Archiv: Januar 2016

Alte Frauen, Lügner, Rotstiftbarone

29.01.2016 Allgemein, Lebenshilfe, Politik 2 Kommentare

Mein Job ist der tägliche Wahnsinn: Offenbar gibt es kaum noch jemanden, der nicht auf Geld aus ist. Meine Herrschaften, kommt in dem Satz: „Der Sinn des Lebens besteht darin, seine Seele zu vervollkommnen“ vielleicht das Wort „Geld“ vor, oder „mein Auto“? Oder steht da etwas von „Leute oder Versicherungen bescheißen“, sprich: „Solidargemeinschaft aufkündigen“? Ich meine nicht, aber ich kann mich irren. Die obige Aussage zum Lebenssinn geht übrigens weiter mit: „Dies geschieht durch die Auflösung von Schlüsselerlebnissen, die zu Selbsterkenntnis und göttlicher Selbsterkenntnis befähigen.“ Mit anderen Worten, es geht im wahren Leben um nichts anderes als um das seelische Erwachsenwerden, um damit den Austritt aus dem Geburtenkreislauf zu erlangen. Das kann ich wohl noch etwas anders formulieren, doch inhaltlich bliebe sich das gleich und Überlegungen wie „Geld, Gewinnmaximierung oder Lügen und Betrügen“ sind jedenfalls nie dabei. Ich nenne daher diese allenthalben zu beobachtende Raffgier (selbstredend seelisch Kind gebliebener) „asozial“ und muss leider dazu konstatieren, dass sich diese Geisteshaltung durch alle Alters- und Gesellschaftsschichten zieht.

So komme ich vor kurzem einen Radweg entlang, als mir eine alte Dame ins Fahrrad fährt, Kopf runter, Anlauf genommen und rein in die Seite. Nachdem sie sich dabei selbst zu Fall brachte, machte sie mir Vorhaltungen. Ich sei daran schuld, dass sie gefallen sei. Aus anfänglicher Verwunderung wurde nun Verärgerung. Doch damit nicht genug: Dreist wurde es, als sie gegen mich noch Strafanzeige erstattete, um Ansprüche auf Schadenersatz und Schmerzensgeld einfacher durchsetzen zu können. Wie „clever“: Erst mit dem „Alte-Frauen-Bonus“ die Schuld verschieben, dann die Kohle zocken (hier wohl für ein neues Rad), und anschließend ins Fäustchen gelacht. Und mir erzählte man, weiße Haare ständen für weise. Was für ein albernes Ammenmärchen!

Das Vorgehen der Alten ist natürlich beileibe kein Einzelfall, wie mir als Schadensachbearbeiter hinlänglich bekannt ist. Allerdings wurde ich, ob dieses eigenen Unfalls erst richtig auf das Phänomen aufmerksam und habe deshalb andere (oft ebenso) alte Frauen auf ihren Fahrrädern beobachtet. Die führen den Linksverkehr ein, fahren bei Rot oder schaukeln mal nach rechts und mal nach links, ganz wie sie ihnen beliebt, durchweg aber in einer höchst eigenen Ideallinie. Was soll’s? Gegen Damen muss der Mann ja galant sein, vor allem gegen alte. Und nicht viel anders, wenn Frau oder Herr Arroganz (selbstredend auch jüngere) am Steuer sitzen. Bemerken sie andere Verkehrsteilnehmer nicht oder sollen die sich gefälligst in den Graben werfen? Leben oder Tod, es scheint völlig egal zu sein, was aus den Mitmenschen wird, getreu dem Motto: „Ich komme überall durch!“ Kleiner Hinweis meinerseits: Wer eines anderen Menschen Leben auslöscht, wird von Gott dafür bestraft. Es gibt zudem kein „Man lebt nur einmal“ und wird nicht mit Absolution der Kirche in das Himmelreich verfrachtet. Welcher Idiot glaubt denn wirklich, dass sich Gott von irgendwelchen Pfaffen etwas vorschreiben oder sich vergackeiern lässt?

