die Mutter unserer Seelen ließe nicht sammeln, wenn es sie nicht gäbe. Das hat zur Folge, dass es eben nicht dunkel bleibt und hinsichtlich der Unsterblichkeit der Seele, dass unser Leben eine göttliche Prüfung im Zyklus von Tod und Wiedergeburt der Seele ist.

Mir ist natürlich bewusst, dass es sich oben nur um zwei nette Geschichten handelt, die für den skeptischen Leser nichts beweisen. Für mich jedoch, der sie erlebt hat, sind es Beweise (neben einer Vielzahl anderer), die mich von der Existenz Gottes überzeugen und mir die Unsterblichkeit der Seele nachweisen. Was im Übrigen meine Person anbelangt, weil „mir solche komischen Sachen passieren“, so bin ich einer der wenigen namentlich fassbaren Rätselmeister in der Menschheitsgeschichte und stelle es Ihnen anheim, wenn sie es denn möchten, mehr dazu herauszufinden. Fangen Sie ruhig mit meinem Namen an…