Archiv: Oktober 2015

Eine Lebensbetrachtung in 10-Jahres-Schlaglichtern

17.10.2015 Allgemein, Lebensgeschichte Keine Kommentare

Verschiedentlich habe ich für mich versucht, Zyklen der Veränderungen in meinem Leben auszumachen. Egal, ob ich 7- oder 9-jährige Zeiträume zugrunde legte, so richtig gefallen haben mir die Ergebnisse nie. Deshalb habe mich entschlossen, mich einmal an einer schlaglichtartigen Betrachtung meines bisherigen Lebens ab dem 6. Lebensjahr im zehnjährigen Rhythmus zu versuchen, die ich gegebenenfalls noch um Erinnerungen ergänzen werde.

Ich starte übrigens deshalb mit dem sechsten Lebensjahr, weil mir aus dieser Zeit noch drei Erlebnisse erinnerlich sind. Damals besuchte ich eine Grundschule, die an der Solinger Straße im Bereich der heutigen Polizeiwache zu finden war. Weinige Jahre später, mit 10/11 Jahren trainierte ich in meinem alten Klassenzimmer, weil die Schule zwischenzeitlich vom Judo-Verein als Trainingsstätte übernommen wurde. Allerdings für einen Besuch der noch einmal Jahre später darin untergebrachten Jugendmusikschule war ich dann zu alt.

Wir waren in einer Klasse zweites und drittes Schuljahr und mussten uns abwechselnd mit uns selbst beschäftigen. Weil ich wohl aus dem Fenster sah, anstatt zu rechnen, bekam ich einen Eintrag ins Heft, den meine Mutter unterschreiben musste. Weil ich mich zunächst nicht traute und selbst unterschrieb, fiel die Prügel noch übler aus, als ohnehin gewohnt. Ein anderes Mal schlug man mir mein Pausenbrot aus der Hand. Ich aß es mit Dreck und unter Tränen. In einem dritten Schlaglicht sehe ich mich mit beschissener Hose, weil mich meine Lehrerin erst nicht auf die Toilette ließ und ich dann mit Druck keine saubere Kloschüssel vorfand. Womöglich habe ich diese Erlebnisse deshalb nicht vergessen, weil ich später zum Judotraining in mein ehemaliges Klassenzimmer musste.

Mit 16 war ich noch immer Judoka, besuchte das Gymnasium und war in Bezug auf eigene Freiheiten noch nicht viel weiter als mit sechs Jahren. Nebenbei hatte ich es zu fünf Stadtmeisterschaften im 100-Meter Brustschwimmen gebracht und mir wegen eines absichtlichen Scherenschlags eine Schwimmerkarriere verbaut. Ich denke heute, dass dies zu meinem Vorteil war, nämlich nie Spitzensportler zu werden.

Mit 26 Jahren stand ich kurz vor meinen ersten Versuch, das erste juristische Staatsexamen abzulegen. Damals war ich Kellner in verschiedenen Rockkneipen, arbeitete zwischendurch als Messe- und Veranstaltungszapfer, hatte diverse Nebenjobs in den Ferien (weil ich meiner Mutter nicht auf der Tasche liegen wollte) und – versaubeutelte deshalb den ersten Versuch.

Mit 36 Jahren war ich im Examen endgültig gescheitert und arbeitete dennoch als Jurist, saß nämlich in einer Versicherung auf dem Stuhl eines Volljuristen, der sich selbstständig gemacht hatte. Daneben war ich irgendwie im privaten Bereich an meine Grenzen gelangt und hatte meine eigene Unfreiheit sowie mein Scheitern im Studium zum Anlass einer Midlife-Crisis werden lassen. Sie führte mich mit 36 in die Freiheit und sodann zu der Erkenntnis, dass ich für mein Leiden und für meine Arbeit göttliche Aufnahme erfahren werde (mein erstes Ziel in der Welt). Zudem hatte ich meine Lebensbestimmung entdeckt, nämlich zu schreiben und andere von meinen Einsichten in Kenntnis zu setzen.