Das Spiel wiederholt sich selbstredend zugleich außerhalb der Straße. Nicht wenige Menschen glauben, sie könnten sich ungestraft alles erlauben, so mit „Ex und Hopp“ alle Ressourcen dieses Planeten verballern, alle fossilen Energien verfeuern und damit das Klima schädigen, die gesamte Landschaft zubetonieren und so weiter. Nein Herrschaften, könnt Ihr nicht, denn das Leben ist im Zyklus von Tod und Wiedergeburt eine göttliche Prüfung der Seele. Und wer in diesem Leben völlig maßlos lebt, nimmt seiner Seele, was diese womöglich in einem nächsten Leben braucht. Die Allermeisten von Euch kommen im jetzigen Leben aus dem Zyklus der Wiedergeburten doch gar nicht raus. Wie bescheuert muss man also sein, die eigenen Lebensgrundlagen für die Zukunft zu zerstören. Und noch am Rande notiert: Wie dämlich ist es zudem, unberechtigt Mystiker um Geld anzugehen, Leute, die für den Himmel arbeiten und der Wahrheit verpflichtet sind?

Doch zurück zum Thema: Die gesamte Lebenskonzeption dieser Gesellschaft hängt an: „Man lebt nur einmal. Man darf sich die Welt untertan machen. Die Kirche erteilt Absolution für alle Sünden. Oder noch idiotischer: Alle Gotteskrieger kommen gleich – ohne Umweg in das Himmelreich.“ Nein, Freunde, es ist eine hirntote Veranstaltung, sich ohne eigenes Wissen auf diejenigen zu verlassen, die Euch mit Heilsversprechen ködern und dabei nur ihre eigenen Ziele im Auge halten. Lügner sind es und Betrüger! Besonders heftig wird es übrigens, wenn man angehalten ist, für 21 Weintrauben (aramäisch) statt für 21 Jungfrauen (arabisch) Leben auszulöschen. Denn Mohammeds Handelswelt sprach aramäisch und man mutmaßt deshalb, dass der Koran auf Aramäisch und nicht auf Arabisch verfasst wurde, zumal die ältesten Korane nur Konsonanten und keine Vokale enthielten. Bedeutet im Klartext: Töten für 21 Weintrauben statt für 21 Jungfrauen, und das versprochen von einem Kamelreiter. Danke schön.

Ebenso widerwärtig das Wirken der Rotstiftbarone. Das sind Leute, die heutzutage in den Firmen oder der Politik die Strippen ziehen. Als noch Juristen auf den Chefsesseln saßen, hielt man etwas auf die Achtung der Menschenwürde. Ein Führender war sich einst der eigenen Position und seiner Verantwortung bewusst. Seitdem Rotstiftbarone das Zepter schwingen, ist der Mensch zum Produktionsfaktor verkommen. Zwar brummt die Wirtschaft immer heftiger, doch das auf Kosten von Menschlichkeit und Umwelt. Auch das mag mit dazu beitragen, dass es immer rüder zugeht, inzwischen sogar schon „alte Damen“ auf Schadenersatz und Schmerzensgeld spekulieren. Besonders kotzt mich übrigens an, dass viele Rotstiftbarone ihr ungestümes Paarungsverhalten mit Sozialkompetenz verwechseln. Doch will ich nicht abschweifen.

Im Grunde kann man nur den Kopf schütteln: Keine Achtsamkeit in eigenen Dingen, keine Achtsamkeit bezüglich der Mitmenschen, keine Achtsamkeit hinsichtlich der Umwelt, nur Ellenbogen raus und draufgehalten. Herrschaften, wenn wir uns nicht bald besinnen, dürfte diese Erde über kurz oder lang keine Heimstatt mehr für Seelen sein können, die sich HIER zu vervollkommnen haben. Gott wird es am Ende egal sein, ob sich das eine oder andere ihrer Kinder prächtig entwickelte oder ob das eine oder andere Menschlein mit seinem Fadengespinst (Seelchen) nur zur Belebung von Steinen taugte. Sie ist ohnehin überall in diesem Universum und es geht ihr nichts verloren. Nur Eure Persönlichkeit, Eure sämtlichen Mühen aus früheren Existenzen macht Ihr Euch damit selbst zunichte. Aber wenn das so gewollt ist, bitte schön.

Freie Presse, freies Denken?

22.01.2016 Allgemein, Lebenshilfe, Philosophisches, Politik, Werbung Keine Kommentare

‚Freie Presse, freies Denken‘ sind vorgeblich hier bestehende Grundrechte. Werden Sie womöglich durch Drittsenderechte der Kirchen in Radio und Fernsehen konterkariert?

