Archiv: Juli 2015

Offener Brief an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags

12.07.2015 Allgemein, Lebensgeschichte, Lebenshilfe, Philosophisches, Politik Keine Kommentare

Mit Schreiben vom 06.07.2015 haben Sie meine Petition (PET 4-18-07-45130-008929) vom 30.05.2014 abgelehnt. Darin wandte ich mich an den Bundestag mit der Bitte, die Fristenlösung der §§ 218 ff. StGB zugunsten einer Naturrechtslösung aufzugeben. Frauen nämlich, die sich wegen einer Abtreibung an Gott wenden, erfahren für sich, dass sie bis in den fünften Monat hinein vor Gott wegen dieses Schwangerschaftsabbruchs straffrei bleiben. Diese Einsicht gewinnen jedoch nicht allein Frauen, sondern auch Männer, die mehrere Schlüsselerlebnisse zur Auflösung der Abtreibung zusammenfassen und mit Frauen mitleiden. Diese Erkenntnisse sind des Weiteren seit Anbeginn kulturellen Denkens erfahrbar und überdies jederzeit weltweit wiederhol- und nachweisbar Die gesetzlichen Regelungen greifen damit in das Selbstbestimmungsrecht der Frauen ein und stellen zudem Verstöße gegen mehrere Artikel des Grundgesetzes dar. Mit einem Satz: Die derzeitige Fristenlösung ist verfassungswidrig.

Nun wird mir nicht klar, aus welchem Grund der Bundestag an verfassungswidrigen Gesetzen festhält. (Für eine Verfassungsbeschwerde fehlt es mir übrigens, als Mann zumal, an der Voraussetzung der Betroffenheit in eigenen Grundrechten.) Da die Naturrechtslösung überdies liberaler ist und, wie angesprochen, jedem Menschen mehr Freiheiten schenken würde, kann man sich über das mit Ablehnung selbst gewählte Gefängnis nur wundern. Es sei die Frage erlaubt, ob man einer sogenannten „christlichen Kultur“ derart hörig ist, dass man sich noch nicht einmal die wirkliche Nachprüfung meines Vortrags traut. Oder versucht man bereits in einer Art vorauseilendem Gehorsam die Zeiten auf Mittelalter und Burka zurückzudrehen?

„Keinen Arsch in der Hose zu haben“, jedenfalls kann ich mir als direkt und unmittelbar für die Große Mutter arbeitender Mystiker nicht erlauben. So lange ich lebe, werde ich mich daher für das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen und für dessen Freiheiten einsetzen. Soweit es mir bereits bekannt wurde, gehe ich im Übrigen nicht fehl, dass Sie alle mir dereinst für meinen Einsatz und meine Beharrlichkeit danken werden.