Mit 46 Jahren war ich ein Jahr arbeitslos und absolvierte erfolgreich ein BWL-Studium, um es mir und anderen zu beweisen. Zudem konnte ich meine bisherigen Ausarbeitungen vertiefen bzw. die bestehenden Texte überarbeiten. Eine professionellere Schreibe sowie eine letzte Auflage bei einem Autorenverlag waren hier das Ergebnis, das mich selbstredend nicht zufrieden stellte. Dennoch konnte ich auf den fundierten Vorarbeiten aufbauen und meine Bücher zu Baustellen machen, über mich hinauszubauen, dies selbstredend neben der Erwerbsarbeit als Schadensachbearbeiter in allen Schäden, allen Sparten und allen Größenordnungen.

Mit 56 Jahren, so alt bin ich allerdings erst nächstes Jahr, werden dann meine Bücher in einem recht professionellen Look daherkommen. Dann sind aus einer Trilogie mit vielen neuen Texten zehn Bücher geworden, die sich mit den Wechselspielen zwischen persönlicher und großer Geschichte beschäftigen. Letztere hat nicht nur Stadt- und Regional-, sondern zugleich Religions- und Menschheitsgeschichte zum Inhalt. Das allein wäre schon großes Kino, doch soll überdies mein Privatleben neuen Schwung erhalten, selbstredend nicht allein aus der Künstlergruppe Falter heraus, die ich vor drei Jahren ins Leben gerufen habe und die sich inzwischen aus der Stadt nicht mehr wegdenken lässt. Ich bin jedenfalls (auch) auf das gespannt, was mich in den nächsten zehn Jahren erwartet. Wohin es mich dereinst führen wird, ist mir übrigens bereits heute bekannt. Mal sehen, wie lange ich dafür brauche, mein zweites Ziel in der Welt zu erreichen.

‚Die Reise in die Seele‘

17.10.2015 Buchvorstellung, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Literatur, Philosophisches, Politik, Werbung Keine Kommentare

Hilfe zur Selbsthilfe bietet das Buch ‚Die Reise in die Seele‚ mit dem Untertitel ‚Seelische Selbstheilung und Seelenentwicklung‘. Mancher mag dabei zurückschrecken, weil er sich bei seelischer Eigenentwicklung in seinen Grundauffassungen bedroht sieht. Doch sogenannte „religiöse Gefühle“ sind in erster Linie ein Produkt lebenslanger Konditionierung. Denn nicht Sie selbst haben eigenes Erleben in persönliche Erkenntnisse umgesetzt, sondern es wurde Tradiertes unreflektiert als eigene Weisheit ausgegeben. Hinzu traten regelmäßig gruppendynamische Prozesse und dies gleich von der Entstehung der Glaubenslehren an.

Eine Seelenreise zur Selbsthilfe

Die Reise in die Seele – Seelische Selbstheilung und Seelenentwicklung

Ausgeführt hatte ich bereits, dass prägende Erlebnisse, „Knotenpunkte des Lebens“ oder auch „Schlüsselerlebnisse“ genannt, der Gewinnung tiefer Einsichten vorausgehen müssen. Erst wenn die Seele so richtig beschwert ist, so zeigt es besonders mein Buch ‚Die Reise in die Seele‘ auf, findet sich nämlich ein Zugang zu ihr. Da die Seele des Weiteren der unsterbliche Teil des Menschen ist, sie zudem von Gott geboren wurde, liegen in der Aufarbeitung der Erlebnisse die Einsichten um göttliche Selbsterkenntnis und göttliche Erkenntnis verborgen. In den Religionen finden wir häufig philosophische Gedanken, angeknüpft an schmale eigene Einsichten. Grund hierfür: Weil nicht in jedem Erlebnis gleich viel an Erkenntnis steckt, musste dazugedacht werden, wenn es sonst nicht reichte.  Den „Gläubigen“ war es meist egal, Hauptsache es gab jemanden, der Verantwortung übernahm. Letztendlich durfte es sogar dahinstehen, ob derjenige Einsichten nur vorgab, weil man mangels eigener Beschwernis der Seele ohnehin keinen Erkenntnisprozess starten konnte. Und wenn sich genügend „Jünger“ fanden, einem Herren hinterherzulaufen, dann musste es ja etwas Wahres an seinem Salm geben.