Das Grundgesetz garantiert (Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 GG) die Rundfunkfreiheit. Betone hier „Freiheit“. Der Gesetzgeber muss dazu einen verfassungsgemäßen rundfunkpolitischen Ordnungsrahmen setzen. Mit den Vorschriften soll eine Vielfalt an Meinungen im Rundfunk ermöglicht, zugleich die Bürger frei, umfassend und wahrheitsgemäß informiert werden. Ich wiederhole: „Vielfalt an Meinungen, Informationen frei, umfassend und wahr“. Dieses hehre Ziel wird allerdings durch Vereinbarungen und Vorschriften wie den Rundfunkstaatsvertrag, Landesmediengesetze und Sendersatzungen konterkariert, weil nämlich Kirchen als bedeutsame gesellschaftliche Gruppe im Programm der öffentlich-rechtlichen wie der privaten Sender „angemessen“ (nämlich mit Gottesdiensten, Andachten, Morgenfeiern ) zu Wort kommen müssen. Die Kirchen nehmen ihre sogenannten Drittsenderechte dann mit selbst gestalteten Sendungen wahr, deren „geistiger Dünnpfiff“ häufig kaum zu überbieten ist. Schon im Januar 2007 schrieb ich daher der WDR-Intendantin, dass mir die Morgenandachten allmählich „mental“ Probleme bereiten. Dazu gab ich Kostproben. So weckten mich am 10.1.2007 die Sätze: „Meine Seele ist völlig verstört. Bitte Herr errette mich.“ Und am 11.1.2007 kam der Satz: „Im Tod ist Leben.“ Nicht nur Nietzsche riecht in solchen Worten die Würze von Totenkammern. Kaum besser der Domprobst aus Münster in seiner Andacht am 12.1.2007: „Und weil Jesus für uns alle am Kreuz gestorben ist, haben wir an Statur gewonnen.“ Wie bitte? Man erweist den Mitmenschen mit dem eigenen Tod nicht nur einen Gefallen, sondern verhilft ihnen zugleich damit zu mehr Format?

Wieweit weit dürfen Kirchen eigentlich gegenüber (besonders muslimischen oder freidenkenden GEZ-Gebührenzahlern) gehen und was hat das noch mit ‚Freie Presse, freies Denken‘ gemein? Nun wird in der Verfassung ebenso das Grundrecht der Religionsfreiheit (Artikel 4 Absatz 1 und 22 GG) garantiert. Es scheint jedoch nach den landesrechtlichen Vorschriften nur für die evangelischen Kirchen, die katholischen Kirche sowie die jüdischen Gemeinden zu gelten. Nur sehr zögerlich werden Drittsenderechte anderen Religionsgemeinschaften zugesprochen. Doch was ist bitte mit einzelnen Menschen, die ihren eigenen Weg zu Gott gefunden haben? Müssen sich Mystiker jeden Morgen anhören, dass Kirchgänger für ihren Glauben an eine körperliche Wiederauferstehung den Körper ihres Herren verzehren? Das klingt arg nach Kannibalismus. Und das offenbar dort nicht minder beliebte Blutsaufen hat etwas von Vampirismus. Beides sollte in einer zivilisierten Welt nicht geduldet werden. Zudem sollte es den Anhängern dieses merkwürdigen Kultes schon aufgefallen sein, dass es mit einer Wiederauferstehung der Körper nichts geben kann, weil alles Biologische auf dieser Welt vergeht. Allenfalls sind daher wohl seelische Wiedergeburten zu erwarten, die im Übrigen weltweit und in allen (zumindest alten) Kulturen als persönliche Erfahrungen zugleich geistiges Allgemeingut sind. Andererseits wird an der merkwürdigen Überlegung der Wiederauferstehung von den Toten, quasi der Wiedererweckung als Zombies, deutlich, dass es sich bei dieser Idee nicht um eine aus vielen Prozessen gewonnene Einsicht handeln kann, sondern es die Meinung eines einzelnen (daher jedoch sehr merkwürdig gestrickten) Stifters sein muss.

Wenn ich im Sinne von ‚Freie Presse, freies Denken?‘ Sender anschreibe, werden meine Anregungen mit Hinweis auf die entsprechenden Vorschriften zu Drittsenderechten „abgeschmettert“. Ebenso räumt man mir keine Sendezeiten ein, gibt mir keine Gelegenheit, Ihnen zu unterbreiten, was sich mit eigener mystischer Erfahrung zugleich an fremder Weisheit aufschließen lässt. Das bedeutet, dass alle außerhalb der Religionsgemeinschaften gesammelten Erfahrungen unabhängiger und freier Menschen unterdrückt werden. Das hat sicher nichts mit einer vorgeblich garantierten Meinungsfreiheit zu tun, auch nichts mit ‚Freie Presse, freies Denken‘. Das hat sicher ebenso wenig mit einem umfassenden und wahrheitsgemäßen Informationsangebot gemein. Vielmehr werden nur die Vorstellungen sehr obskurer Religionsgemeinschaften manifestiert und das, obwohl diese inzwischen auf fast allen Gebieten dank wissenschaftlicher Erkenntnisse zurückweichen mussten. Im Kernbereich dürfen diese komischen Religionen weiter tun und lassen was sie wollen, dürfen Menschen in die Irre leiten und sich gegen mystische Einsichten sperren.

