Archiv: Juli 2016

Juristen-Qualität

18.07.2016 Allgemein, Pamphlet 2 Kommentare

Die Juristen-Qualität scheint in den letzten Jahren schwer nachgelassen zu haben. Jedenfalls kam die Leitung unserer Firma nach jüngsten Bewerbungen zu dem Schluss, dass man künftig für die Neubesetzung der Stelle eines Schadensachbearbeiters keine Juristen mehr einladen möchte. Selbstwahrnehmung, Ausbildungsniveau, Auftreten und Gehaltsvorstellungen hätten eine derartige Schieflage erreicht, dass man mit diesen Herrschaften, gefühlt, nur noch Zeit vergeude.

Ein Urteil wie dieses über nachfolgende Generation weckt zwiespältige Gefühle. Einerseits hört man es als sogenannter „gescheiterter Jurist“ gerne, wenn die Newcomer nichts taugen, andererseits werden händeringend Leute für immer mehr Arbeit gesucht. Zum sogenannten Scheitern selbst notiert, wurde ich übrigens von einem Juristen ohne Examen eingestellt. Und auch die besten meiner Kollegen sind keine Volljuristen, sondern „verkrachte Existenzen“ wie ich. Denn ein solches „Scheitern“ hat mutmaßlich, neben den notwendigen Kenntnissen des bürgerlichen Rechts, ein hohes Leistungsniveau als Sachbearbeiter zur Folge, weil ohne Examen nicht mehr viele Berufs-Möglichkeiten gegeben sind. Die vergeigte Prüfung wird als wundester Punkt der persönlichen Geschichte aufgefasst, weshalb wohl jeder Jurist ohne Examen (vom System erwünscht) richtig reinhaut. Am Rande notiert, waren es zu meiner Zeit in Köln 25% der Absolventen, die durchfielen, und das am Ende eines Studiums, aus dem sich bereits gut 80% vorzeitig verabschieden mussten. Ordentlich gesiebt und nur gute Leute übrig behalten, von denen man Juristen ohne Examen als anstellige und unterbezahlte Mitarbeiter ohne Schamesröte an die Versicherungswirtschaft weiterreichen konnte.

Diese Zeiten scheinen sich grundlegend geändert zu haben. Statt neuer Kollegen für wachsende Arbeit bleiben daher nur Durchhalteparolen, was hier allerdings nicht Thema sei soll. Es geht mir in erster Linie um die seelische Narbe, die das Scheitern zurückgelassen hat. Wohl müsste ich mir nach 25 Jahren in gefestigter Position mit ordentlich Berufserfahrung zu allen Sparten und in Schäden aller Größenordnungen keinen Kopf mehr machen, da ich mich längst bewährt habe. Doch auch die bestandene Lebensprüfung sowie das zur Beseitigung des Makels durchgeführte BWL-Studium mit erfolgreichem Abschluss halfen mir bislang wenig. „Mein Makel“ sitzt mir im Hinterkopf, weshalb ich (übrigens nicht ich alleine) dann und wann noch von der Prüfung und dem Scheitern träume. Damals hätte ich es mir nicht ausmalen können, wie mich dieser Mist noch nach 25 Jahren nicht in Ruhe lässt.

So bin ich trotz verschiedener Ansätze zur „Überwindung der Niederlage“ nach all den Jahren noch nicht schlauer, wie man eine solche „Schande“ denn verarbeitet. Dabei kann ich mittlerweile so ziemlich alles auflösen, Schlüsselerlebnisse und Religionen, die Werke hoher Literaten sowie sämtliche Märchen. Alle Einsichten und die Umsetzungen daraus kann ich zudem bis auf die zugrunde liegende Lebenserfahrung zurückführen und den Erkenntnisweg erklären. Doch bezüglich des Jura-Studiums bleibt mir das unrühmliche Ende erhalten, vielleicht auch, weil mir als Mystiker bislang niemand richtig zuhörte. Selbstredend könnte ich deshalb zu meiner Selbsterhöhung mit der bestandenen Lebensprüfung protzen oder gar damit Rache für Niederlagen üben. Es wäre für mich jedoch albern und deswegen keine Lösung.

