Archiv: April 2016

Mystik Pepe und Mord ?

28.04.2016 Allgemein, Lebensgeschichte, Literatur, Philosophisches Keine Kommentare

Gehen ‚Mystik Pepe und Mord‘ zusammen, sprich: gelangte ich über einen Mord zur Erkenntnis? Schon manches Mal wurde ich das gefragt, nämlich welche Schlüsselerlebnisse meinem Erkennen zugrunde lagen. Uns in diesem Zusammenhang vermute schon mancher einen Mord als Ausgangspunkt des Leidens. Nein Herrschaften, nichts dergleichen, denn Gott würde nicht mit einem Mörder zusammenarbeiten, weil sich jener von göttlicher Aufnahme weiter entfernte, als dass er sich Aufnahme nach diesem Leben verdiente. „Der gewalttätig Balkenstarke erlangt nicht seinen eigenen Tod“, dichtete hierzu der chinesicsche Spruchdichter Laotse vor 2.600 Jahren, und meinte damit den Verdienst des Austritts aus dem Geburtenkreislauf.

Statt der unsinnigen Frage ‚Mystik Pepe und Mord?‘ liegen der Rätselmeisterschaft ein Prügelerlebnis, eine Seelenwanderung sowie der Verlust eines nahen Angehörigen zugrunde. Alle drei Erlebnisse werden im Leiden zusammengeführt, die Abtreibung aufzulösen. Denn diese bietet in einem Erlebnis erstens die Last, zweitens ein „Seele rein raus“ sowie drittens eine Anmutung zum Tod, mithin die Inhalte der drei vorgenannten Erlebnisse. Von den gleichen drei Erlebnissen berichtete übrigens auch Goethe im „Wilhelm Meister“. Seine Erinnerungen bettete er ein in das banale Dasein einer Theatergruppe, diese als Sinnbild einer vorgeblich realen Welt (in der wir alle leben).

Doch zurück: Darüber hinaus galt es, sich wie Buddha mit einem Erlebnis gegen die sexuelle Selbstbestimmung herumzuschlagen. Am Rande notiert, wie es Nietzsche im Zarathustra anschnitt, nämlich nebenbei zum „Abkühlen“. Denn zur Auflösung einer „Vergewaltigung“ (selbst einer „Kopfgeburt“), ebenso von Tötungsdelikten, bedarf es keinem „Sterben, bevor man stirbt“. Übrigens werden Ergebnisse letzterer (Mord, Notwehr etc.) von Betroffenen „kostenfrei“ vorgetragen, denn von Frauen, die um das Thema „Abtreibung“ leiden, bekommen „Mörder“ in der Regel keine Antworten. Ein Grund dafür ist das dem Leiden immanente Schweigen. Andererseits sieht kaum jemand eine Notwendigkeit, sich der eigenen Sprachlosigkeit zu erwehren. Ausgenommen davon sind Rätselmeister, denn bei ihnen geht es ja um die Fortentwicklung der Menschheit, weshalb sie „Reden“ und „Erklärungen abgeben“ können müssen.

Noch einmal: Auf zwei verschiedenen Schienen gelangte ich zur Erkenntnis. Als Mann mit eigenen Erlebnissen, um die Abtreibung leidend, und zudem – der Abkühlung wegen – auf Buddhas „glorreichem“, mittleren Weg. Da ich zudem nicht zur Abtreibung nötigte, war Ersteres zugleich ein reines Martyrium, dies gegenüber dem „gewöhnlichen“ Mitleiden noch einmal mit zusätzlichen Einsichten belohnt. Dazu gehörten neben Einsichten um das Wesen des Göttlichen, einer Trinität von Frau-Mann-Liebe mit Schwerpunkt auf einer „Führerin des Alls“ (einer Erden- oder Weltenmutter, wie auch immer), zugleich eben solche Einsichten in alle anderen Basis-Prozesse um Schlüsselerlebnisse. Das bietet den Vorteil, die Grundzüge des gesamten göttlichen Belohnungs- und Bestrafungssystem herausarbeiten zu können. Also weit entfernt von ‚Mystik Pepe und Mord‘.

Dieses Wissen erlaubt es anschließend, aufgrund der aus allen Prozessen bekannten göttlichen Selbsterkenntnisse, im Umkehrschluss aus bislang verschlossenen Prozessen Einsichten zu extrahieren und diese wiederum zweifelsfrei Schlüsselerlebnissen zuzuordnen. Weiß ich etwa, was bei Vergewaltigung „herauskommt“, komme ich dahinter, wie ein Vergewaltigungsopfer tickt und wie es sich mit göttlicher Selbsterkenntnis sein Weltbild „strickt“, und so weiter. Damit können verschiedene Meisterschaftsstufen identifiziert sowie Literatur, Märchen und Religionen auf einzelne Knotenpunkte des Lebens zurückgeführt werden. So entpuppte sich Buddha eben als mittlerer Meister, als nämlich das Opfer eines Erlebnisses um die sexuelle Selbstbestimmung, dagegen Moses oder auch Mohammed als niedere Meister, deren Ausgangspunkte des Erkennens in Notwehrtaten lagen. Bedeutet im Weiteren natürlich, dass man die Lehren der Religionsstifter allesamt dorthin stellen kann, wohin sie gehören. Und mit dieser Aussage noch einmal zurück zur Eingangsfrage: Könnte es also doch die Kombi ‚Mystik Pepe und Mord‘ gewesen sein? Nein Herrschaften, solche Einsichten, bitteschön, gewährt Gott keinem Mörder, keinem Menschen, der sich von göttlicher Aufnahme durch seine Tat weiter entfernte, als wenn er das Töten gelassen hätte.