Ich kenne einige nette Theologen, keine Frage, doch zugleich auch andere. Letztens meinte ein evangelischer Theologe, er arbeite mit Männern. Auf meine Frage, was er dem im Falle einer Trennung von der Partnerin und/oder der Arbeitslosigkeit seinem Gegenüber erzähle, kam nur ungläubiges Staunen, wie ich so etwas denn fragen könne. Als ich darauf nachsetzte, ob er dann mit seinem Seelenheil persönlich vor Gott dafür gerade stände, dass wenigstens seine Bibel-Weisheiten Wahrheit wären, kommentierte er das nur mit „Arschloch“ und brach das Gespräch ab. Ja Herrschaften: Was soll man denn mit Priestern, die nichts wissen und sich nicht auf ihre Aussagen festnageln lassen? Was soll die Welt mit solchen Hallodris, denen das Seelenheil ihrer Mitmenschen offenbar völlig egal ist und die den Mitmenschen jeden Mist verklickern, allein weil Lügen und Betrügen Teil der eigenen Existenzberechtigung ist und am Ende übrigens auch allein dem eigenen körperlichen Wohlergehen dient?

Sehen wir weiter: Wenn schon die Rundfunk- und Fernsehsender dank entsprechender Vorschriften geknebelt werden, sieht sich vielleicht die schreibende Zunft als Korrektiv? Es muss sich ja nicht jedes Regenbogenblatt oder jede Verbraucherzeitung einmischen, doch sollten dies zumindest die führenden Titel der Tages- und Wochenpresse. Gibt es also noch ‚Freie Presse, freies Denken‘ bei den großen Blättern? Leider nein Herrschaften, wo Gesetze und Verordnungen nicht hinlangen, richtet es die freiwillige Selbstbeschränkung. Das jedenfalls enthüllten mir Briefe der Chefredakteure verschiedener Blätter im Anschluss an meine „Pressebriefe“. Offenbar zählt jeder Zuspruch eines studierten Betrügers mehr, als das offene und ehrliche Wort eines Mystiker. ‚Freie Presse, freies Denken‘ gilt nicht für Menschen, die mit Selbst- und Gottvertrauen ihren eigenen Weg gemacht haben. ‚Freie Presse, freies Denken‘ gilt nicht für große Literaten, ja selbstletzten Endes noch nicht einmal für halbgare Religionsstifter. So etwa wurde ich, als einer der Großen seiner Zunft, mein eigener Glaubenslehrer. Ich bin nicht wie Moses, Jesus oder Mohammed in mittlerer oder sogar nur in niederer Meisterschaft unterwegs, sondern habe als Rätselmeister wie mittlerer Meister alle Erlebnisse aufgelöst. Nebenbei habe ich zugleich alle Religionen auf die Schlüsselerlebnisse ihrer Stifter zurückgeführt. Selbstredend stehe ich dazu mit meinem Seelenheil persönlich vor Gott dafür gerade, dass meine Informationen zu Lebenssinn und Weisheit, zu Märchen, Religionen sowie der Verpflichtung, sich selbst zu erlösen, wahr sind. Und ebenso selbstredend genieße ich in diesem Zusammenhang das Vertrauen der Mutter aller unserer Seelen.

Unstreitig steht die Erde am Abgrund und unstreitig flammen immer mehr religiöse Kämpfe auf. Dennoch hält man unfassbar sklavisch an den Glaubensgemeinschaften fest, anstatt die Grabenkämpfe mit dem schon seit 2500 Jahren erreichbaren Wissen zu beenden und den Planeten in eine Heimstatt für alle Seelen zurückzuverwandeln. Man kann darüber nur den Kopf schütteln. Andererseits habe ich es für mich inzwischen schon ein Stück weit aufgegeben, noch während meines irdischen Daseins zumindest die Betonköpfe der Presse zu erreichen.