So bleibt mir, nach der eigenen Befreiung vor 20 Jahren, statt des Startschusses in ein selbst bestimmtes Leben, der Rückblick auf zu viele Jahre in abhängiger Arbeit. Gestalten zu können, ohne Gelegenheit dazu zu erhalten, ist im Übrigen auch dem Selbstwertgefühl wenig zuträglich. Da helfen selbst die „nebenbei“ geschriebenen Bücher wenig, obwohl diese mehr als ordentlich geworden sind. Die üblichen Strukturen jedenfalls schnüren einen Mystiker mehr ein als dass sie nach vorne bringen. Und so etwas wie Karriere lässt sich mit guten Büchern im anhängiger Arbeit nicht verwirklichen. Mit aus diesen Gründen geht daher in Kürze eine neue Webseite, nämlich die Nektar & Ambrosia Consult, an den Start. Dazu wünsche ich mir Erfolg und wenn Sie möchten, dürfen Sie sich meinen guten Wünschen anschließen. Vielen Dank dafür.

Anschlag von Nizza

15.07.2016 Grundlagen zur Mystik, Pamphlet, Philosophisches, Politik Keine Kommentare

Zum ‚Anschlag von Nizza‘ ein offener Brief an die Presse, die mich leider seit Jahren schneidet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach den Franzosen unser tiefes Mitgefühl aus. Wenn das keine Floskel bleiben soll, dann handeln Sie endlich! Bereits seit Jahren teile ich Ihnen mit, dass über die Verarbeitung von Lebenserfahrung Weisheit geschöpft wird. Dabei war/ist es unerheblich, ob sich derjenige anschließend zum Literaten, Märchenerzähler oder Religionsstifter wandelt(e). Die Herkunft allen Wissens im Bereich Gott und Seele stammt aus vergleichbaren Auflösungsprozessen.

Es ist möglich, Glaubenslehren zurückzuführen auf die Schlüsselerlebnisse der Religionsstifter. Und mit eben dieser Vorgehensweise lassen sich Religionen auflösen. Wenn man weiß, was bei Mord, Vergewaltigung, Abtreibung etc. auf der göttlichen Selbsterkenntnisebene herauskommt, packt man die Herren Religionsstifter bei den Eiern. Und genau das wäre es, womit man den Franzosen jetzt helfen kann, um endlich den Wahnsinn – wie den Anschlag von Nizza – zu beenden.

Mohammeds Eltern etwa starben früh, er wuchs bei einem Onkel auf. Dessen Erziehung war hart und er verheiratete Mohammed mit einer älteren Kaufmnannswitwe. Nach deren Tod legte sich Mohammed keine Zügel mehr auf und heiratete eine Zehnjährige, die sogar zu seiner „Lieblingsfrau“ avancierte. Mithin: Sexuelles Schlüsselerlebnis aus Überforderung gleich umgesetzt mit der Heirat einer Zehnjährigen! Bekannt ist weiter, dass Mohammed schamanisierte (zutreffende Vorhaltung eines Onkels). Dafür muss sich seine Freiseele leicht vom Körper gelöst haben. Diese „Fähigkeit“ resultierte aus einem Prügelerlebnis und wir erinnern uns dazu, dass Mohammed von einem ihn hart fordernden Onkel adoptiert wurde. Neben dem frühen Verlust der Eltern, verlor Mohammed immer wieder Familienangehörige. Daher finden wir (neben dem sexuellen) drei weitere Schlüsselerlebnisse, nämlich ein Prügelerlebnis, Seelenwanderung(en) sowie die Verluste naher Angehöriger. Diesen Sprengel etwa setzte Goethe (gelistet im Wilhelm Meister) um in Weisheit (Faust). Mohammed tat das nicht, sondern nutzte seine Erlebnisse fürs Schamanisieren. Mithin wurde er nicht Rätselmeister, sondern blieb ein niederer Meister. Seine einzige mystische Einsicht nämlich stammte aus einem Notwehrdelikt, weshalb er auch Moses in Schutz nahm und den Juden (zutreffend) die Verfälschung ihrer Schrift vorhielt.

Was also lernen wir daraus? Wenn wir uns Glaubenslehren strukturiert betrachten, erfahren wir, was wir aus den Offenbarungen der Religionsstifter mitnehmen können. Das ist – Freunde der Presse – leider viel zu wenig. Es wäre daher anzuraten, diese Welt an das Wissen der Literaten anzubinden und die Einsichten von Religionsstiftern und Märchenerzählern gleichberechtigt beizuziehen. Mit dem Erkennen struktureller Zusammenhänge besteht die Möglichkeit, endlich das Zeitalter konkurrierender Glaubenslehren mit seinen Kriegen und Kämpfen zu überwinden.