Das dickste Problem an dieser Stelle bereiten heutzutage diejenigen, die nicht charmant dem Gegenüber seinen Querkopf lassen, sondern ihm stattdessen die Rübe von den Schultern hauen wollen. Und wenn dazu ein „Macht Euch die Erde untertan“ es verhindert, dass wir mit den Ressourcen dieses Planeten und unseren Mitmenschen behutsam umgehen, dann wird es allerspätestens Zeit an diesen Verhältnissen, nämlich der Delegation eigener Verantwortung, etwas zu ändern. Dem steht nicht entgegen, dass nicht jeder bereits in diesem Leben die für den Austritt aus dem Geburtenkreislauf notwendige eigene göttliche Selbsterkenntnis wird erlangen können. Ebenso wenig darf man sich daran stören, dass es für eigene göttliche Erkenntnis nicht reichen könnte. Im Grunde kann ich es da nur mit den Worten Goethes zum Ausdruck bringen, der in der Schüler-Mephistopheles-Szene empfiehlt: „Ich wünschte nicht, euch irre zu führen. (Doch) was diese Wissenschaft (die Theologie) betrifft: Es ist so schwer den falschen Weg zu meiden, es liegt in ihr so viel verborgnes Gift und von der Arznei ist’s kaum zu unterscheiden. Am besten ist’s auch hier, wenn ihr nur einen hört, der auf des Meisters Worte schwört. Im Ganzen – haltet euch an Worte! Dann geht ihr durch die sichre Pforte zum Tempel der Gewissheit ein.“ Oder Letzteres anders formuliert: Haltet Euch an die Worte der großen Meister, statt an den Salm der Religionsstifter. Dies gelingt Ihnen etwa mit dem Erwerb des Buchs ‚Die Reise in die Seele‘.

In diesem Sinne behandelt letztlich auch die „Wahre Tetralogie“ eigene wie fremde Einsichten aus Sicht eines „Großmeisters“ oder Rätselmeisters der Mystik. Der erste Band ‚Mystisches Deutschland‘ hat die Einsichten aus Märchen zum Thema, solche, die die einfachen Menschen des Volkes, mangels der Fähigkeit zu schreiben, auf diese Weise weitergegeben haben. ‚Lebenssinn und Weisheit‘ behandelt die Erkenntnisse und die Umsetzungen von Dichtern, Denkern, Frauen und Männern Mitteleuropas sowie den großen Religionsstiftern. ‚Grundstrukturen der Religionen‘ führt die Lehren zurück auf das Spannungsfeld (Untertiltel) ‚Zwischen Mystik und Schamanentum‘. Schließlich nimmt sich ‚Die Reise in die Seele‘ der eigenen Schriften des Autors im Stufenmodell der Meisterschaften nach Laotse an. Es erschien im März 2016 als letztes Werk der „Wahren Tetralogie“ bei Amazon für ebenfalls 12,80 EUR. Statt des 4. Bandes ans Herz legen kann ich Ihnen mit älteren erprobten Texten ebenso „Die 5 Wege zur Weisheit“, gleichfalls erschienen bei Amazon als Band 2 der vierbändigen Reihe für die Künstlergruppe Falter.

Bleibt mir zu guter Letzt, nun ebenfalls auf gruppendynamische Prozesse zu hoffen. Dazu bedarf es Menschen, die für sich Verantwortung übernehmen können, Menschen, die im Anschluss an den eigenen Prozess des Erkennens ihre Einsichten als Credo nach vorne tragen möchten. Anders aber sehe ich für keine Hoffnung mehr, dass wir die Probleme auf dem Planeten ‚Erde’ noch in den Griff bekommen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

(Der Text wurde abgeleitet aus einem Brief an die Presse)