Wenn Sie also Frankreich helfen möchten, wenn sich einmal nicht auf Staatsverträge mit Kirchen zurückziehen, dann haben wir jetzt eine Chance, bevor wir den „Point of no Return“ überschritten haben. Also: Was ist? Sind Sie dabei oder übernehmen Sie für alles Weitere vor Gott mit Ihrem Seelenheil persönlich die Verantwortung? Der Mutter aller Seelen können Sie übrigens keine Märchen erzählen. Guten Tag.

Hier finden Sie weitere Infos zum Thema „Briefe an die Presse

 

Brüder Grimm und Mystik

12.07.2016 Allgemein, Buchvorstellung, Werbung Keine Kommentare

Oft angesprochen: Die Brüder Grimm und Mystik. Doch wie hielten es die Brüder Grimm mit der Mystik? Die Antwort gibt uns das Märchen „Die drei schwarzen Prinzessinnen“, das Sie per Mausklick folgend gerne erst einmal lesen dürfen.

Der vom Fischersohn aufsteigende Held der Geschichte, fischte um Erkenntnisse und errang einen Schatz, der ihn zum Bürgermeister machte. Dass sich die Geschichte um einen Kampf ereignete, sei, wie im Märchen, hier nur am Rande notiert. Im Rahmen weiterer Prüfungen gerät der Fischersohn sodann an ein Schloss mit drei verwunschenen Prinzessinnen, die vollständig schwarz sind, bis auf ihr ein wenig weißes Gesicht. Der kundige Leser erinnert sich darob sofort an schamanische Märchen wie „Die Prinzessin von Tiefenthal“, „Sie zwölf Brüder“ oder „Von der schönen Schwanenjungfer“, die Johann Wilhelm Wolf aufzeichnen ließ. Auch dort geht es um schwarze Prinzessinnen und nachfolgende Prüfungen zum Schamanen.

Lassen wir die Feinheiten außen vor, steht der Galgen für den jederzeit drohenden Tod, weil der Weg gefährlich ist. Das Schweigen ist prozessimmanent, weil es um Schlüsselerlebnisse und deren Auflösung geht und weil man in (seiner) Geschichte „verhaftet“ ist. Am Rande notiert, musste auch ich mich erst einmal meiner Sprachlosigkeit erwehren.

Jedenfalls kommt der Fischersohn irgendwie frei und erhält einen guten Rat, nämlich per Kerze für Erhellung / Erleuchtung zu sorgen. Er tropft den Damen dazu von der Leuchte der Erkenntnis (nämlich Wachs) ins Gesicht, worauf diese erwachen. Das Ende ist klar: Das Schloss mit den drei Prinzessinnen versinkt im Boden, die daraufhin klagen (nicht erlöst werden zu können) und sieben Brüder ins Feld führen, deren Kräfte man sich hätte nutzbar machen können. Der Entscheid für die Mystik ist jedoch unumkehrbar (sodass heute niemand mehr weiß, wo das Schloss einst stand).

Die Geschichte ist ein klares Bekenntnis zur Mystik und beweist zudem, dass die Brüder Grimm schamanische Märchen kannten, diese jedoch offenbar bewusst nicht in ihre Sammlung aufnahmen. Ob allerdings der Standpunkt der Grimms aus eigener mystischer Erkenntnis oder einem Bauchgefühl heraus erwuchs, muss an dieser Stelle erst einmal offen bleiben.

Die Brüder Grimm und Mystik sowie J.W. Wolf mit schamanischen Märchen werden hier erklärt.

Die Mystik in Märchen aus Deutschland, Band 1 der“Wahren Tretralogie“.

Die Brüder Grimm und Mystik sind ein wesentlicher Teil des Bandes 1 der „Wahren Tetralogie“. Zudem erhalten Sie weitere Informationen zu schamanischen und mystischen Märchen und deren Auflösung (reine Interpretationen im Sinne von Mutmaßungen wären mir zu wenig) in meinem Buch „Mystisches Deutschland“.

Erworben werden kann das Buch für 12,80 EUR bei amazon